StatPearls2026

Akuter Schlaganfall (Pflege): StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Ein zerebrovaskulärer Insult (Schlaganfall) wird in ischämische und hämorrhagische Ereignisse unterteilt. Beide Formen führen zu einer verminderten Durchblutung, Sauerstoff- und Nährstoffversorgung des Gehirns, was neurologische Ausfälle zur Folge hat.

Zu den häufigsten Ursachen zählen Plaquebildungen durch LDL-Cholesterin, chronische Hypertonie und Embolien bei Vorhofflimmern. Bei jüngeren Personen können auch Gerinnungsstörungen oder Vaskulitiden ursächlich sein.

Laut der StatPearls-Leitlinie ist der Schlaganfall weltweit die führende Ursache für Behinderungen. Eine schnelle, zielgerichtete Therapie ist entscheidend, um die Chancen auf eine bedeutsame Erholung zu maximieren.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen für die Akutversorgung:

Diagnostik

Als erste Maßnahme wird die Bestimmung des Blutzuckers mittels Fingerstich empfohlen, um eine Hypoglykämie auszuschließen. Anschließend sollte ein sofortiges natives Schädel-CT erfolgen, um eine Blutung zu identifizieren.

Zur weiteren Abklärung werden folgende Untersuchungen empfohlen:

  • CT-Angiografie oder MRT zur Detektion ischämischer Läsionen

  • Kardiales Monitoring und EKG

  • Laboruntersuchungen (Troponin, Blutbild, Lipidprofil, HbA1c, Nierenwerte)

Therapie des ischämischen Schlaganfalls

Vor jeder Behandlung muss die Stabilität von Atemwegen, Atmung und Kreislauf sichergestellt werden. Als Erstlinientherapie wird eine intravenöse Thrombolyse mit Alteplase innerhalb von 3 bis 4,5 Stunden nach Symptombeginn empfohlen.

Zusätzlich wird auf die Möglichkeit der mechanischen Thrombektomie zur Wiederherstellung des Blutflusses verwiesen. Innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach Symptombeginn wird die Gabe von 325 mg Aspirin empfohlen.

Therapie des hämorrhagischen Schlaganfalls

Das Management umfasst Maßnahmen zur Senkung des intrakraniellen Drucks, wie die Anlage einer Ventrikeldrainage oder eine Kraniotomie. Bei vorheriger Antikoagulation wird die Gabe von Antidoten und Plasmaprodukten empfohlen.

Der systolische Blutdruck sollte engmaschig überwacht werden. Hierbei wird ein Zielwert von 140 mmHg (akzeptabler Bereich 130 bis 150 mmHg) empfohlen.

Pflegerisches Management

Die Leitlinie betont die Notwendigkeit regelmäßiger neurologischer Beurteilungen, einschließlich der Kontrolle von Bewusstseinslage, Pupillenweite und Vitalparametern.

Zur Vermeidung von Komplikationen werden folgende pflegerische Maßnahmen empfohlen:

  • Oberkörperhochglagerung in einer ruhigen Umgebung

  • Hochstellen der Bettgitter zur Sturzprävention

  • Gabe von Stuhlweichmachern zur Vermeidung von Pressen

  • Konsequente Thromboseprophylaxe

Dosierung

MedikamentDosierungIndikation
AlteplaseIntravenöser Bolus über 1 Minute, gefolgt von Infusion über 60 MinutenIschämischer Schlaganfall (innerhalb von 3 bis 4,5 Stunden)
Aspirin325 mg oralIschämischer Schlaganfall (innerhalb von 24 bis 48 Stunden)
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💡Praxis-Tipp

Ein kritischer Fehler in der Akutsituation ist das Übersehen einer Hypoglykämie, da diese neurologische Ausfälle imitieren kann. Die Leitlinie betont daher, dass die kapilläre Blutzuckermessung noch vor der Bildgebung der allererste diagnostische Schritt bei fokalen neurologischen Defiziten sein sollte.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt einen systolischen Zielblutdruck von 140 mmHg. Um eine Über- oder Unterkorrektur zu vermeiden, wird ein Bereich von 130 bis 150 mmHg als akzeptabel angesehen.

Eine intravenöse Thrombolysetherapie muss laut Leitlinie innerhalb von 3 bis 4,5 Stunden nach Symptombeginn verabreicht werden. Ein exaktes Erheben des Symptombeginns ist daher essenziell.

Es wird ein sofortiges natives Schädel-CT ohne Kontrastmittel empfohlen. Dies dient in erster Linie dem schnellen Ausschluss einer intrakraniellen Blutung.

Die Leitlinie empfiehlt den Beginn einer oralen Thrombozytenaggregationshemmung mit 325 mg Aspirin innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach dem Einsetzen der Symptome.

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Quelle: StatPearls: Acute Stroke (Nursing) (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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