StatPearls2026

Pelvic Inflammatory Disease (PID): StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Pelvic Inflammatory Disease (PID) ist eine infektiöse Entzündung des oberen weiblichen Genitaltrakts, die den Uterus, die Eileiter und die Ovarien betreffen kann. Es handelt sich typischerweise um eine aufsteigende Infektion aus dem unteren Genitaltrakt.

In den meisten Fällen wird die Erkrankung durch sexuell übertragbare Erreger wie Neisseria gonorrhoeae, Chlamydia trachomatis und Mycoplasma genitalium verursacht. Auch Erreger der bakteriellen Vaginose spielen häufig eine Rolle bei der Pathogenese.

Unbehandelt kann eine PID zu schweren Langzeitkomplikationen führen. Dazu gehören chronische Beckenschmerzen, Infertilität und ein erhöhtes Risiko für ektope Schwangerschaften durch entzündliche Vernarbungen der Eileiter.

Empfehlungen

Die StatPearls-Zusammenfassung formuliert folgende Kernaspekte zur klinischen Versorgung:

Diagnostik

Die Diagnose einer PID wird laut Leitlinie primär klinisch gestellt. Ein Verdacht besteht bei Patientinnen mit Unterbauch- oder Beckenschmerzen in Kombination mit einem Druckschmerz der Zervix, des Uterus oder der Adnexen bei der bimanualen Untersuchung.

Zur weiteren Abklärung wird Folgendes empfohlen:

  • Durchführung eines Schwangerschaftstests zum Ausschluss einer ektopen Schwangerschaft

  • Nukleinsäure-Amplifikationstests (NAAT) auf C. trachomatis, N. gonorrhoeae und, falls verfügbar, M. genitalium

  • Mikroskopische Untersuchung auf bakterielle Vaginose

  • Testung auf weitere sexuell übertragbare Infektionen wie HIV und Syphilis

Ein Beckenultraschall ist bei akuten Schmerzen oder tastbaren Adnexraumforderungen indiziert. Dies dient insbesondere dem Ausschluss eines Tuboovarialabszesses.

Therapiebeginn und Hospitalisierung

Es wird betont, dass die antibiotische Therapie bei klinischem Verdacht sofort begonnen werden sollte, ohne auf Laborergebnisse zu warten.

Eine stationäre Behandlung wird in folgenden Situationen empfohlen:

  • Schwangerschaft

  • Versagen einer ambulanten Therapie

  • Schwere klinische Symptomatik (z. B. Übelkeit, Erbrechen, Fieber über 38,5 °C)

  • Vorliegen eines Tuboovarialabszesses oder möglicher chirurgischer Interventionsbedarf

Partnerbehandlung und Prävention

Die Sexualpartner von Patientinnen mit STI-assoziierter PID sollten evaluiert und mitbehandelt werden, um Reinfektionen zu vermeiden.

Zudem wird ein jährliches Screening auf Gonorrhö und Chlamydien für alle sexuell aktiven Frauen unter 25 Jahren empfohlen. Dies gilt auch für ältere Frauen mit entsprechenden Risikofaktoren.

Dosierung

Die Leitlinie zitiert die CDC-Richtlinien (2021) für die empirische antibiotische Therapie der PID. Nach 24 bis 48 Stunden klinischer Besserung kann bei stationären Patientinnen auf eine rein orale Therapie umgestellt werden, um eine Gesamtdauer von 14 Tagen zu erreichen.

Ambulante Therapie (Bevorzugtes Schema)

MedikamentDosierungDauer/Hinweis
Ceftriaxon500 mg IM (1 g bei über 150 kg Körpergewicht)Einmalig
Doxycyclin100 mg p.o. zweimal täglich14 Tage
Metronidazol500 mg p.o. zweimal täglich14 Tage

Alternativ zu Ceftriaxon kann einmalig Cefoxitin (2 g IM) in Kombination mit Probenecid (1 g p.o.) verabreicht werden.

Stationäre Therapie (Beispiele für empirische Schemata)

MedikamentenkombinationDosierung
Ceftriaxon + Doxycyclin + MetronidazolCeftriaxon 1 g IV alle 24h + Doxycyclin 100 mg p.o./IV alle 12h + Metronidazol 500 mg IV/p.o. alle 12h
Cefotetan + DoxycyclinCefotetan 2 g IV alle 12h + Doxycyclin 100 mg p.o./IV alle 12h
Cefoxitin + DoxycyclinCefoxitin 2 g IV alle 6h + Doxycyclin 100 mg p.o./IV alle 12h
Clindamycin + GentamicinClindamycin 900 mg IV alle 8h + Gentamicin 3-5 mg/kg IV einmal täglich
Frage zu dieser Leitlinie stellen...

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt davor, den Beginn der antibiotischen Therapie bis zum Eintreffen der Laborergebnisse zu verzögern. Es wird betont, dass eine frühzeitige empirische Behandlung bei klinischem Verdacht essenziell ist, um das Risiko für Langzeitkomplikationen wie Infertilität oder chronische Beckenschmerzen zu minimieren. Zudem wird darauf hingewiesen, dass auch negative Testergebnisse (z. B. Abstriche) eine PID nicht sicher ausschließen.

Häufig gestellte Fragen

Die Diagnose wird laut Leitlinie primär klinisch gestellt. Ein Verdacht ist gerechtfertigt, wenn bei der bimanualen Untersuchung ein Druckschmerz der Zervix, des Uterus oder der Adnexen vorliegt.

In den meisten Fällen wird die Erkrankung durch sexuell übertragbare Bakterien wie Neisseria gonorrhoeae und Chlamydia trachomatis ausgelöst. Auch Mycoplasma genitalium und Erreger der bakteriellen Vaginose sind häufig beteiligt.

Eine stationäre Aufnahme wird unter anderem bei Schwangerschaft, schweren Symptomen wie hohem Fieber oder Erbrechen sowie beim Vorliegen eines Tuboovarialabszesses empfohlen. Auch ein Versagen der ambulanten Therapie ist eine Indikation zur Hospitalisierung.

Die Leitlinie empfiehlt eine antibiotische Gesamtdauer von 14 Tagen. Dies gilt sowohl für die ambulante Therapie als auch für die sequenzielle Behandlung nach initialer intravenöser Gabe im Krankenhaus.

Das Fitz-Hugh-Curtis-Syndrom ist eine Komplikation der PID, bei der sich die Leberkapsel entzündet (Perihepatitis). Dies äußert sich typischerweise durch starke Schmerzen im rechten Oberbauch, die in die rechte Schulter ausstrahlen können.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: StatPearls: Pelvic Inflammatory Disease (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien