Korean College of Rheumatology2025RheumatologieImmunologieInnere Medizin

Rheumatoide Arthritis (RA): Therapie und DMARD-Schema

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Korean College of Rheumatology (2025)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Rheumatoide Arthritis (RA) ist eine chronische, systemische Autoimmunerkrankung, die primär die Gelenke betrifft und zu progressiven Gelenkschäden sowie Funktionseinschränkungen führt. Die Pathogenese beruht auf einem komplexen Zusammenspiel von genetischer Prädisposition (z. B. HLA-DRB1-Lokus) und Umweltfaktoren wie dem Rauchen.

Die Einführung von krankheitsmodifizierenden Antirheumatika (DMARDs) hat die RA von einer stark einschränkenden Erkrankung in ein gut behandelbares Leiden transformiert. Das primäre Behandlungsziel ist das Erreichen einer Remission oder einer niedrigen Krankheitsaktivität im Rahmen einer Treat-to-Target-Strategie.

Trotz etablierter Therapien erreicht eine Subgruppe von Patienten das Therapieziel nicht. Für diese schwer zu behandelnde (difficult-to-treat) RA werden aktuell neue zielgerichtete und zellbasierte Therapieansätze erforscht, um langfristig eine medikamentenfreie Remission zu ermöglichen.

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💡Praxis-Tipp

Bei der Therapieplanung wird betont, dass ein schrittweises Ausschleichen (Tapering) der DMARD-Therapie bei anhaltender Remission einem abrupten Absetzen stets vorzuziehen ist. Die Leitlinie warnt ausdrücklich davor, Medikamente vollständig abzusetzen, da dies mit einem signifikant erhöhten Risiko für Krankheitsschübe (Flares) assoziiert ist.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird Methotrexat (MTX) als initiale Monotherapie der ersten Wahl empfohlen. Bei Kontraindikationen oder Unverträglichkeiten können Sulfasalazin oder Leflunomid eingesetzt werden.

Eine Eskalation auf ein bDMARD oder tsDMARD wird empfohlen, wenn das Therapieziel nach 6 Monaten csDMARD-Therapie nicht erreicht wird und schlechte Prognosefaktoren vorliegen. Zu diesen Faktoren zählen unter anderem hohe Entzündungswerte, frühe Gelenkerosionen oder hohe Autoantikörpertiter.

Die EULAR-Leitlinie empfiehlt den Einsatz von Glukokortikoiden als überbrückende Therapie für maximal drei Monate bei Beginn oder Wechsel einer DMARD-Therapie. Die ACR-Leitlinie rät hingegen von einem routinemäßigen Einsatz aufgrund der langfristigen Nebenwirkungen ab.

Die Leitlinie definiert D2T-RA als eine anhaltend aktive Erkrankung, die nach Versagen einer csDMARD-Therapie auf mindestens zwei b/tsDMARDs mit unterschiedlichen Wirkmechanismen nicht anspricht.

CAR-T-Zell-Therapien werden als vielversprechender experimenteller Ansatz für therapiefraktäre Patienten beschrieben. Sie ermöglichen eine tiefe B-Zell-Depletion, sind jedoch mit Risiken wie dem Zytokinfreisetzungssyndrom (CRS) und neurologischen Toxizitäten verbunden.

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Quelle: Current and future treatment of rheumatoid arthritis (Korean College of Rheumatology, 2025). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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