StatPearls2026OrthopädieChirurgie

Hamatumfraktur: Diagnostik, Klassifikation und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Hamatumfrakturen (Hakenbeinbrüche) sind seltene Verletzungen, die etwa 2 bis 4 % aller Karpalfrakturen ausmachen. Sie betreffen häufig junge, aktive Patienten und werden oft fehldiagnostiziert oder mit einfachen Handgelenksverstauchungen verwechselt.

Die Verletzungen werden anatomisch in zwei Hauptgruppen unterteilt: Frakturen des Hamatumhakens (Hamulus ossis hamati) und Frakturen des Hamatumkörpers. Hakenfrakturen entstehen meist durch wiederholte Mikrotraumata bei Sportarten mit festem Griff, wie Tennis, Baseball oder Golf.

Körperfrakturen sind seltener und resultieren in der Regel aus Hochrasanztraumata, direkten Schlägen oder starker dorsopalmarer Kompression. Sie gehen häufig mit weiteren Karpalfrakturen oder Luxationen einher.

Empfehlungen

Der StatPearls-Text formuliert folgende Kernaspekte zur Diagnostik und Therapie von Hamatumfrakturen:

Klassifikation

Die Frakturen werden nach ihrer anatomischen Lokalisation eingeteilt:

FrakturtypBeschreibungAssoziierte Verletzungen
Typ 1Fraktur des HamatumhakensVerletzung der A. ulnaris oder des N. ulnaris
Typ 2aKörperfraktur (koronal)Fraktur-Luxation des 4./5. Mittelhandknochens
Typ 2bKörperfraktur (transversal)Perilunäre Fraktur-Luxation (Greater Arc)

Diagnostik

Bei Verdacht auf eine Hakenfraktur wird die Durchführung des sogenannten Pull-Tests beschrieben. Dabei löst eine aktive Flexion der distalen Interphalangealgelenke des Ring- und kleinen Fingers Schmerzen aus.

In der konventionellen Röntgendiagnostik (a.p.- und seitliche Aufnahmen) wird auf eine Unterbrechung des "Ringzeichens" oder einen Dichteverlust an der Hakenbasis geachtet.

Da Standardröntgenaufnahmen eine hohe Falsch-negativ-Rate (Sensitivität von 70 %) aufweisen, wird zur genauen Diagnosestellung häufig eine CT-Untersuchung (Sensitivität von 100 %) empfohlen. Eine MRT-Untersuchung ist laut Text nur bei chronischen Verläufen zur Beurteilung einer avaskulären Nekrose erforderlich.

Konservative und operative Therapie

Die Wahl der Therapie richtet sich nach dem Frakturtyp und dem Dislokationsgrad:

  • Bei akuten, nicht dislozierten Haken- und Körperfrakturen wird eine Ruhigstellung im Gips für sechs Wochen beschrieben.

  • Für akute, dislozierte Hakenfrakturen gilt die Exzision des Knochenfragments als Goldstandard, alternativ wird eine offene Reposition und interne Fixation (ORIF) genannt.

  • Bei dislozierten Körperfrakturen wird eine ORIF mittels Kirschner-Drähten, Gitterplatten oder kopflosen Kompressionsschrauben empfohlen.

  • Bei chronischen Schmerzen oder Pseudarthrosen (Non-Union) wird eine operative Fixation mit Knochentransplantation beschrieben.

Spezifische Operationsindikationen

Der Text nennt klare Indikationen für ein chirurgisches Vorgehen. Dazu zählen dislozierte Frakturen, Pseudarthrosen, Kompressionen des N. ulnaris oder N. medianus sowie der A. ulnaris.

Ebenso stellen Sehnenrupturen und Subluxationen der Metakarpalia eine Operationsindikation dar. Bei Leistungssportlern wird auch bei nicht dislozierten Frakturen häufig eine frühe operative Versorgung erwogen, um eine schnellere Rückkehr zum Sport zu ermöglichen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fallstrick ist die hohe Falsch-negativ-Rate von 30 % bei konventionellen Röntgenaufnahmen. Bei anhaltenden ulnarseitigen Handgelenksschmerzen, insbesondere bei Sportlern, wird daher eine großzügige Indikationsstellung zur CT-Diagnostik empfohlen, um eine verzögerte Diagnose und Komplikationen wie Pseudarthrosen oder Sehnenrupturen zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls entsteht diese Fraktur meist durch wiederholte Stöße bei Sportarten, die einen festen Griff erfordern. Dazu zählen insbesondere Tennis, Baseball und Golf.

Es wird ein chronischer Schmerz auf der Ulnarseite des Handgelenks beschrieben, oft begleitet von Parästhesien im Ring- und kleinen Finger. Zudem kann der Pull-Test (Schmerz bei aktiver Beugung der distalen Fingergelenke) positiv ausfallen.

Der Text nennt dislozierte Frakturen, Pseudarthrosen, Nerven- oder Gefäßkompressionen sowie Sehnenrupturen als klare Operationsindikationen. Bei Sportlern wird auch bei nicht dislozierten Hakenfrakturen oft eine frühe Operation erwogen.

Zu den beschriebenen Komplikationen zählen Pseudarthrosen, posttraumatische Arthrose und Rupturen der tiefen Beugesehnen. Auch das Hypothenar-Hammer-Syndrom (Thrombose der A. ulnaris) oder Nervenkompressionen sind möglich.

Bei nicht dislozierten Frakturen wird eine Ruhigstellung im Gips für sechs Wochen empfohlen. Die vollständige Knochenheilung dauert in der Regel etwa acht Wochen.

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Quelle: StatPearls: Hamate Fractures (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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