Supraorbitalis-Blockade: StatPearls Zusammenfassung
Hintergrund
Der StatPearls-Artikel beschreibt die Durchführung der Supraorbitalis-Blockade. Dieses Verfahren bietet eine sofortige, lokalisierte Anästhesie für Eingriffe an der Stirn und der vorderen Kopfhaut.
Der Nervus supraorbitalis ist ein Endast des Nervus ophthalmicus (V1), welcher wiederum dem Nervus trigeminus entspringt. Er tritt durch das Foramen supraorbitale oder die Incisura supraorbitalis aus, etwa zwei bis drei Zentimeter lateral der Mittellinie.
Eine regionale Blockade ermöglicht es, mit einem minimalen Volumen an Lokalanästhetikum eine größere Körperoberfläche zu betäuben. Dies verhindert laut Text eine Gewebeverzerrung, die bei einer lokalen Infiltrationsanästhesie auftreten könnte.
Empfehlungen
Der Text formuliert folgende Kernaspekte für die klinische Anwendung:
Indikationen
Die Blockade wird für Eingriffe an der Stirn und der vorderen Kopfhaut empfohlen. Zu den genannten Indikationen gehören:
-
Wundversorgung, komplexe Platzwunden und Entfernung von Fremdkörpern
-
Debridement von Verbrennungen oder Schürfwunden
-
Akute Schmerzlinderung bei Herpes zoster und postherpetischem Juckreiz
-
Kopfschmerzsyndrome wie Migräne, Clusterkopfschmerz und Trigeminusneuralgie
-
Augen- und Lidoperationen sowie Wachkraniotomien
Vorbereitung und Material
Es wird die Bereitstellung spezifischer Materialien empfohlen, darunter eine 25-Gauge-Nadel für Erwachsene (30-Gauge für Kinder) und eine 5- bis 10-ml-Spritze.
Zudem wird betont, dass eine Lipidemulsion für den Fall einer systemischen Toxizität des Lokalanästhetikums (LAST) griffbereit sein muss. Bei Allergien gegen Amid- und Ester-Lokalanästhetika kann laut Text lokales Diphenhydramin erwogen werden.
Durchführungstechnik
Für die Injektion wird eine Rückenlage der zu behandelnden Person empfohlen. Die Nadel sollte von lateral kommend nach medial und kranial an den unteren Rand des Arcus superciliaris eingeführt werden, etwa 0,5 cm unterhalb der Incisura supraorbitalis.
Es wird ausdrücklich davor gewarnt, mit der Nadel in das Foramen supraorbitale einzudringen.
Nach negativer Aspiration wird zunächst eine subkutane Quaddel mit 0,5 bis 1 ml Lokalanästhetikum gesetzt, gefolgt von der Injektion von weiteren 1 bis 3 ml. Eine Mullrolle oberhalb des Orbitarandes verhindert das unerwünschte Abfließen des Anästhetikums in das Oberlid.
Dosierung
Die Wahl des Lokalanästhetikums richtet sich nach der gewünschten Wirkdauer (Lidocain bis zu 90 Minuten, Bupivacain bis zu 8 Stunden, Tetracain bis zu 3 Stunden). Der Text gibt folgende Maximaldosierungen vor:
| Lokalanästhetikum | Zusatz | Maximale Dosis (mg/kg) | Maximale Gesamtdosis |
|---|---|---|---|
| Lidocain | mit Epinephrin | 7 mg/kg | 500 mg |
| Lidocain | ohne Epinephrin | 4,5 mg/kg | 300 mg |
| Bupivacain | mit Epinephrin | 3 mg/kg | 225 mg pro Dosis (max. 400 mg/24h) |
| Bupivacain | ohne Epinephrin | 2,5 mg/kg | 175 mg pro Dosis (max. 400 mg/24h) |
Kontraindikationen
Der Text nennt folgende absolute und relative Kontraindikationen für die Durchführung der Blockade:
-
Ablehnung durch die zu behandelnde Person
-
Verzerrung der anatomischen Orientierungspunkte
-
Lokale Infektion an der Einstichstelle
-
Bekannte Allergie gegen das verwendete Lokalanästhetikum
💡Praxis-Tipp
Ein entscheidender Hinweis aus dem Text ist die feste Platzierung einer kleinen Mullrolle oberhalb des Orbitarandes während der Injektion. Dies verhindert ein unerwünschtes Anschwellen (Ballooning) des Oberlids durch abfließendes Lokalanästhetikum. Zudem wird betont, dass bei einem initialen Misserfolg der Blockade eine zusätzliche Injektion medial und lateral entlang des Orbitarandes erfolgen sollte, um anatomische Varianten der Nervenäste zu erfassen.
Häufig gestellte Fragen
Das Foramen supraorbitale liegt im medialen Drittel des Margo supraorbitalis, etwa 2 bis 3 cm lateral der Mittellinie. Die Nadel wird laut Text etwa 0,5 cm unterhalb der Incisura supraorbitalis eingeführt.
Der Text empfiehlt zunächst die Injektion von 0,5 bis 1 ml zur Bildung einer subkutanen Quaddel. Anschließend werden weitere 1 bis 3 ml des Lokalanästhetikums injiziert.
Zu den genannten Komplikationen zählen Hämatome, Lidschwellungen, Infektionen und Nervenverletzungen. Zudem wird vor einer intravasalen Injektion und einer systemischen Toxizität des Lokalanästhetikums (LAST) gewarnt.
Gemäß dem Text wird für Erwachsene eine 25-Gauge-Nadel empfohlen. Bei Kindern sollte eine feinere 30-Gauge-Nadel zum Einsatz kommen.
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Quelle: StatPearls: Supraorbital Nerve Block (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.