Schädel-Hirn-Trauma (SHT): CT-Indikation und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Schädel-Hirn-Trauma (SHT) ist eine häufige und potenziell lebensbedrohliche Verletzung, die durch Gewalteinwirkung auf den Kopf entsteht. Es wird zwischen der primären Schädigung im Moment des Traumas und der sekundären Hirnschädigung unterschieden.

Ziel der medizinischen Versorgung ist es, diese sekundären Schäden durch die Vermeidung von Hypoxie, Ischämie und erhöhtem Hirndruck zu minimieren. Die Rechtzeitigkeit der Behandlung ist oft entscheidend für das Überleben und das Ausmaß bleibender Behinderungen.

Die vorliegende Zusammenfassung basiert auf der S2e-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC) unter dem Dach der AWMF.

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💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler in der Akutphase ist die unbedachte Gabe von Glukokortikoiden oder Mydriatika. Die Leitlinie betont, dass Glukokortikoide die Letalität erhöhen und Mydriatika die wichtigste klinische Überwachung der Pupillenfunktion unmöglich machen. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die Glasgow Coma Scale bei intubierten Personen Einschränkungen aufweist und eine detaillierte neurologische Untersuchung nicht ersetzt.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt ein cCT zwingend bei Bewusstseinsstörungen, Amnesie, Erbrechen, Krampfanfällen oder Hinweisen auf eine Gerinnungsstörung. Auch bei klinischen Zeichen einer Schädelfraktur wird eine sofortige Bildgebung empfohlen.

Es wird eine Intubation bei bewusstlosen Personen mit einem GCS-Wert von 8 oder weniger empfohlen. Dies dient der Sicherung der Atemwege und der Vermeidung einer Hypoxie.

Laut Leitlinie sollte der CPP nicht unter 50 mmHg abfallen. Gleichzeitig wird davor gewarnt, den Wert durch aggressive medikamentöse Maßnahmen auf über 70 mmHg anzuheben.

Nein, die Leitlinie rät strikt von der Gabe von Glukokortikoiden ab. Studien haben gezeigt, dass diese Behandlung die Letalität in den ersten 14 Tagen signifikant erhöht.

Eine antikonvulsive Therapie kann zur Vermeidung von Anfällen in der ersten Woche nach dem Trauma erwogen werden. Eine Gabe über ein bis zwei Wochen hinaus wird laut Leitlinie nur in Ausnahmefällen empfohlen.

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Quelle: Schädel-Hirn-Trauma im Erwachsenenalter (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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