Temozolomid: Leberversagen und Monitoring-Empfehlung

Diese Leitlinie stammt aus 2011 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2011)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) berichtet über Fälle von schwerem Leberversagen im Zusammenhang mit dem Zytostatikum Temozolomid. Das Medikament ist für die Behandlung von Patienten mit erstmalig diagnostiziertem Glioblastom sowie bei rezidivierenden oder progredienten malignen Gliomen zugelassen.

Zu den häufigsten bekannten Nebenwirkungen zählen gastrointestinale Störungen, Leuko- und Thrombozytopenien sowie dauerhafte Müdigkeit. In der Vergangenheit wurde bereits auf das Risiko von Alveolitiden und Pneumonitiden unter der Therapie hingewiesen.

Aktuelle Fallberichte aus der UAW-Datenbank deuten darauf hin, dass Temozolomid in sehr seltenen Fällen auch zu einer schweren Hepatotoxizität führen kann. Beschrieben werden Verläufe mit cholestatischer Hepatitis bis hin zum letalen Leberversagen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Eine hepatische Enzephalopathie unter Temozolomid kann fälschlicherweise als neurologische Symptomatik nach einer Glioblastom-Resektion fehlgedeutet werden. Es wird daher empfohlen, bei neurologischen Verschlechterungen stets auch die Leberwerte zu kontrollieren, um ein beginnendes Leberversagen nicht zu übersehen.

Häufig gestellte Fragen

Die AkdÄ empfiehlt eine erste Kontrolle der Leberwerte vier Wochen nach Beginn der Therapie. Anschließend wird eine Überprüfung alle drei Monate angeraten.

Laut Fallberichten kann es in sehr seltenen Fällen zu einer cholestatischen Hepatitis kommen. Diese kann im ungünstigsten Fall in ein tödliches Leberversagen münden.

Warnsignale sind unter anderem Oberbauchbeschwerden, Gelbsucht, dunkler Urin und Juckreiz. Auch unspezifische Symptome wie Übelkeit, Erbrechen oder starke Ermüdung können auf eine Leberfunktionsstörung hindeuten.

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Quelle: AkdÄ Bekanntgabe: Leberversagen mit Todesfolge im Zusammenhang mit Temozolomid (AkdÄ, 2011). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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