Stabile Angina pectoris (AP): Diagnostik und Therapie
Hintergrund
Die SIGN-Leitlinie 151 befasst sich mit der Diagnose und Behandlung der stabilen Angina pectoris. Diese Erkrankung ist ein Leitsymptom der koronaren Herzkrankheit (KHK) und geht mit einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse einher.
Eine präzise Diagnosestellung und Risikostratifizierung sind entscheidend, um Patienten zu identifizieren, die von einer frühen Intervention profitieren. Gleichzeitig sollen Patienten mit niedrigem Risiko vor unnötigen invasiven Eingriffen geschützt werden.
Die Leitlinie deckt sowohl die medikamentöse Symptomkontrolle und Sekundärprävention als auch die Indikationen für interventionelle Verfahren wie die perkutane Koronarintervention (PCI) und die Koronararterien-Bypass-Operation (CABG) ab.
💡Praxis-Tipp
Ein häufiger Fehler ist der routinemäßige Einsatz des Belastungs-EKGs als primäres Diagnostikum bei Verdacht auf Angina pectoris. Die Leitlinie rät hiervon explizit ab und empfiehlt stattdessen die CT-Koronarangiographie zur Klärung der Diagnose. Zudem wird davor gewarnt, Aspirin vor nicht-kardialen Operationen routinemäßig zur Vermeidung kardialer Ereignisse anzusetzen.
Häufig gestellte Fragen
Die Leitlinie empfiehlt nach der Implantation eines medikamentenfreisetzenden Stents (DES) eine duale Plättchenhemmung mit Aspirin und Clopidogrel für sechs Monate. Bei unbeschichteten Stents (BMS) wird eine Dauer von mindestens einem Monat empfohlen.
Bei der Prinzmetal-Angina (Vasospasmus) wird der Einsatz von Dihydropyridin-Calciumkanalblockern wie Amlodipin oder Nifedipin empfohlen. Betablocker sind laut Leitlinie kontraindiziert, da sie den Koronarspasmus verschlechtern können.
Die Leitlinie empfiehlt, Aspirin nicht routinemäßig zur perioperativen Risikoreduktion einzusetzen. Wenn Aspirin abgesetzt werden muss, sollte dies mindestens drei Tage vor dem nicht-kardialen Eingriff geschehen.
Eine CABG wird gemäß Leitlinie insbesondere bei Patienten mit Hauptstammstenose oder komplexer Mehrgefäßerkrankung zur Prognoseverbesserung empfohlen. Auch bei Patienten mit Diabetes mellitus und Mehrgefäßerkrankung zeigt die CABG Vorteile gegenüber der PCI.
Die Leitlinie nennt exemplarisch Atenolol, Metoprolol und Bisoprolol als wirksame Betablocker zur Symptomkontrolle. Die Wirksamkeit wird als Klasseneffekt beschrieben, weshalb die Auswahl anhand von Komorbiditäten erfolgen sollte.
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Quelle: SIGN 151: Management of stable angina (SIGN, 2018). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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