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Rezidivierende akute Rhinosinusitis (RARS): Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die recurrente akute Rhinosinusitis (RARS) ist definiert als das Auftreten von vier oder mehr Episoden einer akuten Rhinosinusitis pro Jahr. Jede dieser Episoden dauert laut Leitlinie mindestens 10 Tage an, wobei zwischen den einzelnen Infekten keine anhaltenden Symptome bestehen.

Die häufigste Ursache sind virale obere Atemwegsinfektionen, die zu einer Schleimhautschwellung und einer mechanischen Obstruktion der Sinusostien führen. Durch den gestörten Sekretabfluss und die eingeschränkte Zilienfunktion wird ein bakterielles Wachstum begünstigt.

Zu den häufigsten bakteriellen Erregern zählen Streptococcus pneumoniae, Haemophilus influenzae und Moraxella catarrhalis. Auch anatomische Besonderheiten wie eine Nasenmuschelhypertrophie oder Septumdeviationen können die Entstehung einer RARS fördern.

Empfehlungen

Die StatPearls-Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen zur Diagnostik und Behandlung der recurrenten akuten Rhinosinusitis (RARS):

Diagnostik

Die Diagnose wird primär klinisch anhand der Anamnese und der körperlichen Untersuchung gestellt. Für die klinische Diagnose müssen laut Leitlinie entweder zwei Major-Kriterien oder ein Major- und zwei Minor-Kriterien erfüllt sein:

Kriterium-KategorieSymptome und klinische Befunde
Major-KriterienEitrige Nasensekretion, Nasenobstruktion, Hyposmie/Anosmie, Fieber, Gesichtsschmerz oder -druck, faziale Kongestion
Minor-KriterienOhrenschmerz oder -druck, Husten, Zahnschmerzen, Fatigue, Halitosis, Kopfschmerzen

Eine routinemäßige bildgebende Diagnostik wird bei einer unkomplizierten RARS nicht empfohlen. Ein nativer CT-Scan der Nasennebenhöhlen ist jedoch indiziert bei Verdacht auf anatomische Anomalien, bei chronischen Verläufen oder zur präoperativen Planung.

Eine nasale Endoskopie sollte bei Patienten mit einseitiger Erkrankung, schweren Symptomen oder bei Therapieversagen unter empirischer Behandlung erfolgen. Bei refraktären Fällen wird die Gewinnung von Kulturen empfohlen, um gezielt behandeln zu können.

Konservative Therapie

Die medizinische Therapie stellt den primären Behandlungsansatz dar. In den ersten sieben Tagen der Symptomatik wird eine symptomatische Behandlung mit nasalen Kochsalzspülungen, topischen Kortikosteroiden und abschwellenden Nasensprays empfohlen.

Eine antibiotische Therapie wird erst empfohlen, wenn die Symptome länger als 7 Tage ohne Besserung anhalten oder sich nach einer anfänglichen Besserung wieder verschlechtern (Double Worsening). Orale Kortikosteroide werden nicht als Monotherapie empfohlen.

Bei Verdacht auf eine allergische Komponente können orale Antihistaminika eingesetzt werden. Leukotrien-Rezeptorantagonisten wie Montelukast bieten sich insbesondere bei Patienten mit begleitendem Asthma oder Nasenpolypen an.

Operative Therapie

Ein chirurgischer Eingriff kann bei Patienten erwogen werden, die nicht auf eine konservative Therapie ansprechen. Dies gilt insbesondere bei dokumentierten anatomischen Anomalien, die mit den Symptomen korrelieren.

Zu den empfohlenen Verfahren zählen die funktionelle endoskopische Nasennebenhöhlenoperation (FESS) sowie die Ballonsinuplastik. Bei obstruktiven Septumdeviationen oder einer Hypertrophie der unteren Nasenmuscheln können eine Septumplastik oder eine Nasenmuschelverkleinerung indiziert sein.

Dosierung

Die Leitlinie nennt folgende spezifische Therapieschemata und Anwendungsdauern:

Indikation / SituationMedikamentenklasseEmpfohlene Dauer
Bakterielle ErstlinientherapieAmoxicillin (mit oder ohne Clavulansäure)5 bis 10 Tage
Penicillin-Allergie / ResistenzenDoxycyclin oder respiratorische FluorchinoloneKeine spezifische Angabe
Topische AbschwellungOxymetazolin, PhenylephrinMaximal 3 bis 5 Tage

Kontraindikationen

Die Leitlinie warnt vor der übermäßigen Anwendung von nasalen Kochsalzspülungen, da dies die natürliche Schleimschicht stören und die Schutzmechanismen der Nasenschleimhaut beeinträchtigen kann.

Zudem wird von der Anwendung oraler Kortikosteroide als Monotherapie bei akuter Rhinosinusitis abgeraten.

Topische Dekongestiva dürfen laut Leitlinie nicht länger als 3 bis 5 aufeinanderfolgende Tage angewendet werden, um eine Rebound-Kongestion (Rhinitis medicamentosa) zu vermeiden.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein wesentlicher Hinweis der Leitlinie ist die strenge Indikationsstellung für Antibiotika, da nur 0,5 bis 2 Prozent der viralen Sinusitiden bakteriell superinfiziert werden. Es wird empfohlen, eine antibiotische Therapie erst zu initiieren, wenn die Symptome länger als 7 Tage ohne Besserung anhalten oder wenn nach einer anfänglichen Besserung eine erneute Verschlechterung der Symptomatik auftritt (Double Worsening).

Häufig gestellte Fragen

Eine routinemäßige CT-Bildgebung wird bei unkomplizierten Verläufen nicht empfohlen. Laut Leitlinie ist ein CT ohne Kontrastmittel jedoch bei Verdacht auf anatomische Anomalien, chronischen Verläufen oder zur präoperativen Planung indiziert.

Die Leitlinie empfiehlt, topische Dekongestiva wie Oxymetazolin auf maximal 3 bis 5 aufeinanderfolgende Tage zu beschränken. Eine längere Anwendung kann zu einer Rebound-Kongestion führen.

Ein Antibiotikum wird empfohlen, wenn die Symptome länger als 7 Tage ohne Besserung bestehen bleiben. Ebenso ist eine Antibiose bei einem sogenannten "Double Worsening", also einer Verschlechterung nach initialer Besserung, indiziert.

Als Erstlinientherapie wird Amoxicillin, wahlweise mit oder ohne Clavulansäure, für eine Dauer von 5 bis 10 Tagen empfohlen. Bei Penicillin-Allergie können Doxycyclin oder respiratorische Fluorchinolone eingesetzt werden.

Die Diagnose erfordert laut Leitlinie das Vorliegen von entweder zwei Major-Kriterien oder einem Major- und zwei Minor-Kriterien. Zu den Major-Kriterien zählen unter anderem eitrige Sekretion, Nasenobstruktion und Gesichtsschmerz.

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Quelle: StatPearls: Recurrent Acute Rhinosinusitis (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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