Trastuzumab (Herceptin): Kardiale Überwachung & Risiken

Diese Leitlinie stammt aus 2017 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2017)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Trastuzumab (Herceptin) ist ein Antikörper, der zur Behandlung von metastasiertem Brustkrebs, Brustkrebs im Frühstadium sowie metastasiertem Magenkarzinom eingesetzt wird. Voraussetzung für die Therapie ist eine nachgewiesene HER2-Überexpression oder eine HER2-Genamplifikation des Tumors.

Der Rote-Hand-Brief der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) aus dem Jahr 2017 weist auf die essenzielle Bedeutung der kardialen Überwachung hin. Hintergrund der Warnung sind Umfragen, die eine mangelnde Umsetzung der kardiologischen Kontrollen im klinischen Alltag zeigten.

Ziel der strikten Überwachung ist es, die Häufigkeit und Schwere einer linksventrikulären Dysfunktion sowie einer kongestiven Herzinsuffizienz (KHI) unter der Therapie zu reduzieren.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler im klinischen Alltag ist der vorzeitige Abbruch der kardiologischen Kontrollen nach Beendigung der Trastuzumab-Gabe. Der Rote-Hand-Brief betont, dass die Überwachung der linksventrikulären Auswurffraktion zwingend für weitere 24 Monate nach der letzten Verabreichung fortgeführt werden muss. Bei einer vorausgegangenen Anthrazyklin-Therapie wird sogar eine noch längere Nachbeobachtung empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Rote-Hand-Brief wird während der laufenden Behandlung mit Trastuzumab alle drei Monate eine kardiologische Untersuchung empfohlen. Nach Therapieende erfolgen die Kontrollen alle sechs Monate für weitere zwei Jahre.

Es wird ausdrücklich davor gewarnt, Trastuzumab und Anthrazykline bei metastasiertem Brustkrebs oder in der adjuvanten Therapie gleichzeitig anzuwenden. Bei einer vorausgegangenen Anthrazyklin-Gabe wird eine verlängerte kardiale Überwachung empfohlen.

Tritt während der Behandlung eine symptomatische Herzinsuffizienz auf, wird eine Therapie mit kardiologischen Standardarzneimitteln empfohlen. Zudem wird auf die strikte Einhaltung der vordefinierten Regeln zum Therapieabbruch verwiesen.

Nein, die Bestimmung von Biomarkern reicht laut AkdÄ nicht als alleinige Methode aus. Die Messung der linksventrikulären Auswurffraktion mittels Echokardiogramm oder MUGA-Scan bleibt die zwingend erforderliche Standardmethode.

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Quelle: AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu Herceptin® (Trastuzumab): Erinnerung (AkdÄ, 2017). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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