IQWiG2025Neurologie

Rimegepant: Akuttherapie der Migräne und Dosierung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2025)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) mit der Nutzenbewertung von Rimegepant beauftragt. Die Bewertung bezieht sich auf die Akuttherapie der Migräne mit oder ohne Aura bei Erwachsenen.

Als zweckmäßige Vergleichstherapie legte der G-BA eine patientenindividuelle Therapie fest. Diese umfasst die Auswahl selektiver Serotonin-5-HT1-Rezeptoragonisten (Triptane) sowie nicht steroidaler Antirheumatika (NSAR) unter Berücksichtigung von Vorbehandlung, Anfallsschwere und Begleiterkrankungen.

Da der pharmazeutische Unternehmer keine geeigneten Studiendaten für den direkten Vergleich mit der zweckmäßigen Vergleichstherapie vorlegte, bewertete das IQWiG den Zusatznutzen auf Basis der eingereichten Unterlagen. Die vorgelegten placebokontrollierten Zulassungsstudien wurden mangels passendem Komparator als nicht geeignet eingestuft.

Empfehlungen

Das IQWiG kommt in seiner Dossierbewertung zu folgenden Ergebnissen:

Bewertung des Zusatznutzens

Laut Bericht liegt für Rimegepant zur Akutbehandlung der Migräne keine relevante Studie vor, die einen direkten Vergleich mit der zweckmäßigen Vergleichstherapie ermöglicht. Daraus resultiert folgende Bewertung:

  • Ein Zusatznutzen von Rimegepant gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie ist nicht belegt.

  • Es ergeben sich keine Anhaltspunkte für einen therapeutisch bedeutsamen Zusatznutzen in der untersuchten Patientengruppe.

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Die vom G-BA definierte Vergleichstherapie, gegen die Rimegepant hätte antreten müssen, umfasst eine patientenindividuelle Auswahl aus:

  • Triptanen (Almotriptan, Eletriptan, Frovatriptan, Naratriptan, Rizatriptan, Sumatriptan, Zolmitriptan)

  • NSAR (Acetylsalicylsäure, Diclofenac, Ibuprofen)

Dosierung

Die Dokumentation führt folgende Dosierungsempfehlungen für Rimegepant (Lyophilisat zum Einnehmen) auf:

IndikationEmpfohlene DosisMaximale Tagesdosis
Akuttherapie der Migräne75 mg bei Bedarf (1-mal täglich)75 mg

Das Lyophilisat wird auf oder unter die Zunge gelegt, löst sich im Mund auf und kann ohne Flüssigkeit eingenommen werden. Bei gleichzeitiger Anwendung von mittelstarken CYP3A4-Inhibitoren oder starken P-gp-Inhibitoren wird empfohlen, eine weitere Dosis innerhalb von 48 Stunden zu vermeiden.

Kontraindikationen

Laut Dokumentation wird die Anwendung von Rimegepant in folgenden Fällen nicht empfohlen:

  • Bei stark eingeschränkter Leberfunktion (Child-Pugh C)

  • Bei terminaler Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 15 ml/min)

  • Bei gleichzeitiger Anwendung mit starken CYP3A4-Inhibitoren (z. B. Clarithromycin, Itraconazol, Ritonavir)

  • Bei gleichzeitiger Anwendung mit starken oder mittelstarken CYP3A4-Induktoren (z. B. Phenobarbital, Rifampicin, Johanniskraut, Bosentan, Efavirenz, Modafinil)

Zudem wird vor einem möglichen Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch (Medication Overuse Headache, MOH) gewarnt. Bei Verdacht auf MOH sollte ärztlicher Rat eingeholt und die Behandlung abgebrochen werden.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Dokumentation weist darauf hin, dass zum Öffnen der Blisterpackung des Lyophilisats zwingend trockene Hände erforderlich sind. Das Medikament kann anschließend unabhängig von Mahlzeiten und ohne zusätzliche Flüssigkeit eingenommen werden, was besonders bei Migräneattacken mit begleitender Übelkeit von Vorteil sein kann.

Häufig gestellte Fragen

Laut der aktuellen IQWiG-Nutzenbewertung ist ein Zusatznutzen von Rimegepant gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie nicht belegt. Der Grund hierfür ist das Fehlen von direkten Vergleichsstudien mit Triptanen oder NSAR.

Es wird eine Dosis von 75 mg bei Bedarf empfohlen. Die maximale Tagesdosis ist auf 75 mg Rimegepant beschränkt.

Bei leicht bis stark eingeschränkter Nierenfunktion ist keine Dosisanpassung erforderlich. Bei terminaler Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 15 ml/min) sollte die Anwendung laut Fachinformation jedoch vermieden werden.

Die Plasmakonzentration von Rimegepant wird durch CYP3A4-Inhibitoren erhöht und durch CYP3A4-Induktoren verringert. Die gleichzeitige Anwendung mit starken CYP3A4-Inhibitoren oder starken bis mittelstarken CYP3A4-Induktoren wird daher nicht empfohlen.

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Quelle: IQWiG A25-72: Rimegepant (Migräne, Akutbehandlung) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2025). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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