US Preventive Services Task ForceUSPSTF Grade B2019General PracticeVascular Surgery

USPSTF Leitlinie: Screening auf Bauchaortenaneurysma (AAA)

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: US Preventive Services Task Force (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Bauchaortenaneurysma (AAA) stellt ein signifikantes Gesundheitsrisiko dar, weshalb die US Preventive Services Task Force (USPSTF) im Jahr 2019 eine aktualisierte Leitlinie zum Screening veröffentlicht hat. Laut USPSTF sind die wichtigsten Risikofaktoren für die Entwicklung eines AAA das männliche Geschlecht, ein Alter zwischen 65 und 75 Jahren sowie eine positive Raucheranamnese (definiert als mindestens 100 gerauchte Zigaretten im Leben). Die Leitlinie nennt zudem eine familiäre Vorbelastung für AAA sowie die weiße Hautfarbe als weitere Faktoren, die mit einer höheren Prävalenz einhergehen.

Empfehlungen

Die USPSTF spricht klare, zielgruppenbasierte Empfehlungen für das Screening auf Bauchaortenaneurysmen mittels Ultraschall aus.

Männer mit Raucheranamnese (Grade B) Nach aktueller Leitlinienempfehlung wird ein einmaliges Ultraschall-Screening für Männer im Alter von 65 bis 75 Jahren empfohlen, die jemals geraucht haben (mindestens 100 Zigaretten in ihrem Leben). Die USPSTF stuft dies als Empfehlungsgrad B ein, was bedeutet, dass mit hoher Sicherheit ein moderater Nettonutzen oder mit moderater Sicherheit ein moderater bis substanzieller Nettonutzen besteht.

Männer ohne Raucheranamnese (Grade C) Für Männer im Alter von 65 bis 75 Jahren, die nie geraucht haben, empfiehlt die USPSTF ein selektives Screening (Grade C). Laut Leitlinie sollte diese Entscheidung individuell auf Basis der jeweiligen Umstände und Risikofaktoren getroffen werden.

Frauen (Grade I und D) Gemäß der USPSTF-Leitlinie reicht die aktuelle Evidenz nicht aus, um das Nutzen-Risiko-Verhältnis eines Screenings für Frauen zu beurteilen, die jemals geraucht haben oder eine familiäre Vorbelastung aufweisen (Grade I). Für Frauen, die nie geraucht haben und keine familiäre Vorbelastung haben, spricht die Leitlinie eine klare Empfehlung gegen ein Screening aus (Grade D), da hier kein Nutzen zu erwarten ist oder die potenziellen Schäden überwiegen.

Weiteres Vorgehen bei Befund Die Leitlinie hält fest, dass ein AAA-Durchmesser von mindestens 5,5 cm oder eine rasche Größenzunahme typischerweise eine chirurgische Überweisung rechtfertigt.

Kontraindikationen

Gemäß der USPSTF-Leitlinie wird von einem Screening bei Frauen abgeraten, die nie geraucht haben und keine familiäre Vorbelastung für ein Bauchaortenaneurysma aufweisen (Empfehlungsgrad D).

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💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie rechtfertigt ein sonografisch gemessener Aortendurchmesser von mindestens 5,5 cm oder eine rasche Expansion des Aneurysmas in der Regel eine zeitnahe chirurgische Überweisung.

Häufig gestellte Fragen

Die USPSTF empfiehlt ein einmaliges Ultraschall-Screening für Männer im Alter von 65 bis 75 Jahren, die in ihrem Leben mindestens 100 Zigaretten geraucht haben.

Nach aktueller Leitlinienempfehlung soll das Screening einmalig mittels Ultraschall (Sonografie) erfolgen.

Die Leitlinie spricht sich gegen ein Screening bei Frauen aus, die nie geraucht haben und keine familiäre Vorbelastung haben (Grade D). Bei Frauen mit Raucheranamnese oder familiärer Belastung ist die Evidenz laut USPSTF unzureichend (Grade I).

Gemäß der Leitlinie ist eine chirurgische Überweisung typischerweise bei einem AAA-Durchmesser von mindestens 5,5 cm oder bei einer raschen Größenzunahme angezeigt.

Die USPSTF definiert eine Raucheranamnese als den Konsum von mindestens 100 Zigaretten im Laufe des Lebens.

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Quelle: USPSTF: Abdominal Aortic Aneurysm: Screening (Grade B, 2019) (US Preventive Services Task Force, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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