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SIGN2018Kardiologie

Herzrhythmusstörungen bei KHK: Therapie und ICD-Einsatz

Diese Leitlinie stammt aus 2018 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung, nicht ärztlich geprüft|Quelle: SIGN (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die koronare Herzkrankheit (KHK) ist eine der Hauptursachen für kardiale Morbidität und Mortalität und geht häufig mit Herzrhythmusstörungen einher. Ventrikuläre Tachyarrhythmien sind eine wesentliche Ursache für den plötzlichen Herztod, insbesondere im Rahmen eines akuten Koronarsyndroms (ACS).

Auch bei chronischer KHK und linksventrikulärer Dysfunktion besteht ein hohes Risiko für lebensbedrohliche Arrhythmien. Zudem sind immer mehr KHK-Patienten von Vorhofflimmern betroffen, was das Risiko für Schlaganfälle und Herzinsuffizienz weiter erhöht.

Die SIGN-Leitlinie 152 bietet evidenzbasierte Empfehlungen für das Management von Herzstillstand sowie Arrhythmien, die mit ACS, chronischer KHK und herzchirurgischen Eingriffen assoziiert sind.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt ausdrücklich vor dem routinemäßigen Einsatz von Antiarrhythmika zur Prävention ventrikulärer Arrhythmien nach einem akuten Koronarsyndrom. Insbesondere Medikamente der Klasse Ic sind bei Patienten mit ischämischer Herzkrankheit kontraindiziert, da sie mit einer erhöhten Mortalität assoziiert sind. Zudem wird betont, dass eine therapeutische Hypothermie nach einem Herzstillstand weder prä- noch innerklinisch routinemäßig angewendet werden sollte.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird bei einem beobachteten Herzstillstand mit Kammerflimmern eine sofortige Defibrillation empfohlen. Bei einem unbeobachteten Herzstillstand außerhalb des Krankenhauses sollte zunächst für zwei Minuten eine kardiopulmonale Reanimation erfolgen.

Die Leitlinie empfiehlt primär Betablocker, frequenzlimitierende Kalziumkanalblocker wie Verapamil oder Diltiazem sowie Digoxin. Es wird darauf hingewiesen, dass die Kombination aus Betablockern und Verapamil wegen der Gefahr schwerer Bradykardien vermieden werden sollte.

Es wird eine moderate Frequenzkontrolle mit einem anfänglichen Zielwert für den Ruhepuls von unter 110 Schlägen pro Minute empfohlen. Eine striktere Einstellung bringt laut Leitlinie keinen zusätzlichen klinischen Nutzen, es sei denn, der Patient bleibt stark symptomatisch.

Ein implantierbarer Kardioverter-Defibrillator (ICD) wird für Patienten empfohlen, die mehr als 48 Stunden nach einem Infarkt ein Kammerflimmern oder eine hämodynamisch wirksame ventrikuläre Tachykardie überlebt haben. Zudem wird er bei einer linksventrikulären Ejektionsfraktion von 35 % oder weniger zur Primärprävention empfohlen.

Die Leitlinie rät von der Verordnung von Omega-3-Fettsäure-Präparaten zur Reduktion des kardiovaskulären Risikos oder zur Prävention des plötzlichen Herztods ab. Es konnte kein klinischer Nutzen unter einer modernen medikamentösen Therapie nachgewiesen werden.

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Quelle: SIGN 152: Cardiac arrhythmias in coronary heart disease (SIGN, 2018). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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