StatPearls2026

Fraktur des 5. Mittelfußknochens: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Fraktur des fünften Mittelfußknochens (Os metatarsale V) gehört zu den häufigsten Frakturen des Fußes. Die StatPearls-Zusammenfassung bietet einen strukturierten Überblick über die Diagnostik und das Management dieser Verletzungen.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der proximalen Basis des Knochens, da hier aufgrund einer vaskulären Wasserscheide ein erhöhtes Risiko für Pseudarthrosen besteht. Die genaue anatomische Lokalisation der Fraktur ist entscheidend für die Wahl der geeigneten Therapie.

Die Verletzungen werden typischerweise durch akute Traumata wie Inversions- oder Adduktionsverletzungen verursacht. Zudem können chronische Überlastungen zu Stressfrakturen in diesem Bereich führen.

Empfehlungen

Die StatPearls-Zusammenfassung formuliert folgende Kernaspekte zur Einteilung und Behandlung:

Anatomische Klassifikation

Die Leitlinie unterteilt Frakturen der Basis des fünften Metatarsale nach Lawrence und Botte in drei Zonen. Diese Einteilung ist maßgeblich für die Therapieentscheidung.

ZoneLokalisationFrakturtypEntstehungsmechanismus
Zone 1TuberositasPseudo-Jones-Fraktur (Avulsion)Inversion des Rückfußes bei Plantarflexion
Zone 2Metaphysär-diaphysärer ÜbergangJones-FrakturAdduktionskraft bei angehobener Ferse
Zone 3Diaphyse (innerhalb 1,5 cm der Tuberositas)StressfrakturChronische, repetitive Mikrotraumata

Für Stressfrakturen der Basis wird zusätzlich die Torg-Klassifikation zur Beurteilung der Knochenheilung herangezogen.

TypStadiumRadiologische Merkmale
Typ IFrühKeine intramedulläre Sklerose, scharfe Frakturlinie, minimale periostale Reaktion
Typ IIVerzögertIntramedulläre Sklerose, verbreiterte Frakturlinie, periostale Reaktion vorhanden
Typ IIIPseudarthroseKomplette Obliteration des Markraums durch sklerotischen Knochen, breite Frakturlinie

Diagnostik

Als primäre Bildgebung werden Röntgenaufnahmen des Fußes in drei Ebenen (anterior-posterior, lateral und schräg) empfohlen.

Bei verzögerter Heilung, Pseudarthrose oder einem hohen Verdacht auf eine Stressfraktur bei unauffälligem Röntgenbild können laut Leitlinie CT- oder MRT-Untersuchungen erwogen werden.

Konservative und operative Therapie

Die Behandlung richtet sich nach der betroffenen Zone und dem Dislokationsgrad:

  • Zone 1: Nicht-dislozierte Frakturen werden konservativ mit belastungsstabiler Schuhversorgung oder Walker behandelt. Eine Operation wird bei einer Gelenkbeteiligung von über 30 Prozent oder einer Stufenbildung von über 2 mm empfohlen.

  • Zone 2: Nicht-dislozierte Frakturen können mit einer sechs- bis achtwöchigen Entlastung im Unterschenkelgips konservativ therapiert werden. Bei Leistungssportlern oder dislozierten Frakturen wird eine operative Fixation (z. B. intramedulläre Schraube) empfohlen.

  • Zone 3: Ein konservativer Versuch mit bis zu 20 Wochen Entlastung ist möglich, birgt jedoch ein hohes Pseudarthrose-Risiko. Bei Torg Typ II oder III sowie bei Leistungssportlern wird eine chirurgische Intervention empfohlen.

  • Schaftfrakturen (Dancer-Fraktur): Die Behandlung erfolgt analog zu nicht-dislozierten Zone-1-Frakturen. Bei einer Dislokation von mehr als 3 mm oder einer Abknickung von über 10 Grad wird eine Reposition und Schienung empfohlen.

Rehabilitation

Die Rehabilitation erfolgt laut Leitlinie in drei Phasen, wobei die Progression von der Frakturschwere und dem gewählten Therapieverfahren abhängt.

  • Phase 1: Fokus auf Mobilisation, Schmerz- und Ödemmanagement sowie Bewegungsübungen.

  • Phase 2: Einführung von Widerstandsübungen, manueller Weichteilmobilisation und fortgesetztem Gangtraining.

  • Phase 3: Wiederherstellung des vollen Bewegungsumfangs, Krafttraining und sportartspezifische Übungen.

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💡Praxis-Tipp

Bei der operativen Versorgung von Frakturen des fünften Metatarsale wird vor der Verwendung von intramedullären Schrauben mit einem Durchmesser von unter 4,5 mm gewarnt. Laut Leitlinie besteht hierbei, ebenso wie bei zu langen Schrauben, ein erhöhtes Risiko für eine Frakturdistraktion und eine konsekutive Pseudarthrose. Zudem wird eine strikte Einhaltung der Entlastungsvorgaben betont, um ein Versagen der Fixation zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie kann eine nicht-dislozierte Fraktur der Zone 2 konservativ behandelt werden. Es wird eine Entlastung im Unterschenkelgips für sechs bis acht Wochen empfohlen.

Eine chirurgische Intervention wird empfohlen, wenn die Fraktur mehr als 30 Prozent der Gelenkfläche betrifft. Ebenso ist eine Operation bei einer Gelenkstufe von über 2 mm indiziert.

Als Dancer-Fraktur wird eine lange Spiralfraktur des distalen Metatarsale bezeichnet. Sie entsteht typischerweise durch ein Umknicken des Fußes in der Demi-Pointe-Position oder bei der Landung nach einem Sprung.

Die primäre Diagnostik erfolgt mittels Röntgenaufnahmen des Fußes in drei Ebenen (anterior-posterior, lateral und schräg). Bei unklaren Befunden oder Verdacht auf eine Stressfraktur können CT oder MRT erwogen werden.

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Quelle: StatPearls: 5th Metatarsal Fracture (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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