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Ramipril (ACE-Hemmer): Dosierung und Kontraindikationen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DrugBank Open Data (2026)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf der pharmakologischen Kurzmonographie der DrugBank-Datenbank. Ramipril ist ein bewährter Wirkstoff aus der Klasse der Angiotensin-Converting-Enzyme-Hemmer (ACE-Hemmer), der primär in der kardiovaskulären Medizin eingesetzt wird.

Das Medikament ist ein Prodrug, welches in der Leber zu seiner aktiven Form, dem Ramiprilat, umgewandelt wird. Durch die Hemmung des ACE kommt es zu einer verminderten Bildung von Angiotensin II, einer reduzierten Aldosteronsekretion sowie einem Anstieg der Bradykinin-Spiegel.

Diese Mechanismen führen laut DrugBank zu einer effektiven Reduktion von Vor- und Nachlast des Herzens. Die orale Bioverfügbarkeit des aktiven Metaboliten liegt bei 28 Prozent, wobei die Nahrungsaufnahme die Resorption nicht beeinflusst.

Empfehlungen

Indikationen

Laut DrugBank-Profil wird Ramipril für folgende klinische Anwendungsgebiete eingesetzt:

  • Arterielle Hypertonie

  • Herzinsuffizienz

  • Zustand nach Myokardinfarkt

  • Diabetische Nephropathie

  • Kardiovaskuläre Risikoreduktion (basierend auf der HOPE-Studie)

Wichtige Interaktionen

Das Profil warnt vor relevanten Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Besondere Vorsicht ist bei folgenden Kombinationen geboten:

  • Kaliumsparende Diuretika und Kaliumpräparate: Erhöhtes Risiko für eine Hyperkaliämie.

  • NSAR: Verminderte antihypertensive Wirkung und Risiko einer Nierenfunktionsstörung.

  • Lithium: Gefahr erhöhter Lithiumspiegel.

  • Sacubitril/Valsartan: Zwingende Auswaschphase von 36 Stunden wegen des Risikos eines Angioödems.

  • Aliskiren: Kontraindizierte Kombination bei Patienten mit Diabetes oder Niereninsuffizienz.

Nebenwirkungen

Zu den dokumentierten unerwünschten Wirkungen gehören:

  • Trockener Husten (bei 10 bis 15 Prozent der Behandelten)

  • Hyperkaliämie und Nierenfunktionsstörungen

  • Hypotonie (insbesondere nach der ersten Dosis)

  • Schwindel sowie seltene, aber ernsthafte Angioödeme

Dosierung

Die DrugBank-Monographie nennt folgende Dosierungsrichtlinien für Ramipril. Bei Vorliegen einer Niereninsuffizienz wird eine Dosisreduktion empfohlen.

IndikationStartdosisZieldosis / Maximaldosis
Arterielle Hypertonie2,5 mg 1x täglichMax. 10 mg 1x täglich
Herzinsuffizienz1,25 mg 1x täglichTitration auf 5 mg 2x täglich

Kontraindikationen

Laut DrugBank bestehen für Ramipril folgende absolute und relative Kontraindikationen:

  • Beidseitige Nierenarterienstenose

  • Schwangerschaft (aufgrund teratogener Wirkung)

  • Bekanntes Angioödem unter früherer ACE-Hemmer-Therapie

  • Schwere Hyperkaliämie (Kaliumwert > 5,5 mmol/L)

  • Hochgradige Aortenklappenstenose

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein besonders kritischer Aspekt in der Praxis ist der Wechsel zwischen Ramipril und einem ARNI (Sacubitril/Valsartan). Laut DrugBank-Profil muss zwingend eine Auswaschphase von 36 Stunden eingehalten werden, da ansonsten ein stark erhöhtes Risiko für ein lebensbedrohliches Angioödem besteht. Zudem wird auf die Gefahr einer symptomatischen Hypotonie nach der ersten Dosis ("First-Dose-Hypotension") hingewiesen.

Häufig gestellte Fragen

Laut DrugBank-Profil liegt die maximale Dosis bei arterieller Hypertonie bei 10 mg einmal täglich. Die Therapie wird in der Regel mit 2,5 mg gestartet.

Nein, die Nahrungsaufnahme hat laut pharmakologischem Profil keinen Einfluss auf die Resorption des Medikaments. Es kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Der ACE-Hemmer blockiert den Abbau von Bradykinin, was zu erhöhten Spiegeln dieses Peptids führt. Dies ist der primäre Mechanismus für den trockenen Reizhusten, der bei 10 bis 15 Prozent der Patienten auftritt.

Das Medikament ist in der Schwangerschaft streng kontraindiziert. Die DrugBank-Datenbank weist explizit auf die teratogenen Eigenschaften von Ramipril hin.

Bei einem Wechsel muss zwingend eine Auswaschphase von 36 Stunden eingehalten werden. Dies wird empfohlen, um das Risiko eines schweren Angioödems zu minimieren.

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Quelle: DrugBank: Ramipril - Pharmacological Profile (DrugBank Open Data, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

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