StatPearls2026

Akutes Koronarsyndrom (ACS): StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das akute Koronarsyndrom (ACS) umfasst eine Gruppe von Erkrankungen, bei denen der Blutfluss zum Herzen vermindert ist. Dazu gehören der ST-Hebungs-Myokardinfarkt (STEMI), der Nicht-ST-Hebungs-Myokardinfarkt (NSTEMI) und die instabile Angina pectoris.

Die zugrunde liegende Pathophysiologie ist meist eine Plaqueruptur mit Thrombusbildung auf dem Boden einer Atherosklerose. Zu den Hauptrisikofaktoren zählen Rauchen, Hypertonie, Diabetes mellitus, Hyperlipidämie sowie eine positive Familienanamnese für frühe Myokardinfarkte.

Das klassische Leitsymptom ist ein substernaler, oft drückender Brustschmerz mit Ausstrahlung in Kiefer oder linken Arm. Die Leitlinie weist darauf hin, dass insbesondere bei Frauen, älteren Menschen und Personen mit Diabetes häufig atypische Symptome wie Atemnot, Schwindel oder Übelkeit im Vordergrund stehen.

Empfehlungen

Die StatPearls-Zusammenfassung formuliert folgende Kernempfehlungen für das Management des akuten Koronarsyndroms:

Diagnostik

Laut Leitlinie wird bei jedem Verdacht auf ein ACS die Ableitung eines EKG innerhalb von 10 Minuten nach Ankunft empfohlen. Dies dient der essenziellen Unterscheidung zwischen einem STEMI und einem NSTEMI oder einer instabilen Angina pectoris.

Zusätzlich wird die Bestimmung von kardialen Biomarkern, insbesondere Troponin, empfohlen, um Gewebeschäden nachzuweisen. Zur Differenzialdiagnostik rät die Leitlinie zu Röntgen-Thorax und weiteren Laboruntersuchungen, um andere Ursachen wie Pneumonien oder intraabdominelle Pathologien auszuschließen.

Initiale Akuttherapie

Für alle Formen des ACS wird eine sofortige medikamentöse Basistherapie empfohlen, sofern keine Kontraindikationen vorliegen:

  • Gabe von Aspirin

  • Heparin als Bolus und anschließende intravenöse Infusion

  • Zusätzliche Thrombozytenaggregationshemmung mit Ticagrelor oder Clopidogrel

  • Supportive Maßnahmen wie Sauerstoff bei Hypoxie und Schmerztherapie

Spezifische Therapie nach ACS-Typ

Bei einem bestätigten STEMI empfiehlt die Leitlinie eine sofortige Herzkatheteruntersuchung mit perkutaner Koronarintervention (PCI). Die Zeit von der Ankunft bis zum Beginn der Prozedur sollte weniger als 90 Minuten betragen.

Ist eine PCI nicht verfügbar und eine Verlegung dauert länger als 120 Minuten, wird eine Thrombolyse mit einer Door-to-Needle-Zeit von unter 30 Minuten empfohlen.

Bei NSTEMI und instabiler Angina pectoris richtet sich das Vorgehen nach der Symptomkontrolle. Bei anhaltenden Schmerzen wird eine dringliche Katheteruntersuchung empfohlen, während bei Beschwerdefreiheit der Zeitpunkt individuell festgelegt werden kann.

Langzeittherapie

Es wird empfohlen, so schnell wie möglich eine Therapie mit Betablockern, Statinen und ACE-Hemmern zu initiieren, sofern keine Kontraindikationen bestehen.

Dosierung

Die Leitlinie nennt folgende spezifische Dosierungsangabe für die Initialtherapie:

MedikamentDosierungIndikation
Aspirin300 mgInitiale Akuttherapie bei allen ACS-Formen

Kontraindikationen

Die Leitlinie warnt ausdrücklich vor der Gabe von Nitroglycerin bei einer Ischämie der Herzhinterwand, da dies zu einer schweren Hypotonie führen kann.

Zudem wird darauf hingewiesen, dass Ticagrelor nicht bei Personen angewendet werden darf, die eine Thrombolyse-Therapie erhalten.

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💡Praxis-Tipp

Ein besonderes Augenmerk sollte auf die körperliche Untersuchung zur Ausschlussdiagnostik gelegt werden. Die Leitlinie betont, dass ungleiche Pulse an eine Aortendissektion denken lassen sollten, während eine einseitige Beinschwellung den Verdacht auf eine Lungenembolie lenken muss.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird empfohlen, bei jedem Verdacht auf ein akutes Koronarsyndrom innerhalb von 10 Minuten nach Ankunft in der Notaufnahme ein EKG abzuleiten.

Die Leitlinie weist darauf hin, dass Frauen, ältere Menschen und Personen mit Diabetes häufig atypische Symptome aufweisen. Dazu gehören Atemnot, Schwindel, isolierte Kiefer- oder Armschmerzen, Übelkeit und Schwäche.

Eine Thrombolyse wird empfohlen, wenn keine perkutane Koronarintervention (PCI) verfügbar ist und eine Verlegung in ein Herzkatheterlabor länger als 120 Minuten dauern würde. Die Door-to-Needle-Zeit sollte dabei unter 30 Minuten liegen.

Es wird empfohlen, zeitnah eine medikamentöse Therapie mit Betablockern, Statinen und ACE-Hemmern zu beginnen. Dies gilt für alle ACS-Fälle, sofern keine Kontraindikationen vorliegen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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