StatPearls2026

Anatomie des M. brachioradialis: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Musculus brachioradialis ist ein Muskel des posterioren Kompartiments des Unterarms, der funktionell jedoch als Beuger agiert. Er ist neben dem Musculus supinator einer von zwei Muskeln der Streckergruppe, die das Handgelenk nicht überqueren.

Die Innervation erfolgt durch den Nervus radialis, primär über die Nervenwurzeln C5 und C6. Eine Schwäche des Muskels oder ein verminderter Sehnenreflex deuten daher auf eine Läsion des Nervus radialis und nicht auf eine Schädigung des Nervus medianus oder ulnaris hin.

Klinisch und chirurgisch ist der Muskel besonders bei der Rekonstruktion von Handdefekten, Sehnentransfers und der Karpaltunnelspaltung von Bedeutung. Zudem dient er als wichtiger anatomischer Orientierungspunkt bei volaren chirurgischen Zugängen am Unterarm.

Empfehlungen

Die StatPearls-Zusammenfassung beschreibt folgende klinische und anatomische Kernaspekte:

Anatomie und Funktion

  • Der Muskel entspringt an der lateralen Crista supracondylaris humeri und setzt am Processus styloideus radii an.

  • Er fungiert primär als Ellenbogenbeuger und stabilisiert den Unterarm während der Flexion.

  • Abhängig von der Ausgangsstellung wirkt er als Pronator (aus der Supination) oder als Supinator (aus der Pronation).

Klinische Diagnostik und Reflexprüfung

  • Der Brachioradialis-Reflex wird zur klinischen Überprüfung des Spinalnervs C6 herangezogen.

  • Ein invertierter Radialreflex (ipsilaterale Fingerflexion beim Beklopfen der Sehne) kann auf eine C6-Radikulopathie durch einen Bandscheibenvorfall hindeuten.

  • Bei einer Verletzung des Nervus radialis ist der M. brachioradialis der erste Muskel, der motorische Kraft zurückerlangt.

Wartenberg-Syndrom

  • Das Syndrom entsteht durch eine Kompression des Ramus superficialis des Nervus radialis zwischen dem M. brachioradialis und dem M. extensor carpi radialis longus.

  • Typische Symptome sind brennende Schmerzen und Parästhesien am Handrücken, Handgelenk sowie an Daumen, Zeige- und Mittelfinger.

  • Die Beschwerden werden häufig durch Unterarmpronation, enge Armbänder oder Gipsverbände provoziert.

Chirurgische Aspekte

  • Beim volaren Zugang (Henry-Zugang) zur distalen Radiusfraktur markiert der Muskel wichtige internervöse Schichten.

  • Eine operative Ablösung des M. brachioradialis zur Erleichterung der Frakturreposition führt laut Text zu keinem klinisch signifikanten Funktionsverlust in Handgelenk oder Ellenbogen.

  • Bei einem ausbleibenden motorischen Funktionsgewinn nach einer Nervus-radialis-Läsion wird nach 6 Monaten eine chirurgische Exploration empfohlen.

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💡Praxis-Tipp

Laut Text ist der Musculus brachioradialis der erste Muskel, der nach einer Verletzung des Nervus radialis (beispielsweise bei einer Humerusschaftfraktur) reinnerviert wird. Es wird beschrieben, dass die Überprüfung seiner Funktion ein essenzieller klinischer Parameter ist, um die Erholung des Nervs im Verlauf zu überwachen. Wenn nach sechs Monaten keine Kraftrückkehr zu verzeichnen ist, wird eine chirurgische Exploration als notwendig erachtet.

Häufig gestellte Fragen

Der Muskel wird vom Nervus radialis innerviert, wobei die Hauptanteile aus den Spinalnerven C5 und C6 stammen. Eine isolierte Schwäche spricht laut Text daher für eine Radialis- und nicht für eine Medianus- oder Ulnarisläsion.

Das Wartenberg-Syndrom äußert sich durch brennende Schmerzen und Parästhesien über dem dorsalen Handgelenk, dem Daumen sowie dem Zeige- und Mittelfinger. Es handelt sich um ein rein sensorisches Defizit, das durch Kompression des Ramus superficialis des Nervus radialis entsteht.

Der Text gibt an, dass sich ein geschädigter Nervus radialis mit einer Geschwindigkeit von etwa 1 mm pro Tag erholt. Der Musculus brachioradialis wird typischerweise innerhalb von drei bis vier Monaten reinnerviert.

Die Hauptfunktion ist die Flexion im Ellenbogengelenk. Zudem wirkt er bei supiniertem Unterarm als Pronator und bei proniertem Unterarm als Supinator.

Wenn das Beklopfen der distalen Brachioradialis-Sehne eine ipsilaterale Fingerbeugung auslöst, wird dies als invertierter Radialreflex bezeichnet. Dies kann laut Text auf eine C6-Radikulopathie, beispielsweise durch einen zervikalen Bandscheibenvorfall, hindeuten.

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Quelle: StatPearls: Anatomy, Shoulder and Upper Limb, Forearm Brachioradialis Muscle (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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