StatPearls2026

Lunotriquetrale Instabilität: StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Zusammenfassung beschreibt die lunotriquetrale (LT) Instabilität als eine häufig übersehene Verletzung, die unbehandelt zu einer LT-Dissoziation führen kann. Sie tritt besonders häufig bei jungen Sportlern nach Hochgeschwindigkeitsverletzungen oder Stürzen auf die ausgestreckte Hand auf.

Ursächlich ist meist eine Ruptur des intrinsischen LT-Bandes, oft in Kombination mit Verletzungen extrinsischer Bänder wie dem dorsalen radiokarpalen oder radiolunären Band. Der volare Anteil des LT-Bandes wird als der stärkste beschrieben und verhindert primär die volare Translation.

Eine isolierte Verletzung des LT-Bandes verläuft initial oft asymptomatisch. Bei ausgedehnteren Bandverletzungen kann es laut Text zu einer volaren interkalaren Segmentinstabilität (VISI) kommen, da das Os lunatum ohne die Unterstützung des Os triquetrum zur Flexion neigt.

Empfehlungen

Diagnostik und Klinik

Der Text beschreibt ulnarseitige Schmerzen am proximalen Handgelenk, die sich bei Pronation und Ulnardeviation verstärken, als häufigste Präsentation. Zudem wird auf eine verminderte Griffkraft und ein klickendes Geräusch bei Bewegung hingewiesen.

Zur klinischen Evaluierung werden spezifische Provokationstests beschrieben:

  • LT-Shuck-Test (Ballottement-Test): Abwechselnde palmare und dorsale Belastung von Os lunatum und Os triquetrum.

  • Kleinman-Shear-Test: Dorsale Belastung des Os triquetrum.

  • LT-Kompressionstest: Radiale und ulnare Deviation des gegriffenen Os triquetrum.

  • Klick-Provokationstest: Pronation, Ulnardeviation und axiale Kompression.

Bildgebung

Als initiale Bildgebung wird ein Röntgenbild des Handgelenks in zwei Ebenen (ap und lateral) beschrieben. Ein skapholunärer Winkel von unter 30 Grad im lateralen Bild ist vereinbar mit einer VISI-Deformität.

Die MR-Arthrographie wird als nützlich zur Darstellung von Kontrastmittelaustritt durch den lunotriquetralen Spalt beschrieben. Die Arthroskopie gilt laut Text als die definitive Methode zur Diagnosestellung.

Therapie

Ein konservativer Ansatz mit Ruhigstellung des Handgelenks und Beobachtung wird als initialer Therapieversuch beschrieben. Bei persistierenden Schmerzen können Steroidinjektionen erwogen werden.

Bei Versagen der konservativen Therapie werden folgende operative Optionen aufgeführt:

  • Arthroskopische Intervention: Gilt als Erstlinientherapie, insbesondere bei Sportlern mit isolierten Rissen.

  • Geschlossene Reposition und perkutane Spickung (K-Draht): Indiziert bei akuter Instabilität.

  • Offene primäre Naht: Beschrieben bei grober Instabilität des Bandes.

  • LT-Fusion: Eine Option bei chronischer Instabilität, die jedoch aufgrund von Pseudarthrosen an Bedeutung verloren hat.

Postoperativ wird ein Unterarmgips für bis zu 12 Wochen mit anschließender K-Draht-Entfernung beschrieben.

Klassifikationen

Der Text führt zwei Klassifikationssysteme zur Stadieneinteilung an.

Viegas-KlassifikationBeschreibung
Grad 1Partieller oder inkompletter Riss des LT-Bandes ohne VISI-Deformität
Grad 2Kompletter Riss inklusive Läsion der palmaren Bänder mit dynamischer VISI-Deformität
Grad 3Kompletter Riss inklusive Läsion der palmaren und dorsalen Bänder mit statischer VISI-Deformität
Mayfield-Klassifikation (arthroskopisch)Beschreibung
Grad IAusdünnung/Hämorrhagie des Bandes ohne Fehlstellung
Grad IIAusdünnung/Hämorrhagie mit kleiner Stufenbildung der Handwurzelknochen
Grad IIIStufenbildung, durch die ein Tasthaken zwischen die Knochen geführt werden kann
Grad IVStufenbildung, Tasthaken passierbar und grobe Instabilität
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💡Praxis-Tipp

Eine isolierte Verletzung des lunotriquetralen Bandes zeigt im initialen Röntgenbild oft keine Auffälligkeiten und verläuft häufig asymptomatisch. Es wird hervorgehoben, dass bei unklaren ulnarseitigen Handgelenksschmerzen nach einem Trauma stets an diese Diagnose gedacht und bei Bedarf eine MR-Arthrographie oder Arthroskopie veranlasst werden sollte.

Häufig gestellte Fragen

Die häufigste Präsentation ist ein ulnarseitiger Schmerz am proximalen Handgelenk, der bei Pronation und Ulnardeviation zunimmt. Oft wird dies von einer verminderten Griffkraft und einem klickenden Geräusch begleitet.

Im lateralen Röntgenbild kann eine volare Kippung des Os lunatum sichtbar sein, was zu einem skapholunären Winkel von unter 30 Grad führt. Dies ist laut StatPearls-Text vereinbar mit einer VISI-Deformität.

Die direkte Visualisierung mittels Arthroskopie wird als der definitive Weg zur Diagnosestellung beschrieben. Die MR-Arthrographie stellt eine sehr spezifische nicht-invasive Alternative dar.

Der Text beschreibt einen initialen konservativen Ansatz mit Ruhigstellung des Handgelenks und Beobachtung. Bei anhaltenden Schmerzen können intraartikuläre Steroidinjektionen eingesetzt werden.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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