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Viread 204 mg (Tenofovir): Rote-Hand-Brief Dosierungsfehler

Diese Leitlinie stammt aus 2017 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2017)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Tenofovirdisoproxil (Viread) ist ein antivirales Medikament, das in der Praxis vorwiegend zur Behandlung der HIV-1-Infektion sowie der chronischen Hepatitis B eingesetzt wird. Eine exakte gewichtsadaptierte Dosierung ist bei pädiatrischen Patienten essenziell, um Wirksamkeit zu garantieren und Toxizität zu vermeiden.

Der Rote-Hand-Brief des BfArM (2017) informiert über einen Fehler im Abschnitt 4.2 „Dosierung und Art der Anwendung“ der Fachinformation von Viread 204 mg Filmtabletten. Dieser Fehler betraf Dokumente, die im Zeitraum vom 18. September 2014 bis zum 07. März 2017 im Umlauf waren.

Diese Zusammenfassung basiert auf dem Kurztext der behördlichen Sicherheitswarnung.

Empfehlungen

Die Sicherheitswarnung formuliert folgende Kernempfehlungen zum Umgang mit dem Dosierungsfehler:

Überprüfung der Medikation

Laut Rote-Hand-Brief wird eine umgehende Überprüfung der aktuellen Dosierung bei pädiatrischen Patienten im Alter von 6 bis < 12 Jahren empfohlen. Falls notwendig, sollte die Dosis auf ihre Richtigkeit hin angepasst werden.

Identifikation von Risikogruppen

Es wird darauf hingewiesen, dass durch die fehlerhaften Angaben in der Vergangenheit spezifische Risiken für bestimmte Gewichtsklassen bestanden:

  • Gefahr der Überdosierung: Bei Kindern mit einem Körpergewicht von 22 kg bis < 28 kg.

  • Gefahr der Unterdosierung: Bei Kindern mit einem Körpergewicht von 28 kg bis < 35 kg.

Dosierung

Die Sicherheitswarnung spezifiziert die fehlerhaften Dosierungsrisiken anhand der folgenden Gewichtsklassen für Kinder im Alter von 6 bis < 12 Jahren:

KörpergewichtAlterMögliche Folge der fehlerhaften Fachinformation (2014-2017)
22 kg bis < 28 kg6 bis < 12 JahreGefahr der Überdosierung
28 kg bis < 35 kg6 bis < 12 JahreGefahr der Unterdosierung
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💡Praxis-Tipp

Es wird dringend angeraten, die Medikationspläne von Kindern im Alter von 6 bis unter 12 Jahren, die auf Viread 204 mg eingestellt sind, proaktiv zu kontrollieren. Insbesondere bei Patienten, deren Therapie zwischen 2014 und 2017 initiiert wurde, besteht laut Rote-Hand-Brief das Risiko einer unentdeckten Unter- oder Überdosierung.

Häufig gestellte Fragen

Laut Rote-Hand-Brief sind pädiatrische Patienten im Alter von 6 bis unter 12 Jahren betroffen. Das Risiko einer falschen Dosierung bezieht sich spezifisch auf Kinder mit einem Körpergewicht zwischen 22 kg und unter 35 kg.

Die Warnung besagt, dass es bei einem Gewicht von 22 bis unter 28 kg zu einer Überdosierung gekommen sein könnte. Bei einem Gewicht von 28 bis unter 35 kg bestand hingegen das Risiko einer Unterdosierung.

Die fehlerhaften Dosierungsangaben befanden sich in den Fachinformationen, die vom 18. September 2014 bis zum 07. März 2017 verfügbar waren.

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Quelle: Rote-Hand-Brief zu Viread® 204 mg Filmtablette: Fehlerhafte Angabe der Dosierung in früheren Fachinformationen (BfArM, 2017). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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