StatPearls2026Orthopädie

Radiokarpalgelenk: Anatomie, Frakturen und Diagnostik

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Radiokarpalgelenk bildet zusammen mit dem Ulnokarpalgelenk und dem distalen Radioulnargelenk den Handgelenkskomplex. Laut der StatPearls-Publikation handelt es sich um ein Synovialgelenk, das die Artikulation zwischen dem distalen Radius und den proximalen Handwurzelknochen (Skaphoid, Lunatum, Triquetrum) ermöglicht.

Die knöchernen Strukturen sind auf umgebende mechanische Kräfte angewiesen, da Skaphoid, Lunatum und Triquetrum ein interkaliertes Segment bilden und keine direkten Sehnenansätze besitzen. Die Stabilität wird maßgeblich durch den triangulären fibrokarilaginären Komplex (TFCC) sowie intrinsische und extrinsische Bänder gewährleistet.

Das Gelenk nimmt in Neutralstellung etwa 80 Prozent der über das Handgelenk übertragenen Kräfte auf. Es ermöglicht Flexion, Extension sowie Radial- und Ulnardeviation, während die Rotation der Hand durch das Zusammenspiel mit der Pro- und Supination des Unterarms erfolgt.

Empfehlungen

Die Publikation beschreibt folgende klinische und chirurgische Kernaspekte des Radiokarpalgelenks:

Frakturen des distalen Radius

Distale Radiusfrakturen gehören zu den häufigsten Frakturen, insbesondere bei älteren Menschen mit osteoporotischen Veränderungen. Die Einteilung erfolgt anhand des Frakturmusters und der Dislokation des distalen Fragments.

FrakturtypBeschreibung
Colles-FrakturFraktur des distalen Radius mit dorsaler Angulation
Chauffeur-FrakturAvulsionsfraktur des Processus styloideus radii
Smith-FrakturFraktur des distalen Radius mit volarer Angulation oder Dislokation
Barton-FrakturFraktur mit Dislokation des distalen Fragments und Carpus (Fraktur-Subluxation)

Zur chirurgischen Versorgung wird häufig ein volarer Zugang beschrieben. Dabei wird der Musculus pronator quadratus angehoben, um eine volare Platte zur strukturellen Fixierung der reponierten Fraktur anzubringen.

Skaphoidfrakturen und Bandverletzungen

Das Skaphoid ist der am häufigsten frakturierte Handwurzelknochen. Aufgrund der sensiblen Gefäßversorgung besteht ein hohes Risiko für eine Pseudarthrose (Non-Union).

Zu den genannten Indikationen für eine chirurgische Behandlung zählen:

  • Dislozierte Frakturen

  • Frakturen des proximalen Pols

  • Pseudarthrosen (Non-Union)

Bei Verletzungen des skapholunären interossären Bandes wird vor der möglichen Entwicklung eines "Scapholunate Advanced Collapse" (SLAC) gewarnt. Diese Instabilität führt zu einer inkorrekten Kraftverteilung und kann eine beschleunigte Handgelenksarthrose zur Folge haben.

Morbus Kienböck (Lunatummalazie)

Eine Unterbrechung der Gefäßversorgung des Os lunatum kann zu einer avaskulären Nekrose führen. In frühen Stadien wird eine konservative Behandlung mit NSAR und Ruhigstellung beschrieben.

Bei fortgeschrittener Erkrankung mit radiologischem Nachweis eines Lunatumkollapses werden chirurgische Maßnahmen aufgeführt. Diese reichen von Knochentransplantationen bis hin zu Gelenkfusionen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die StatPearls-Publikation weist darauf hin, dass das Ligamentum radioscapholunatum (Testut-Band) keine strukturelle Stabilität bietet, sondern als Leitstruktur für die Gefäßversorgung des Os lunatum dient. Eine Verletzung in diesem Bereich kann die Durchblutung kompromittieren und zur Entwicklung eines Morbus Kienböck beitragen. Zudem wird betont, dass Skaphoidfrakturen aufgrund ihrer retrograden Blutversorgung ein besonders hohes Risiko für Pseudarthrosen aufweisen.

Häufig gestellte Fragen

Laut der Publikation setzen nur der Musculus pronator quadratus und der Musculus brachioradialis direkt am distalen Radius an. Das Skaphoid dient zudem als Ursprung für den Musculus abductor pollicis brevis.

Der Poirier-Raum ist ein schwacher Bereich zwischen dem Ligamentum radioscaphocapitatum und dem langen radiolunären Band. Der Text beschreibt, dass diese anatomische Schwachstelle für karpale Instabilitäten prädisponiert.

Da diese Frakturen meist nicht disloziert sind, wird in der Regel ein nicht-operatives Vorgehen beschrieben. Die Behandlung erfolgt typischerweise durch Ruhigstellung in einem Unterarmgips oder einer abnehmbaren Schiene.

Das Tuberculum Listeri fungiert als knöcherne Umlenkrolle (Hypomochlion) für die Sehne des Musculus extensor pollicis longus. Morphologische Varianten dieses Tuberculums können klinische Relevanz für die chirurgische Planung und die Prädisposition für Handgelenkspathologien haben.

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Quelle: StatPearls: Anatomy, Shoulder and Upper Limb, Hand Radiocarpal Joint (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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