Cheiralgia Paresthetica (Wartenberg-Syndrom): StatPearls
Hintergrund
Die Cheiralgia Paresthetica, auch als Wartenberg-Syndrom bekannt, ist eine Kompressionsneuropathie des rein sensiblen Ramus superficialis nervi radialis. Die StatPearls-Zusammenfassung beschreibt, dass die Erkrankung vorwiegend mit Schmerzen, Brennen und Parästhesien an der dorsoradialen Seite von Handgelenk und Hand einhergeht.
Ursächlich sind häufig externe Kompressionen durch enge Armbanduhren oder Handschellen sowie iatrogene Verletzungen bei Eingriffen am Handgelenk. Auch repetitive Hyperpronation kann laut Quelle zu einer Einklemmung des Nervs zwischen den Sehnen des Musculus brachioradialis und des Musculus extensor carpi radialis longus führen.
Epidemiologisch handelt es sich um ein seltenes Syndrom, das Frauen etwa viermal häufiger betrifft als Männer. Der Altersgipfel liegt typischerweise zwischen dem 20. und 70. Lebensjahr.
Empfehlungen
Die StatPearls-Zusammenfassung formuliert folgende Kernaspekte zur klinischen Versorgung:
Klinische Untersuchung und Diagnostik
Bei der körperlichen Untersuchung wird ein positiver Tinel-Test über dem Verlauf des Ramus superficialis nervi radialis als häufigster Befund beschrieben. Die Quelle weist darauf hin, dass der Finkelstein-Test bei bis zu 96 % der Betroffenen falsch-positiv ausfallen kann.
Zur weiteren Abklärung werden folgende Modalitäten aufgeführt:
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Elektromyografie (EMG) und Elektroneurografie (ENG): Können eine verlangsamte Nervenleitgeschwindigkeit zeigen, sind jedoch häufig unauffällig.
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Ultraschall: Wird zur Identifikation von Nervenkompressionen und zur Abgrenzung anderer Ursachen von Handgelenksschmerzen herangezogen.
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Diagnostische Nervenblockade: Eine ultraschallgestützte Lokalanästhesie kann zur Bestätigung der Diagnose eingesetzt werden.
Konservative Therapie
Die Behandlung erfolgt primär nicht-operativ, wobei Erfolgsraten von bis zu 71 % berichtet werden. Folgende Maßnahmen werden als Erstlinientherapie beschrieben:
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Entfernung externer Kompressionsquellen (z. B. enge Uhren oder Armbänder).
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Schonung und Vermeidung provokativer Bewegungen wie Hyperpronation.
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Einsatz von NSAR und spezifischen Nervenmedikamenten zur Symptomkontrolle.
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Bei refraktären Verläufen: Anlage einer Daumenschiene und ultraschallgestützte Kortikosteroidinjektionen.
Operative Therapie
Ein chirurgischer Eingriff wird laut Quelle erst nach einem sechsmonatigen frustranen konservativen Therapieversuch in Betracht gezogen. Es wird vor operativen Eingriffen bei schmerzlosen Parästhesien gewarnt, da chirurgische Komplikationen schmerzhafte neurologische Symptome auslösen können.
💡Praxis-Tipp
Die Quelle warnt davor, dass der Finkelstein-Test bei Personen mit Cheiralgia Paresthetica in bis zu 96 % der Fälle falsch-positiv ausfällt. Es wird betont, dass eine sorgfältige Differenzialdiagnostik zur De-Quervain-Tenosynovitis essenziell ist, da beide Erkrankungen auch bei bis zu 50 % der Betroffenen koexistieren können.
Häufig gestellte Fragen
Laut StatPearls klagen Betroffene über brennende oder einschießende Schmerzen, Kribbeln und Parästhesien an der dorsoradialen Seite von Hand und Handgelenk. Eine motorische Schwäche liegt bei dieser rein sensiblen Neuropathie nicht vor.
Die Quelle beschreibt primär konservative Maßnahmen wie das Ablegen einengender Gegenstände, Schonung und die Vermeidung von Hyperpronation. Ergänzend können NSAR, Daumenschienen oder Kortikosteroidinjektionen eingesetzt werden.
Eine chirurgische Dekompression wird gemäß der Zusammenfassung erst erwogen, wenn die konservative Therapie über einen Zeitraum von sechs Monaten erfolglos blieb. Es wird ausdrücklich vor Operationen bei rein schmerzlosen Parästhesien gewarnt.
Das Syndrom entsteht durch eine Kompression des Ramus superficialis nervi radialis. Dieser Nervenast ist rein sensibel und versorgt den dorsoradialen Bereich der Hand.
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Quelle: StatPearls: Cheiralgia Paresthetica (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.