Arteria thoracica interna: StatPearls Zusammenfassung
Hintergrund
Die StatPearls-Übersicht beschreibt die Anatomie und klinische Relevanz der Arteria thoracica interna (auch Arteria mammaria interna genannt). Sie entspringt der Arteria subclavia und versorgt die vordere Brustwand sowie die Brustdrüse.
Das Gefäß verläuft an der Innenseite der vorderen Brustwand, etwa zwei bis drei Zentimeter lateral des Sternums. Auf Höhe des sechsten oder siebten Rippenknorpels teilt sie sich in ihre Endäste auf.
Neben der reinen Gefäßversorgung hat die Arterie eine hohe chirurgische Bedeutung. Sie wird laut Text bevorzugt als Bypass-Gefäß in der Herzchirurgie eingesetzt.
Empfehlungen
Der Text gliedert die anatomischen und klinischen Eigenschaften in folgende Bereiche:
Anatomischer Verlauf und Äste
Die Arteria thoracica interna gibt auf ihrem Weg nach kaudal mehrere wichtige Gefäßäste ab. Zu den im Text genannten Ästen gehören:
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Arteriae intercostales anteriores (in jedem Interkostalraum)
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Perforierende Hautäste
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Arteria pericardiophrenica
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Arteria musculophrenica (Endast)
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Arteria epigastrica superior (Endast)
Anatomische Varianten
Es wird darauf hingewiesen, dass bei chirurgischen Eingriffen anatomische Varianten beachtet werden müssen. Folgende Abweichungen werden beschrieben:
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Ursprung aus dem distalen Teil der Arteria subclavia
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Gemeinsamer Ursprung mit Ästen des Truncus thyrocervicalis
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Vorhandensein eines dritten Endastes (Ramus xiphoideus) bei 20 bis 30 Prozent der Fälle
Chirurgische Bedeutung
Die linke Arteria thoracica interna (LITA) wird als bevorzugtes Gefäß für die koronare Bypass-Operation (CABG) am Ramus interventricularis anterior (LAD) beschrieben.
Als Gründe für diese Überlegenheit nennt der Text die anatomische Nähe zum Herzen, die langfristige Offenheitsrate sowie die verbesserte postoperative Lebensqualität.
Aortenisthmusstenose
Bei der Aortenisthmusstenose (Coarctatio aortae) spielt die Arteria thoracica interna eine zentrale Rolle für den Kollateralkreislauf. Der Text klassifiziert die Aortenisthmusstenose in drei Formen:
| Form der Aortenisthmusstenose | Lokalisation | Klinische Bedeutung laut Text |
|---|---|---|
| Präduktal | Proximal des Ductus arteriosus | Kongenitale Anomalie |
| Duktal | Auf Höhe des Ductus arteriosus | Kongenitale Anomalie |
| Postduktal | Distal des Ductus arteriosus | Häufigste Form bei Erwachsenen, führt zu Rippenusuren |
Bei der postduktalen Form kommt es durch den erhöhten Blutfluss zu einer Dilatation der Interkostalgefäße. Dies zeigt sich im Röntgenbild des Thorax als klassisches Zeichen der Rippenusuren (Rib notching).
💡Praxis-Tipp
Laut Text können bei der Mobilisation der Arteria thoracica interna für eine Bypass-Operation vergrößerte Lymphknoten auffallen. Es wird berichtet, dass hierbei bereits inzidentelle Malignome entdeckt wurden. Zudem wird auf die Wichtigkeit hingewiesen, bei der Präparation auf einen möglichen dritten Endast (Ramus xiphoideus) zu achten, der bei bis zu 30 Prozent der Fälle vorkommt.
Häufig gestellte Fragen
Laut StatPearls-Text entspringt sie in der Regel aus dem proximalen Teil der Arteria subclavia. Es gibt jedoch anatomische Varianten, bei denen sie weiter distal oder gemeinsam mit dem Truncus thyrocervicalis abzweigt.
Die Bifurkation in die terminalen Äste erfolgt auf Höhe des sechsten oder siebten Rippenknorpels. Dort teilt sie sich in die Arteria musculophrenica und die Arteria epigastrica superior.
Der Text nennt die anatomische Nähe zum Herzen, die hohe langfristige Offenheitsrate und die gute Langzeitüberlebensrate als Hauptgründe. Sie wird meist für den Bypass des Ramus interventricularis anterior (LAD) verwendet.
Bei einer postduktalen Aortenisthmusstenose dient die Arteria thoracica interna als Kollateralkreislauf. Die dadurch erweiterten und geschlängelten Interkostalgefäße erodieren den unteren Rippenrand, was im Röntgenbild als Rippenusur sichtbar wird.
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Quelle: StatPearls: Anatomy, Thorax, Internal Mammary (Internal Thoracic) Arteries (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.