BfArM2024

Paxlovid: Rote-Hand-Brief zu Immunsuppressiva-Interaktionen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf dem Kurztext der Sicherheitswarnung (Rote-Hand-Brief) des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus dem Jahr 2024.

Paxlovid ist ein antivirales Kombinationspräparat aus Nirmatrelvir und Ritonavir, das zur Behandlung von COVID-19 eingesetzt wird. Ritonavir fungiert dabei als pharmakokinetischer Booster, der den Abbau von Nirmatrelvir hemmt, jedoch auch als starker Inhibitor von Cytochrom P450 3A4 (CYP3A4) wirkt.

Aufgrund dieser Enzymhemmung besitzt das Medikament ein hohes Potenzial für schwerwiegende Arzneimittelwechselwirkungen. Dies betrifft insbesondere Wirkstoffe mit einer geringen therapeutischen Breite, bei denen bereits kleine Konzentrationsänderungen im Blut toxische Effekte auslösen können.

Empfehlungen

Der Rote-Hand-Brief formuliert folgende zentrale Warnhinweise zur Verordnung von Paxlovid:

Lebensbedrohliche Wechselwirkungen

Laut der Sicherheitswarnung kann die gleichzeitige Gabe von Paxlovid und bestimmten Immunsuppressiva zu lebensbedrohlichen und tödlichen Reaktionen führen. Ursache hierfür sind pharmakokinetische Wechselwirkungen, die den Abbau der Immunsuppressiva hemmen und deren Blutspiegel toxisch ansteigen lassen.

Betroffene Wirkstoffgruppen

Das BfArM warnt explizit vor der Kombination mit Immunsuppressiva, die eine geringe therapeutische Breite aufweisen. Zu den namentlich genannten Risikomedikamenten gehören:

  • Calcineurin-Inhibitoren (wie Ciclosporin und Tacrolimus)

  • mTOR-Inhibitoren (wie Everolimus und Sirolimus)

Es wird dringend darauf hingewiesen, vor einer Verordnung von Paxlovid die Begleitmedikation sorgfältig auf diese und ähnliche Wirkstoffe zu prüfen.

Kontraindikationen

Die gleichzeitige Anwendung von Paxlovid (Nirmatrelvir, Ritonavir) mit bestimmten Immunsuppressiva wird aufgrund des Risikos lebensbedrohlicher oder tödlicher Reaktionen als hochriskant eingestuft. Dies betrifft laut Rote-Hand-Brief insbesondere Wirkstoffe mit geringer therapeutischer Breite:

  • Ciclosporin

  • Tacrolimus

  • Everolimus

  • Sirolimus

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💡Praxis-Tipp

Bei Personen unter immunsuppressiver Therapie wird eine strikte Interaktionsprüfung vor der Verordnung von Paxlovid dringend empfohlen. Laut Rote-Hand-Brief kann die Kombination mit Wirkstoffen wie Tacrolimus zu tödlichen Toxizitäten führen, weshalb in diesen Fällen die Begleitmedikation genau evaluiert und gegebenenfalls eine alternative COVID-19-Therapie erwogen werden muss.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Rote-Hand-Brief des BfArM führt die Kombination zu starken pharmakokinetischen Wechselwirkungen. Da Tacrolimus eine geringe therapeutische Breite hat, kann der durch Paxlovid gehemmte Abbau zu lebensbedrohlichen und tödlichen toxischen Reaktionen führen.

Das BfArM nennt explizit Calcineurin-Inhibitoren wie Ciclosporin und Tacrolimus. Ebenso wird vor der gleichzeitigen Gabe von mTOR-Inhibitoren wie Everolimus und Sirolimus gewarnt.

Paxlovid enthält Ritonavir, einen starken Hemmstoff von Abbauenzymen in der Leber. Dies führt dazu, dass Medikamente mit geringer therapeutischer Breite, die über diesen Weg abgebaut werden, im Blut stark ansteigen und toxische Spiegel erreichen können.

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Quelle: Rote-Hand-Brief zu Paxlovid (Nirmatrelvir, Ritonavir): Arzneimittelwechselwirkungen mit bestimmten Immunsuppressiva, einschließlich Tacrolimus (BfArM, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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