StatPearls2026

Zervizitis: StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Zervizitis ist eine Entzündung des Säulenepithels der Endozervix. Sie wird laut StatPearls in eine akute, meist infektiöse Form und eine chronische, oft nicht-infektiöse Form unterteilt.

Zu den häufigsten infektiösen Auslösern gehören Chlamydia trachomatis und Neisseria gonorrhoeae, die für 30 bis 50 Prozent der infektiösen Fälle verantwortlich sind. Weitere Erreger umfassen Mycoplasma genitalium, das Herpes-simplex-Virus (HSV) und Trichomonas vaginalis.

Nicht-infektiöse Ursachen können mechanische Traumata, chemische Irritanzien oder systemische Entzündungserkrankungen sein. Bis zu 80 Prozent der betroffenen Frauen sind asymptomatisch, weshalb die Erkrankung häufig unentdeckt bleibt.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen zur Diagnostik und Therapie:

Diagnostik

Bei klinischem Verdacht auf eine Zervizitis wird die Durchführung eines Nukleinsäure-Amplifikationstests (NAAT) empfohlen. Dieser gilt als sensitivste und spezifischste Methode für den Nachweis von Chlamydien und Gonokokken.

Zusätzlich wird eine Untersuchung auf Trichomonas vaginalis und bakterielle Vaginose empfohlen. Ein routinemäßiger Test auf HSV wird laut Leitlinie nicht empfohlen, es sei denn, es besteht ein hoher klinischer Verdacht.

Empirische Therapie

Eine empirische Therapie wird für Frauen mit einem erhöhten Risiko für sexuell übertragbare Infektionen (STI) empfohlen. Dazu zählen Frauen unter 25 Jahren, Personen mit neuen oder wechselnden Sexualpartnern sowie bei unregelmäßiger Kondomnutzung.

Bei Frauen mit geringem STI-Risiko kann die Behandlung bis zum Vorliegen der Testergebnisse aufgeschoben werden.

Partnerbehandlung und Nachsorge

Sexualpartner, die in den vorangegangenen 3 bis 6 Monaten exponiert waren, sollten laut Leitlinie ebenfalls behandelt werden. Es wird empfohlen, bis zum Abschluss der siebentägigen Therapie beider Partner auf sexuelle Aktivitäten zu verzichten.

Aufgrund hoher Reinfektionsraten wird nach einer Behandlung von Chlamydien, Gonokokken oder Trichomonaden eine erneute Testung nach 3 Monaten empfohlen.

Dosierung

IndikationMedikamentDosierungDauer und Hinweise
Empirische TherapieDoxycyclin100 mg p.o. 2x täglich7 Tage
Empirische Therapie (Gonorrhoe-Risiko)Ceftriaxon500 mg i.m.Einmaldosis (zusätzlich zu Doxycyclin)
ChlamydienDoxycyclin100 mg p.o. 2x täglich7 Tage (Alternativ: Azithromycin 1 g p.o. als Einmaldosis)
GonorrhoeCeftriaxon500 mg i.m.Einmaldosis (1 g bei >150 kg Körpergewicht)
Mycoplasma genitalium (Makrolid-resistent)Doxycyclin gefolgt von MoxifloxacinDoxycyclin 100 mg p.o. 2x tgl. (Tag 1-7), dann Moxifloxacin 400 mg p.o. 1x tgl. (Tag 8-14)2-Stufen-Therapie
TrichomonadenMetronidazol500 mg p.o. 2x täglich7 Tage
Bakterielle VaginoseMetronidazol500 mg p.o. 2x täglich7 Tage (Alternativ: 0,75% Gel intravaginal 1x tgl. für 5 Tage)
Herpes-simplex-VirusAciclovir400 mg p.o. 3x täglich7 bis 10 Tage

Kontraindikationen

Bei einer schweren Allergie gegen Penicilline oder Cephalosporine wird als alternative empirische Therapie eine Einmaldosis von 1 g Azithromycin oral empfohlen.

Die Leitlinie warnt davor, ein Intrauterinpessar (IUP) während einer aktiven Zervizitis-Infektion neu einzulegen. Ein bereits liegendes IUP kann jedoch während der Behandlung belassen werden.

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💡Praxis-Tipp

Da bis zu 80 Prozent der Patientinnen mit einer Zervizitis asymptomatisch sind, schließt ein unauffälliger körperlicher Untersuchungsbefund eine Infektion nicht aus. Zudem wird betont, dass bei ausbleibender Partnerbehandlung ein hohes Risiko für Reinfektionen und schwerwiegende Komplikationen wie eine Beckenentzündung (PID) besteht.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie sind Chlamydia trachomatis und Neisseria gonorrhoeae für 30 bis 50 Prozent der infektiösen Fälle verantwortlich. Weitere mögliche Erreger sind Mycoplasma genitalium, Trichomonaden und das Herpes-simplex-Virus.

Eine empirische Therapie wird bei Frauen mit einem erhöhten Risiko für sexuell übertragbare Infektionen empfohlen. Dazu zählen Patientinnen unter 25 Jahren, bei neuen Sexualpartnern oder bei unregelmäßiger Kondomnutzung.

Aufgrund hoher Resistenzraten wird eine zweistufige Therapie empfohlen. Diese besteht aus Doxycyclin für 7 Tage, gefolgt von Moxifloxacin für weitere 7 Tage, sofern keine Resistenztestung vorliegt.

Die Leitlinie gibt an, dass ein bereits liegendes Intrauterinpessar während der Behandlung belassen werden kann. Eine Neu-Einlage sollte jedoch erst nach erfolgreicher Therapie der aktiven Infektion erfolgen.

Nach der Behandlung von Chlamydien, Gonokokken oder Trichomonaden wird eine erneute Testung nach 3 Monaten empfohlen. Dies wird mit den hohen Reinfektionsraten bei diesen Erregern begründet.

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Quelle: StatPearls: Cervicitis (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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