Okzipitalis-Nervenblockade: StatPearls Leitlinie
Hintergrund
Die StatPearls-Leitlinie beschreibt die Blockade des Nervus occipitalis major (GON-Block) als diagnostisches und therapeutisches Verfahren. Der Nerv entspringt dem Spinalnerv C2 und innerviert den hinteren Kopfbereich.
Eine Dysfunktion dieses Nervs wird mit verschiedenen Kopfschmerzarten assoziiert, darunter Migräne, Okzipitalneuralgie sowie zervikogene und Cluster-Kopfschmerzen.
Laut Leitlinie tritt bei einer erfolgreichen Blockade typischerweise nach 20 bis 30 Minuten eine Schmerzlinderung ein. Diese kann mehrere Stunden bis zu mehreren Monaten anhalten.
Empfehlungen
Indikationen
Die Leitlinie empfiehlt den GON-Block als primäre Therapie oder als Zweitlinientherapie bei therapierefraktären Kopfschmerzen. Besonders geeignet ist das Verfahren laut Text für Personen mit reproduzierbarem Schmerz bei Palpation des Nervs oder Allodynie der Kopfhaut.
Zudem wird die Methode als praktikable Option für ältere oder schwangere Personen beschrieben, bei denen andere Erstlinientherapien aufgrund von Komorbiditäten nicht infrage kommen.
Vorbereitung und Technik
Es wird eine sitzende oder liegende (Bauchlage) Position mit leicht flektiertem Nacken empfohlen. Die Leitlinie beschreibt die anatomische Landmarke als etwa ein Drittel der Distanz zwischen der Protuberantia occipitalis externa und dem Processus mastoideus (etwa 2 cm inferior und 2 cm lateral der Protuberanz).
Folgende Schritte werden für die Injektion aufgeführt:
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Einführen der Nadel von inferior-lateral bis zum Knochenkontakt (Periost)
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Rückzug der Nadel um etwa 1 mm und Aspiration zum Ausschluss einer intravasalen Lage
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Fächerförmige oder direkte Injektion des Lokalanästhetikums
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Anschließende Kompression der Injektionsstelle für 5 bis 10 Minuten
Therapieversagen
Wenn innerhalb von 6 Monaten mehr als 3 Nervenblockaden erforderlich sind, wird die Prüfung alternativer Behandlungsoptionen angeraten.
Dosierung
Für die Durchführung der Blockade werden folgende Medikamente und Dosierungen aufgeführt:
| Medikament | Konzentration | Volumen | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| Lidocain | 2 % | 2 ml | Monotherapie oder in Kombination |
| Bupivacain | 0,5 % | 2 ml | Monotherapie oder in Kombination |
| Methylprednisolon | 40 mg/ml | 2 ml | Optionaler Zusatz |
| Dexamethason | 2 mg/ml | 2 ml | Optionaler Zusatz |
Die Leitlinie betont, dass das Gesamtdosisvolumen 4 ml nicht überschreiten darf. Bei einer Kombination von Lidocain und Bupivacain wird ein Verhältnis von 1:1 bis 1:3 empfohlen.
Die Zugabe von Steroiden zeigt laut Text besonders bei Cluster-Kopfschmerzen, zervikogenen Kopfschmerzen und postpunktionellem Kopfschmerz eine hohe Wirksamkeit. Bei Migräne wird hingegen kein Unterschied zwischen der reinen Anästhetikagabe und der Kombination mit Steroiden beschrieben.
Kontraindikationen
Absolute Kontraindikationen
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Ablehnung durch die behandelte Person
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Allergie gegen das Lokalanästhetikum
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Offener Schädeldefekt
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Infektion an der Einstichstelle
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Durchführung im Bereich einer Operationswunde (Gefahr der intrakraniellen Infiltration)
Relative Kontraindikationen
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Koagulopathie
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Bekannte Arnold-Chiari-Malformation
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Unfähigkeit, ruhig in sitzender oder liegender Position zu verbleiben
💡Praxis-Tipp
Ein zentraler Sicherheitshinweis der Leitlinie ist die zwingende Aspiration vor der Injektion. Da der Nervus occipitalis major in unmittelbarer Nähe zur Arteria occipitalis verläuft, wird so eine versehentliche intravasale Injektion vermieden. Dies reduziert das Risiko für schwere Komplikationen wie eine systemische Lokalanästhetika-Toxizität.
Häufig gestellte Fragen
Laut Leitlinie tritt die Schmerzlinderung meist nach 20 bis 30 Minuten ein. Die Wirkdauer variiert stark und kann von mehreren Stunden bis zu mehreren Monaten anhalten.
Es wird beschrieben, dass bei Migräne kein Unterschied zwischen reinem Anästhetikum und einer Steroid-Kombination besteht. Bei Cluster-Kopfschmerzen oder zervikogenen Kopfschmerzen ist die Steroid-Zugabe laut Text jedoch sehr effektiv.
Die häufigsten unerwünschten Wirkungen sind Schmerzen, Rötungen und Schwellungen an der Einstichstelle. Zudem beschreibt die Leitlinie mögliche Symptome wie Schwindel, Taubheitsgefühle oder vasovagale Synkopen.
Die anatomische Landmarke befindet sich etwa ein Drittel der Strecke zwischen der Protuberantia occipitalis externa und dem Processus mastoideus. Dies entspricht ungefähr 2 cm unterhalb und 2 cm lateral der Protuberanz.
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Quelle: StatPearls: Occipital Nerve Block (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.