StatPearls2026

Atopische Dermatitis: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die atopische Dermatitis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung und Teil der atopischen Trias. Laut der StatPearls-Leitlinie führen genetische Faktoren wie Filaggrin-Mutationen in Kombination mit Umwelteinflüssen zu einer gestörten Hautbarriere.

Diese Barrierefunktionseinschränkung ermöglicht das Eindringen von Allergenen und Irritanzien. Dies löst in akuten Läsionen eine Th2-vermittelte und in chronischen Läsionen eine Th1-vermittelte Immunantwort aus.

Die Erkrankung betrifft 10 bis 30 Prozent der Kinder und 2 bis 10 Prozent der Erwachsenen in Industrieländern. Die Leitlinie unterteilt die atopische Dermatitis anhand des Erkrankungsbeginns in drei Subtypen:

SubtypAlter bei BeginnKlinische Besonderheiten
Early-onsetGeburt bis 2 JahreHäufigste Form (60 % der Fälle); 60 % remittieren bis zum 12. Lebensjahr
Late-onsetNach Beginn der Pubertät-
Senile onsetÜber 60 JahreUngewöhnliche Unterform

Zusätzlich wird betont, dass über 90 Prozent der Betroffenen eine Kolonisation mit Staphylococcus aureus aufweisen. Dies kann die Entzündung verschlimmern und zu Sekundärinfektionen führen.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen zur Diagnostik und Therapie:

Diagnostik

Die Diagnose wird primär klinisch anhand der typischen Verteilungsmuster in den jeweiligen Altersgruppen gestellt. Bei therapieresistenten Fällen im Kindesalter wird eine Testung auf spezifische IgE-Antikörper empfohlen.

Die Leitlinie klassifiziert die einzelnen Hautläsionen in drei klinische Stadien:

LäsionsstadiumKlinische Merkmale
AkutÖdematöse, erythematöse Papeln und Plaques, Vesikel, Krustenbildung
SubakutErytheme, Schuppung, variable Krustenbildung
ChronischDicke Plaques mit Lichenifikation und Schuppung

Basistherapie und Triggervermeidung

Eine konsequente Basistherapie bildet das Fundament der Behandlung. Es werden folgende Maßnahmen empfohlen:

  • Tägliche Hautpflege mit Emollientien (zweimal täglich, idealerweise innerhalb von drei Minuten nach dem Baden).

  • Vermeidung von Triggern wie Wolle, extremen Temperaturen, bestimmten Seifen und Nahrungsmittelallergenen.

  • Einsatz von Bleichbädern ein- bis zweimal wöchentlich zur Reduktion der bakteriellen Kolonisation.

Topische Therapie

Für die medikamentöse Lokaltherapie gibt die Leitlinie klare Präferenzen vor:

  • Topische Glukokortikoide gelten als Mittel der ersten Wahl bei akuten Schüben.

  • Steroide sollten vor den Emollientien aufgetragen werden, um ihre Wirkung in der Haut einzuschließen.

  • Für empfindliche Areale (Gesicht, Intertrigines) wird der Einsatz von Calcineurininhibitoren (Tacrolimus, Pimecrolimus) empfohlen.

  • Crisaborol wird als nicht-steroidale Option für leichte bis mittelschwere Formen aufgeführt.

Systemische Therapie

Bei unzureichender Kontrolle durch topische Wirkstoffe empfiehlt die Leitlinie eine Eskalation der Therapie. Als systemische Optionen werden Phototherapie, Cyclosporin, Azathioprin, Mycophenolatmofetil oder Methotrexat genannt. Zudem wird Dupilumab als zielgerichtete Biologika-Therapie aufgeführt.

Kontraindikationen

Laut Leitlinie darf Cyclosporin nicht gleichzeitig mit einer Phototherapie angewendet werden.

Zudem wird bei der Entwicklung einer Hypertonie oder einer Infektion unter Cyclosporin eine Dosisreduktion oder das Absetzen des Medikaments empfohlen.

Frage zu dieser Leitlinie stellen...

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt vor der sogenannten Kaposi-varicelliformen Eruption (Eczema herpeticum) als schwerwiegende Komplikation der atopischen Dermatitis. Es wird darauf hingewiesen, dass sich diese primäre Herpesinfektion in ekzematösen Arealen rasch ausbreiten kann. Eine umgehende antivirale Therapie mit Aciclovir wird empfohlen, um die Morbidität zu senken.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie zeigen Säuglinge meist ödematöse Papeln und Plaques an Kopfhaut, Gesicht und den Streckseiten der Extremitäten. Der Windelbereich ist hingegen selten betroffen.

Es wird empfohlen, topische Steroide vor den Emollientien aufzutragen. Dies dient laut Leitlinie dazu, die Wirkung der Steroide in der Haut einzuschließen.

Die Leitlinie empfiehlt Cyclosporin für Betroffene ab 16 Jahren, meist als intermittierende Therapie für bis zu 16 Wochen. Es wird eine engmaschige Überwachung der Nierenfunktion, des Blutdrucks und der Lipidwerte angeraten.

Bleichbäder können ein- bis zweimal wöchentlich angewendet werden, um die Kolonisation mit Staphylococcus aureus zu verringern. Dies kann laut Leitlinie helfen, das Risiko bakterieller Superinfektionen zu senken.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: StatPearls: Atopic Dermatitis (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.