StatPearls2026

Allergische Rhinitis: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die allergische Rhinitis (AR) ist eine IgE-vermittelte, atopische Erkrankung, die durch nasale Kongestion, wässrige Rhinorrhö, Niesen und Juckreiz gekennzeichnet ist. Sie wird in saisonale (intermittierende) und perenniale (chronische) Formen unterteilt.

Unbehandelt kann die Erkrankung mit allergischer Konjunktivitis, Postnasal-Drip, chronischem Husten und Tubenfunktionsstörungen einhergehen. Die Leitlinie betont zudem die enge Assoziation mit Asthma bronchiale und atopischer Dermatitis.

Die Pathophysiologie beruht auf einer frühen histaminvermittelten Reaktion sowie einer späten, durch Zytokine und Eosinophile getriebenen Entzündungsphase. Bei chronischem Verlauf kann sich eine unspezifische nasale Hyperreagibilität entwickeln, bei der die Schleimhaut auch auf normale Reize wie kalte Luft oder Tabakrauch reagiert.

Empfehlungen

Diagnostik

Laut StatPearls-Leitlinie wird die Diagnose primär klinisch anhand einer detaillierten Anamnese und körperlichen Untersuchung gestellt. Ein positives Ansprechen auf eine empirische Therapie mit intranasalen Glukokortikoiden kann die Diagnose erhärten.

Spezifische Allergietests (Hauttests oder Serum-IgE) werden empfohlen, wenn Patienten nicht auf die empirische Therapie ansprechen oder ein spezifisches Allergen für eine gezielte Therapie identifiziert werden muss. Eine routinemäßige bildgebende Diagnostik wird nicht empfohlen und dient primär dem Ausschluss anderer Erkrankungen wie einer Rhinosinusitis.

Nicht-medikamentöse Maßnahmen

Die Leitlinie empfiehlt die Vermeidung bekannter Auslöser, auch wenn dies bei Pollenallergien oft schwierig umzusetzen ist. Zur Reduktion der Allergenbelastung im häuslichen Umfeld werden folgende Maßnahmen genannt:

  • Verwendung von allergenundurchlässigen Bettbezügen

  • Waschen der Bettwäsche in heißem Wasser

  • Einsatz von Staubsaugern mit HEPA-Filtern

  • Räumliche Isolation von Haustieren, falls eine vollständige Entfernung nicht möglich ist

Medikamentöse Therapie

Intranasale Glukokortikoide gelten als Therapie der ersten Wahl und sind oralen Antihistaminika in der Reduktion der nasalen Entzündung überlegen. Sie können als Monotherapie oder in Kombination mit oralen Antihistaminika bei leichten bis schweren Symptomen eingesetzt werden.

Für die Therapie mit Antihistaminika vergleicht die Leitlinie verschiedene Wirkstoffklassen:

WirkstoffklasseBeispieleSedierungspotenzialBesonderheiten
1. Generation (oral)Diphenhydramin, HydroxyzinHochAnticholinerge Nebenwirkungen möglich
2. Generation (oral)Loratadin, Fexofenadin, CetirizinGering bis fehlendLängere Halbwertszeit (12-24 Stunden)
IntranasalAzelastinGeringSchneller Wirkeintritt, Erst- oder Zweitlinientherapie

Zusätzlich formuliert die Leitlinie folgende weitere Therapieoptionen:

  • Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten (z. B. Montelukast) als Kombinationstherapie, jedoch mit geringerer Wirksamkeit als intranasale Steroide

  • Orale und intranasale Dekongestiva zur rein kurzfristigen Symptomlinderung

  • Nasenspülungen mit isotonischer (Erwachsene) oder hypertonischer (Kinder) Kochsalzlösung

Spezifische Immuntherapie

Für Patienten, bei denen Allergenkarenz und medikamentöse Kombinationstherapien nicht ausreichend wirken, sollte eine allergenspezifische Immuntherapie erwogen werden. Diese wird subkutan (SCIT) oder sublingual (SLIT) über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren durchgeführt und bietet oft einen langanhaltenden Schutzeffekt.

Kontraindikationen

Laut Leitlinie bestehen folgende Kontraindikationen und Warnhinweise:

  • Allergie-Hauttests: Kontraindiziert bei unkontrolliertem oder schwerem Asthma, instabiler Herz-Kreislauf-Erkrankung, Schwangerschaft und gleichzeitiger Betablocker-Therapie.

  • Medikamenten-Interaktionen bei Hauttests: H2-Rezeptor-Antagonisten, trizyklische Antidepressiva und Omalizumab können das Testergebnis verfälschen und sollten vor der Testung abgesetzt werden.

  • Intranasale Dekongestiva: Dürfen wegen der Gefahr einer Rebound-Kongestion (Rhinitis medicamentosa) nicht länger als eine Woche angewendet werden.

  • Orale Dekongestiva: Werden aufgrund ihres Nebenwirkungsprofils nicht für den längeren täglichen Gebrauch empfohlen.

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💡Praxis-Tipp

Ein entscheidender Faktor für den Therapieerfolg ist die korrekte Anwendung von kortisonhaltigen Nasensprays. Die Leitlinie betont, dass Patienten den Kopf nach unten neigen und das Spray in Richtung der äußeren Nasenwand (weg vom Septum) sprühen sollten, um lokale Irritationen zu vermeiden. Zudem wird darauf hingewiesen, dass nach dem Sprühen nicht tief eingeatmet oder stark hochgezogen werden darf.

Häufig gestellte Fragen

Die Diagnose wird primär klinisch anhand der Anamnese und der Symptome gestellt. Ein positives Ansprechen auf einen empirischen Therapieversuch mit intranasalen Glukokortikoiden kann die Diagnose laut Leitlinie bestätigen.

Ein spezifischer Allergietest (Haut- oder Bluttest) wird empfohlen, wenn Patienten nicht auf die empirische medikamentöse Therapie ansprechen. Zudem ist er indiziert, wenn das genaue Allergen für eine gezielte Therapie, wie die spezifische Immuntherapie, identifiziert werden muss.

Laut Leitlinie ist Budesonid das einzige von der FDA zugelassene intranasale Glukokortikoid für schwangere Patientinnen mit Symptomen einer allergischen Rhinitis.

Intranasale Dekongestiva (wie Xylometazolin) sollten nicht länger als eine Woche angewendet werden. Die Leitlinie warnt vor einer längeren Nutzung, da diese zu einer Rebound-Kongestion (Rhinitis medicamentosa) führen kann.

Intranasale Glukokortikoide gelten als Therapie der ersten Wahl. Sie sind laut Leitlinie wirksamer als Antihistaminika bei der Reduktion der nasalen Entzündung und können bei leichten bis schweren Symptomen eingesetzt werden.

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Quelle: StatPearls: Allergic Rhinitis (Nursing) (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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