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USPSTF Leitlinie: Screening auf Depression & Suizidrisiko

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: US Preventive Services Task Force (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die US Preventive Services Task Force (USPSTF) hat 2023 eine aktualisierte Empfehlung zum Screening auf Depressionen und Suizidrisiko bei Erwachsenen veröffentlicht. Laut Leitlinie richtet sich diese Empfehlung an die allgemeine erwachsene Bevölkerung ab einem Alter von 19 Jahren. Ausdrücklich eingeschlossen sind dabei auch schwangere und postpartale Personen. Die USPSTF stuft den Nettonutzen dieses Screenings mit hoher bis moderater Sicherheit als moderat bis substanziell ein (Empfehlungsgrad B).

Empfehlungen

Nach aktueller Leitlinienempfehlung der USPSTF wird ein regelmäßiges Screening auf Depressionen und Suizidrisiko für alle Erwachsenen empfohlen.

Voraussetzungen für das Screening Die Leitlinie betont die Notwendigkeit, ein Screening nur dann zu implementieren, wenn adäquate Systeme für eine genaue Diagnosestellung, eine effektive Behandlung und eine angemessene Nachsorge (Follow-up) zur Verfügung stehen.

Screening-Instrumente und Ablauf Gemäß der USPSTF-Empfehlung wird folgendes Vorgehen beschrieben:

Initiales Screening

Es wird der Einsatz des PHQ-2 (2 Fragen) als erster Schritt empfohlen.

Weiterführende Diagnostik

Bei einem positiven PHQ-2 verweist die Leitlinie auf den PHQ-9. Ein Score von >= 10 im PHQ-9 rechtfertigt laut Leitlinie eine ausführliche diagnostische Evaluation.

Peripartale Phase

Für das Screening auf perinatale Depressionen wird die Edinburgh Postnatal Depression Scale (EPDS) empfohlen. Für schwangere und postpartale Personen sieht die Leitlinie ein Screening mindestens einmal während der Schwangerschaft und in der Postpartalzeit vor.

Suizidrisiko

Zur Erfassung des Suizidrisikos nennt die Leitlinie Instrumente wie die Ask Suicide-Screening Questions (ASQ) oder das Columbia Protocol.

Risikofaktoren Die USPSTF listet verschiedene Faktoren auf, die das Risiko für eine Depression erhöhen. Dazu gehören laut Quelltext:

  • Weibliches Geschlecht (Verhältnis 2:1)
  • Postpartale Phase sowie perinatale Verluste oder Komplikationen
  • Chronische Erkrankungen
  • Positive Familienanamnese
  • Substanzkonsum
  • Soziale Isolation
  • Depressionen in der Vorgeschichte
  • Stressreiche Lebensereignisse

Screening-Intervall Ein optimales Intervall ist laut Leitlinie bisher nicht etabliert; es wird ein periodisches Screening empfohlen.

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💡Praxis-Tipp

Laut USPSTF-Leitlinie stellt das Vorhandensein adäquater Strukturen für die anschließende Diagnostik, Therapie und Nachsorge eine zwingende Voraussetzung dar, bevor ein Screening-Programm in der Praxis implementiert wird.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt das Screening für die allgemeine erwachsene Bevölkerung ab einem Alter von 19 Jahren.

Gemäß der USPSTF wird der PHQ-2 als initiales Instrument empfohlen. Fällt dieser positiv aus, wird im nächsten Schritt der PHQ-9 angewendet.

Die Leitlinie gibt an, dass Personen mindestens einmal während der Schwangerschaft sowie ein weiteres Mal in der postpartalen Phase gescreent werden.

Laut Quelltext wird für diese spezifische Patientengruppe die Edinburgh Postnatal Depression Scale (EPDS) empfohlen.

Zur Evaluation des Suizidrisikos verweist die Leitlinie auf die Ask Suicide-Screening Questions (ASQ) oder das Columbia Protocol.

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Quelle: USPSTF: Depression and Suicide Risk in Adults: Screening (Grade B, 2023) (US Preventive Services Task Force, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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