Genvoya, Stribild & Tybost in der Schwangerschaft: BfArM
Hintergrund
Dieser Artikel basiert auf einem Rote-Hand-Brief des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) aus dem Jahr 2019. Die Sicherheitswarnung betrifft die HIV-Medikamente Genvoya®, Stribild® und Tybost®.
Diese Präparate enthalten die pharmakologischen Wirkstoffe Elvitegravir und Cobicistat. In der Schwangerschaft ist eine kontinuierlich effektive antiretrovirale Therapie essenziell, um die Viruslast der Mutter zu supprimieren und eine vertikale Transmission auf das ungeborene Kind zu verhindern.
Laut der Sicherheitsinformation besteht bei der Anwendung dieser spezifischen Medikamente in der Schwangerschaft ein erhöhtes Risiko für ein Therapieversagen. Daraus resultiert eine signifikante Gefahr für eine Mutter-Kind-Übertragung der HIV-Infektion.
Empfehlungen
Die Sicherheitsinformation des BfArM formuliert klare Vorgaben für den Einsatz von elvitegravir- und cobicistathaltigen Arzneimitteln bei Frauen im gebärfähigen Alter und Schwangeren.
Therapiebeginn
- Laut Rote-Hand-Brief soll eine Therapie mit Genvoya®, Stribild® oder Tybost® nicht während einer Schwangerschaft begonnen werden.
Vorgehen bei eintretender Schwangerschaft
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Es wird dringend empfohlen, Frauen, die unter der laufenden Therapie mit diesen Arzneimitteln schwanger werden, auf ein alternatives Behandlungsregime umzustellen.
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Ziel der Umstellung ist die Aufrechterhaltung einer effektiven Virus-Suppression, um die Mutter-Kind-Übertragung der HIV-Infektion zu verhindern.
Kontraindikationen
Schwangerschaft
Die Einleitung einer Therapie mit elvitegravir- und cobicistathaltigen Arzneimitteln (Genvoya®, Stribild®, Tybost®) ist während der Schwangerschaft kontraindiziert. Bei Eintritt einer Schwangerschaft unter laufender Therapie wird aufgrund des Risikos eines Therapieversagens und der damit verbundenen Gefahr einer HIV-Transmission auf das Kind von einer Fortführung abgeraten.
💡Praxis-Tipp
Bei HIV-positiven Patientinnen mit Kinderwunsch oder bestehender Schwangerschaft wird laut Rote-Hand-Brief von der Verordnung cobicistat- und elvitegravirhaltiger Regime abgeraten. Es wird empfohlen, bei Eintritt einer Schwangerschaft unter laufender Therapie umgehend auf ein alternatives, in der Schwangerschaft sicheres antiretrovirales Regime umzustellen, um einen virologischen Rebound zu vermeiden.
Häufig gestellte Fragen
Laut Rote-Hand-Brief besteht bei diesen elvitegravir- und cobicistathaltigen Medikamenten in der Schwangerschaft ein erhöhtes Risiko für ein Therapieversagen. Dies erhöht die Gefahr einer Mutter-Kind-Übertragung des HI-Virus signifikant.
Die Sicherheitsinformation empfiehlt, schwangere Patientinnen umgehend auf ein alternatives antiretrovirales Behandlungsregime umzustellen. Eine Fortführung der Therapie mit cobicistathaltigen Präparaten wird nicht empfohlen.
Die Warnung bezieht sich auf die Wirkstoffe Elvitegravir und Cobicistat. Diese sind in den Kombinationspräparaten Genvoya® und Stribild® sowie im Monopräparat Tybost® enthalten.
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Quelle: Rote-Hand-Brief zu Genvoya®, Stribild® und Tybost®: Erhöhtes Risiko für ein Therapieversagen und erhöhtes Risiko einer Mutter-Kind-Übertragung der HIV-Infektion (BfArM, 2019). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.