StatPearls2026

Ösophagogastroduodenoskopie (ÖGD): StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Ösophagogastroduodenoskopie (ÖGD) ist ein zentrales diagnostisches und therapeutisches Verfahren in der Gastroenterologie. Laut der StatPearls-Leitlinie ermöglicht sie die direkte Visualisierung des oberen Gastrointestinaltrakts, einschließlich Ösophagus, Magen und Duodenum.

Das Verfahren gilt als sehr sicher, wobei schwere Komplikationen in weniger als 2 % der Fälle auftreten. Technologische Fortschritte wie hochauflösende Endoskope und optischer Zoom haben die diagnostische Genauigkeit weiter verbessert.

Die Leitlinie betont die Wichtigkeit von Qualitätsindikatoren, Dokumentation und Biopsieprotokollen. Eine interprofessionelle Zusammenarbeit ist entscheidend, um die klinischen Ergebnisse zu maximieren und Risiken zu minimieren.

Empfehlungen

Die StatPearls-Leitlinie nennt vielfältige diagnostische und therapeutische Indikationen für eine ÖGD.

Diagnostische und therapeutische Indikationen

Zu den diagnostischen Indikationen gehören:

  • Anhaltende Oberbauchschmerzen oder Alarmsymptome wie Gewichtsverlust

  • Dysphagie, Odynophagie oder refraktäre gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD)

  • Abklärung von gastrointestinalen Blutungen, unerklärlicher Anämie oder Malabsorption

  • Screening und Überwachung von Barrett-Ösophagus, Ösophagusvarizen oder prämalignen Läsionen

Therapeutisch wird die ÖGD unter anderem zur Blutstillung, Fremdkörperentfernung, Stentplatzierung und für endoskopische Resektionen eingesetzt.

Vorbereitung und Medikation

Vor dem elektiven Eingriff wird eine Nüchternheit von mindestens 2 Stunden für klare Flüssigkeiten und 6 Stunden für leichte Mahlzeiten empfohlen. Das periinterventionelle Management von Antithrombotika richtet sich nach dem Blutungsrisiko des Eingriffs und dem kardiovaskulären Risiko der behandelten Person.

Eine routinemäßige Antibiotikaprophylaxe wird laut Leitlinie nicht empfohlen. Ausnahmen bilden spezifische Situationen:

  • Anlage einer perkutanen endoskopischen Gastrostomie (PEG) oder Jejunostomie (PEJ)

  • Zirrhose mit aktiver gastrointestinaler Blutung

  • Hochrisiko-Herzerkrankungen oder etablierte gastrointestinale Infektionen mit Verdacht auf Enterokokken

Durchführung und Überwachung

Vor Beginn der Prozedur ist ein obligatorisches "Time-Out" durchzuführen, um Identität, Eingriff und Ausrüstung zu bestätigen. Die Untersuchung erfolgt bevorzugt in linksseitiger Seitenlage unter Sedierung, häufig mit Propofol.

Die Leitlinie empfiehlt eine systematische Inspektion von Ösophagus, Magen und Duodenum, einschließlich einer Retroflexion zur Beurteilung von Kardia und Fundus. Bei Verdacht auf Pathologien wie Barrett-Ösophagus oder Zöliakie sollten gezielte Biopsien entnommen werden, auch wenn die Mukosa makroskopisch unauffällig erscheint.

Kontraindikationen

Die Leitlinie definiert mehrere absolute und relative Kontraindikationen für die Durchführung einer ÖGD.

Zu den absoluten Kontraindikationen zählen:

  • Verdacht auf oder bekannte Perforation eines Hohlorgans

  • Schwere kardiopulmonale Instabilität (z. B. frischer Myokardinfarkt, dekompensierte Herzinsuffizienz)

  • Blutungsstörungen ohne Faktorenprophylaxe

  • Toxisches Megakolon bei klinischer Instabilität

  • Fehlende Einwilligung oder fehlende Kooperation

Als relative Kontraindikationen werden unter anderem schwere Neutropenie, Koagulopathie und ein unbehandelter schwerer hämodynamischer Schock genannt. Zudem stellt die Einnahme von Antikoagulanzien bei Hochrisikoeingriffen eine relative Kontraindikation dar, sofern das Blutungsrisiko den kardiovaskulären Nutzen übersteigt.

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💡Praxis-Tipp

Ein wichtiger Praxisaspekt der Leitlinie ist die Entnahme von Gewebeproben bei makroskopisch unauffälliger Mukosa. Es wird darauf hingewiesen, dass bei klinischem Verdacht auf Erkrankungen wie Zöliakie, Morbus Whipple oder eosinophile Ösophagitis Biopsien entnommen werden sollten, da diese Pathologien visuell nicht immer erkennbar sind. Zudem wird betont, dass kardiopulmonale Ereignisse die häufigsten sedierungsbedingten Komplikationen darstellen und eine sorgfältige Überwachung erfordern.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird eine Nüchternheit von mindestens 2 Stunden für klare Flüssigkeiten und 6 Stunden für leichte Mahlzeiten empfohlen. Bei Notfällen oder verzögerter Magenentleerung muss das Aspirationsrisiko individuell bewertet werden.

Eine routinemäßige Antibiotikaprophylaxe wird gemäß der Leitlinie nicht empfohlen. Sie ist jedoch bei bestimmten Indikationen wie der PEG-Anlage oder bei Zirrhose mit aktiver Blutung indiziert.

Die Fortführung von Antithrombotika hängt vom Blutungsrisiko des spezifischen Eingriffs und dem kardiovaskulären Risiko ab. Bei risikoarmen diagnostischen Eingriffen gilt die Fortführung von Aspirin und Clopidogrel im Allgemeinen als sicher.

Schwere Komplikationen treten in weniger als 2 % der Fälle auf. Die häufigsten unerwünschten Ereignisse sind sedierungsbedingt, während verfahrensspezifische Risiken wie Blutungen oder Perforationen sehr selten sind.

Die Untersuchung wird bevorzugt in linksseitiger Seitenlage mit gebeugtem Nacken durchgeführt. Bei der Anlage einer PEG-Sonde wird hingegen die Rückenlage mit um mindestens 30 Grad erhöhtem Oberkörper gewählt.

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Quelle: StatPearls: Esophagogastroduodenoscopy (EGD) (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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