StatPearls2026

Fraktur des Os naviculare: StatPearls Zusammenfassung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Frakturen des Os naviculare (Kahnbein des Fußes) entstehen meist durch traumatische Verletzungen oder als chronische Überlastung in Form von Stressfrakturen. Letztere machen bis zu einem Drittel aller Stressfrakturen des Fußes aus und treten besonders häufig bei jungen Menschen und Leistungssportlern auf.

Das Os naviculare ist ein zentraler Bestandteil des Chopart-Gelenks und essenziell für die Inversion und Eversion des Fußes. Da ein Großteil des Knochens von Gelenkknorpel bedeckt ist, ist die Blutversorgung stark eingeschränkt.

Insbesondere im mittleren Drittel des Knochens besteht eine gefäßarme Zone. Diese anatomische Besonderheit führt zu einem deutlich erhöhten Risiko für Komplikationen wie Pseudarthrosen (Non-Union) und avaskuläre Osteonekrosen nach einer Fraktur.

Empfehlungen

Die StatPearls-Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen zur Diagnostik und Behandlung von Frakturen des Os naviculare:

Klinische Untersuchung

Bei traumatischen Korpusfrakturen wird eine sorgfältige neurovaskuläre Untersuchung empfohlen, da aufgrund der massiven Schwellung ein Risiko für ein Kompartmentsyndrom besteht. Zudem sollte auf Begleitverletzungen am ipsilateralen Fuß geachtet werden, da diese häufig vergesellschaftet sind.

Bildgebende Diagnostik

Als initiale Bildgebung wird standardmäßig eine Röntgenaufnahme des Fußes in drei Ebenen (anterior-posterior, lateral und schräg) ohne Gewichtsbelastung empfohlen. Bei Verdacht auf Bandverletzungen oder bei geringfügigen Verletzungen kann eine Aufnahme unter Gewichtsbelastung indiziert sein.

Für eine erweiterte Diagnostik empfiehlt die Leitlinie:

  • Eine externe Schrägaufnahme zur besseren Beurteilung von Tuberositas-Frakturen

  • Eine Computertomographie (CT) bei Hochrasanztraumata zur präzisen Darstellung komplexer Frakturmuster und zur präoperativen Planung

  • Eine Magnetresonanztomographie (MRT) zur Differenzialdiagnostik (z.B. bei Verdacht auf Tendinopathie der Tibialis-posterior-Sehne oder Ruptur des Pfannenbandes)

Klassifikation von Korpusfrakturen

Für die Einteilung von traumatischen Frakturen des Naviculare-Körpers wird die Sangeorzan-Klassifikation herangezogen. Diese bewertet den Frakturverlauf und die Dislokation:

Typ (Sangeorzan)FrakturverlaufFehlstellung / Dislokation
Typ 1Koronare EbeneKeine Angulation des Vorfußes
Typ 2Dorsolateral nach plantar-medialMediale Dislokation des Hauptfragments und Vorfußes
Typ 3Trümmerfraktur in sagittaler EbeneLaterale Dislokation des Vorfußes

Konservative und operative Therapie

Die Wahl der Therapie richtet sich nach Frakturtyp, Dislokation und dem funktionellen Anspruch.

Für die konservative Therapie gelten folgende Empfehlungen:

  • Bei Stressfrakturen wird eine Ruhigstellung und geschützte Gewichtsbelastung für sechs bis acht Wochen empfohlen.

  • Kleine Ausrissfrakturen, Tuberositas-Frakturen und nicht-dislozierte Korpusfrakturen können mit einem Unterschenkelgips und anschließendem Walker (Gehstiefel) behandelt werden.

Für die operative Therapie (offene Reposition und interne Fixation) nennt die Leitlinie folgende Indikationen:

  • Dislozierte Korpusfrakturen, um eine anatomische Reposition und die Wiederherstellung der Länge der medialen Säule zu erreichen.

  • Stressfrakturen bei Patienten mit hohem funktionellem Anspruch (z.B. Leistungssportler), um eine schnellere Rückkehr zur Aktivität zu ermöglichen.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt vor dem hohen Risiko einer Osteonekrose und Pseudarthrose aufgrund der prekären Blutversorgung des Os naviculare. Es wird betont, dass bei traumatischen Verletzungen mit starker Schwellung stets an ein mögliches Kompartmentsyndrom gedacht und eine engmaschige neurovaskuläre Kontrolle durchgeführt werden sollte.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie erfolgt die konservative Behandlung durch eine Ruhigstellung und geschützte Gewichtsbelastung. Diese Phase sollte in der Regel sechs bis acht Wochen andauern.

Eine operative Fixierung wird bei dislozierten Korpusfrakturen empfohlen, um die anatomische Form und die Länge der medialen Fußsäule wiederherzustellen. Auch bei Leistungssportlern mit Stressfrakturen kann eine Operation zur schnelleren Rehabilitation erwogen werden.

Es wird eine Röntgenaufnahme des Fußes in drei Ebenen (anterior-posterior, lateral und schräg) empfohlen. Diese erfolgt standardmäßig ohne Gewichtsbelastung, es sei denn, es besteht der Verdacht auf eine begleitende Bandverletzung.

Die Leitlinie erklärt dies mit der eingeschränkten Blutversorgung des Knochens, insbesondere im mittleren Drittel. Dies führt zu einem erhöhten Risiko für avaskuläre Osteonekrosen und Pseudarthrosen.

Ein CT wird bei komplexen Frakturmustern und nach Hochrasanztraumata empfohlen. Es dient der genauen Beurteilung der Gelenkflächen und ist ein wichtiges Instrument für die präoperative Planung.

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Quelle: StatPearls: Tarsal Navicular Fractures (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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