Rhabdomyolyse unter Isotretinoin: CK-Werte & Diagnostik
Hintergrund
Orale Retinoide wie Isotretinoin werden in der Dermatologie zur Behandlung schwerer Akneformen eingesetzt. Bekannte Nebenwirkungen umfassen Teratogenität, Leberwertveränderungen und psychiatrische Reaktionen.
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) berichtet in einer Sicherheitswarnung über einen fatalen Fall von Rhabdomyolyse mit myokardialer Beteiligung. Dieser trat bei einem jungen Patienten unter Isotretinoin-Therapie in Kombination mit starker körperlicher Belastung auf.
Auch in der Literatur und in Spontanmeldesystemen finden sich Berichte über Rhabdomyolysen nach intensiven sportlichen Aktivitäten unter Isotretinoin. Ein Klasseneffekt für andere Retinoide kann derzeit nicht sicher ausgeschlossen werden.
💡Praxis-Tipp
Die AkdÄ betont, dass bei Patienten unter Isotretinoin-Therapie, die über Muskelschmerzen nach dem Sport klagen, an eine Rhabdomyolyse gedacht werden sollte. Es wird dringend geraten, die CK-Werte routinemäßig mitzubestimmen und bei muskulären Symptomen das Präparat sofort abzusetzen.
Häufig gestellte Fragen
Laut AkdÄ sollten neben den Leberenzymen und Serumlipiden auch die CK-Werte (Creatin-Kinase) routinemäßig überprüft werden. Dies wird vor der Therapie, nach einem Monat und danach vierteljährlich empfohlen.
Die AkdÄ warnt vor der Kombination von Isotretinoin und starker körperlicher Belastung, da dies eine Rhabdomyolyse auslösen kann. Es wird empfohlen, Patienten auf dieses Risiko und Warnsymptome wie Muskelschmerzen und dunklen Urin hinzuweisen.
Gemäß der Sicherheitswarnung sollte das Medikament abgesetzt werden, wenn deutliche Erhöhungen der CK-Werte auftreten. Auch bei klinisch manifesten muskulären Symptomen wird ein sofortiger Therapieabbruch empfohlen.
Die AkdÄ rät zur Vorsicht bei der gleichzeitigen Einnahme von potenziell muskelschädigenden Medikamenten. Dazu zählen insbesondere Statine, Glukokortikosteroide und Penicillamin.
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Quelle: AkdÄ Bekanntgabe: Rhabdomyolyse nach Isotretinoin (AkdÄ, 2013). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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