BfArM2013

Temozolomid: Rote-Hand-Brief zur Lebertoxizität

Diese Leitlinie stammt aus 2013 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2013)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Temozolomid ist ein orales Alkylans, das in der Onkologie primär zur Behandlung von malignen Gliomen wie dem Glioblastoma multiforme sowie bei anaplastischen Astrozytomen eingesetzt wird. Es stellt einen wichtigen Baustein in der neuroonkologischen Therapie dar.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat 2013 in einem Rote-Hand-Brief auf ein schwerwiegendes Sicherheitsrisiko im Zusammenhang mit temozolomidhaltigen Arzneimitteln aufmerksam gemacht.

Diese Zusammenfassung basiert auf dem kurzen Rote-Hand-Brief des BfArM, der das medizinische Fachpersonal vor potenziell lebensbedrohlichen hepatischen Komplikationen warnt und entsprechende Überwachungsmaßnahmen anmahnt.

Empfehlungen

Basierend auf dem Rote-Hand-Brief des BfArM ergeben sich folgende Empfehlungen für das klinische Management:

Monitoring der Leberwerte

  • Es wird eine regelmäßige laborchemische Kontrolle der Leberwerte unter der Therapie mit Temozolomid empfohlen.

  • Die Bestimmung der hepatischen Parameter sollte zu bestimmten, festgelegten Zeitpunkten im Behandlungsverlauf erfolgen.

  • Da Leberschäden laut BfArM auch nach dem Absetzen von Temozolomid auftreten können, wird ein adäquates Monitoring über das eigentliche Therapieende hinaus nahegelegt.

Kontraindikationen

Der Rote-Hand-Brief formuliert folgende ausdrückliche Warnhinweise zur Arzneimittelsicherheit:

  • Unter der Anwendung von temozolomidhaltigen Arzneimitteln besteht das Risiko für schwere Leberschäden.

  • Es wurden Berichte über letales Leberversagen im Zusammenhang mit der Medikation erfasst.

  • Die Lebertoxizität kann mit einer deutlichen Latenz auftreten, oft erst mehrere Wochen oder noch später nach Beginn der Behandlung oder nach dem Absetzen des Wirkstoffs.

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💡Praxis-Tipp

Der Rote-Hand-Brief betont die Wichtigkeit eines verlängerten Monitorings der Leberwerte. Da eine schwere Lebertoxizität auch noch Wochen nach dem Absetzen von Temozolomid auftreten kann, wird empfohlen, die hepatische Überwachung nicht unmittelbar mit dem Ende der medikamentösen Therapie zu beenden.

Häufig gestellte Fragen

Der Rote-Hand-Brief des BfArM warnt vor dem Risiko einer schweren Lebertoxizität. Diese kann in einigen Fällen bis zu einem letalen Leberversagen führen.

Laut BfArM kann die Lebertoxizität stark verzögert auftreten. Sie manifestiert sich oft erst mehrere Wochen oder noch später nach Behandlungsbeginn oder sogar erst nach dem Absetzen des Medikaments.

Es wird empfohlen, die Leberwerte der behandelten Personen zu bestimmten Zeitpunkten regelmäßig zu bestimmen. Aufgrund des potenziell verzögerten Auftretens von Leberschäden ist ein adäquates Monitoring auch nach Therapieende essenziell.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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