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Plexus-coeliacus-Blockade: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Plexus-coeliacus-Blockade (CPB) ist ein interventionelles Verfahren zur Behandlung von therapierefraktären, viszeralen Bauchschmerzen. Laut StatPearls zielt die Blockade auf das komplexe Nervengeflecht auf Höhe der Wirbelkörper T12 und L1 ab.

Der Plexus coeliacus innerviert zahlreiche abdominelle Organe, darunter Leber, Gallenblase, Magen, Pankreas, Milz und Teile des Darms. Die Intervention wird primär eingesetzt, um afferente nozizeptive Fasern auszuschalten und so die Schmerzweiterleitung zu unterbrechen.

Besonders bei malignen Erkrankungen wie dem Pankreaskarzinom hat sich das Verfahren bewährt. Es wird beschrieben, dass die Blockade den Opioidverbrauch signifikant senken und die Lebensqualität der Betroffenen deutlich verbessern kann.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernaspekte zur Durchführung der Blockade:

Indikation und Patientenauswahl

Als Hauptindikation werden therapierefraktäre abdominelle Schmerzen genannt, die auf konservative Analgetika nicht ausreichend ansprechen. Der Einsatz bei chronischer Pankreatitis wird in der Literatur hingegen kontrovers diskutiert.

Für die Auswahl des Injektats wird folgende Unterscheidung empfohlen:

  • Lokalanästhetika und Steroide bei benignen Erkrankungen

  • Neurolytische Substanzen (bevorzugt Alkohol) bei malignen Neoplasien wie dem Pankreaskarzinom

Vorbereitung und Bildgebung

Es wird dringend empfohlen, den Eingriff unter bildgebender Kontrolle durchzuführen. Hierfür kommen Computertomographie (CT), Fluoroskopie oder Endosonographie in Frage.

Vor einer definitiven Neurolyse sollte gemäß Leitlinie immer eine diagnostische Blockade mit einem Lokalanästhetikum erfolgen. Dies dient der Bestätigung der tatsächlichen Schmerzlinderung durch die Blockade.

Zugangswege

Der Text beschreibt zwei primäre Techniken für die Durchführung der Intervention:

  • Posteriorer paraaortaler Zugang: Der Patient befindet sich in Bauchlage. Die Nadel wird unterhalb der 12. Rippe in Richtung des prävertebralen Raums (T12-L1) vorgeschoben.

  • Anteriorer paraaortaler Zugang: Der Patient liegt in Rückenlage. Die Nadel wird transabdominal bis vor die Aorta geführt.

Der anteriore Zugang wird besonders für Patienten empfohlen, die nicht auf dem Bauch liegen können, starke Schmerzen haben oder kürzlich am Abdomen operiert wurden.

Kontraindikationen

Laut Text müssen vor der Durchführung verschiedene Kontraindikationen und Risikofaktoren evaluiert werden. Folgende Zustände stellen ein erhöhtes Risiko dar:

  • Koagulopathien und Thrombozytopenie (erhöhtes Blutungsrisiko)

  • Immunsuppression, beispielsweise durch laufende Chemotherapie oder Bestrahlung (erhöhtes Infektionsrisiko)

  • Lokale Infektionen im Bereich der geplanten Einstichstelle

Zudem wird vor potenziellen Gefäßverletzungen oder Traumata an umliegenden Organen gewarnt. Dies gilt insbesondere bei Vorliegen von Tumorerkrankungen, bei denen immer an mögliche Metastasen im Punktionsgebiet gedacht werden muss.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie weist darauf hin, dass eine orthostatische Hypotension die häufigste Komplikation der Plexus-coeliacus-Blockade darstellt. Es wird empfohlen, dieser durch eine adäquate intravenöse Hydratation vorzubeugen. Zudem wird betont, dass postinterventionell häufig eine Diarrhö auftritt, welche durch die unkontrollierte parasympathische Aktivität nach der Sympathikusblockade verursacht wird.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls versorgt der Plexus coeliacus unter anderem Leber, Gallenblase, Magen, Pankreas, Milz, Nieren sowie den Dünndarm und die ersten zwei Drittel des Dickdarms. Er reguliert dort die Durchblutung, Motilität und Schmerzwahrnehmung.

Die Leitlinie empfiehlt die neurolytische Blockade, meist unter Verwendung von Alkohol, primär bei malignen Tumorerkrankungen wie dem Pankreaskarzinom. Bei benignen Schmerzsyndromen wird stattdessen die temporäre Blockade mit Lokalanästhetika und Steroiden beschrieben.

Es wird dringend empfohlen, den Eingriff unter CT- oder Durchleuchtungskontrolle (Fluoroskopie) durchzuführen, um Verletzungen zu vermeiden. Alternativ wird auch die endoskopisch-ultraschallgesteuerte (EUS) Technik als sehr effektiv und sicher beschrieben.

Als häufigste Komplikation nennt der Text die orthostatische Hypotension. Weitere bekannte Nebenwirkungen sind Diarrhö, lokale Blutungen, Pneumothorax sowie in sehr seltenen Fällen eine Paraplegie.

Die Diarrhö entsteht laut Leitlinie durch die tiefgreifende sympathische Denervierung des Gastrointestinaltrakts. Dies führt zu einer ungebremsten Aktivität des Parasympathikus und damit zu einer gesteigerten Darmperistaltik.

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Quelle: StatPearls: Celiac Plexus Block (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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