AWMF / DGPPN2025PsychiatriePsychosomatik

Schizophrenie: S3-Leitlinie Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF / DGPPN (2025)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Schizophrenie ist eine psychische Störung, die durch ein charakteristisches Muster an Symptomen wie Wahn, Halluzinationen sowie Denk- und Ich-Störungen gekennzeichnet ist. Die Ätiopathogenese ist multifaktoriell und umfasst genetische, neurobiologische und psychosoziale Faktoren.

Die Lebenszeitprävalenz liegt bei etwa 4,8 bis 7,2 pro 1000 Einwohner. Die Erkrankung tritt bevorzugt zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr auf und ist mit einer deutlich erhöhten Mortalität sowie einer um ca. 15 Jahre verringerten Lebenserwartung assoziiert.

Die vorliegende S3-Leitlinie der DGPPN (2025) aktualisiert die Empfehlungen zur Diagnostik, Therapie und Rehabilitation. Ein besonderer Fokus liegt auf der partizipativen Entscheidungsfindung und der trialogischen Zusammenarbeit zwischen Betroffenen, Angehörigen und Behandlern.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie wird bei einer Gewichtszunahme von mehr als 3 % unter antipsychotischer Therapie ein sofortiges Eingreifen empfohlen. Es wird geraten, zunächst psychotherapeutische und psychosoziale Interventionen wie Ernährungsberatung anzubieten. Bei unzureichendem Erfolg und der Notwendigkeit der Fortführung der Medikation wird ein Off-Label-Behandlungsversuch mit Metformin zur Gewichtsreduktion empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt einen Behandlungsversuch mit Clozapin bei einer gesicherten medikamentösen Behandlungsresistenz. Dies ist der Fall, wenn eine konsekutive Monotherapie mit mindestens zwei verschiedenen Antipsychotika in ausreichender Dosis und Dauer kein ausreichendes Ansprechen bewirkt hat.

Die Leitlinie gibt keinen festen Zeitraum vor, betont jedoch, dass das Risiko für ein Rezidiv bei einem Absetzen nach einem Jahr deutlich erhöht ist. Es wird empfohlen, die Behandlungsdauer individuell unter Berücksichtigung von Faktoren wie Krankheitsschwere, Nebenwirkungen und psychosozialer Situation festzulegen.

Bei prädominanten Negativsymptomen wird laut Leitlinie der Einsatz von Amisulprid in niedriger Dosierung oder Cariprazin empfohlen. Zudem wird geraten, auf eine starke Blockade des D2-Rezeptors durch hohe Dosierungen zu verzichten.

Es wird empfohlen, zunächst nicht-pharmakologische Deeskalationsmaßnahmen anzuwenden. Bei medikamentösem Bedarf sollte die orale Gabe bevorzugt werden, wobei Lorazepam aufgrund des günstigeren Nebenwirkungsprofils eine Alternative zu Antipsychotika darstellt.

Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) wird als zentraler Baustein der Behandlung empfohlen, um Positiv- und Negativsymptome zu reduzieren. Die Leitlinie rät dazu, die KVT mit mindestens 16 Sitzungen anzubieten, idealerweise in Kombination mit der Pharmakotherapie.

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Quelle: S3-Leitlinie Schizophrenie (AWMF 038-009, 2025) (AWMF / DGPPN, 2025). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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