Amlodipin: Dosierung, Wirkung & Nebenwirkungen | DrugBank
Hintergrund
Amlodipin ist ein Calciumkanalblocker vom Dihydropyridin-Typ, der in der kardiovaskulären Medizin eingesetzt wird. Laut der DrugBank-Datenbank beruht der Wirkmechanismus auf der Hemmung des transmembranösen Einstroms von Calciumionen in die glatte Gefäßmuskulatur sowie in den Herzmuskel. Dies führt zu einer Vasodilatation, welche den peripheren Widerstand und den Blutdruck senkt. Die Datenbank weist darauf hin, dass Amlodipin nur einen minimalen negativ inotropen Effekt aufweist.
Pharmakokinetisch zeichnet sich der Wirkstoff laut DrugBank durch eine hohe orale Bioverfügbarkeit (64-90 %), einen langsamen Wirkeintritt (Peak nach 6 bis 12 Stunden) und eine sehr lange Halbwertszeit von 30 bis 50 Stunden aus. Der Metabolismus erfolgt hepatisch über das Enzym CYP3A4, während die Metaboliten renal ausgeschieden werden.
Empfehlungen
Gemäß dem pharmakologischen Profil der DrugBank wird Amlodipin für folgende Indikationen eingesetzt:
- Hypertonie
- Chronisch stabile Angina pectoris
- Vasospastische Angina (Prinzmetal-Angina)
- Koronare Herzkrankheit (KHK)
Hinsichtlich der Nebenwirkungen listet die Datenbank unter anderem dosisabhängige periphere Ödeme, Flush (Hautrötung), Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit und Palpitationen auf.
Ein besonderes Augenmerk legt die Quelle auf Arzneimittelinteraktionen:
- CYP3A4-Inhibitoren (wie Ketoconazol oder Erythromycin) können die Amlodipin-Spiegel im Blut erhöhen.
- Bei gleichzeitiger Gabe von Simvastatin wird empfohlen, die Simvastatin-Dosis auf maximal 20 mg zu begrenzen.
- Bei Cyclosporin wird laut DrugBank ein Monitoring der Cyclosporin-Spiegel angeraten.
- Grapefruitsaft kann ebenfalls zu erhöhten Amlodipin-Spiegeln führen.
Dosierung
Die DrugBank-Datenbank gibt folgende Dosierungsrichtlinien für Amlodipin an:
| Patientengruppe | Startdosis | Maximaldosis | Anpassungen |
|---|---|---|---|
| Standarddosierung | 5 mg einmal täglich | 10 mg einmal täglich | - |
| Niereninsuffizienz | 5 mg einmal täglich | 10 mg einmal täglich | Keine Dosisanpassung erforderlich |
| Ältere Patienten | Reduzierte Startdosis | - | - |
| Leberinsuffizienz | Reduzierte Startdosis | - | - |
Kontraindikationen
Laut DrugBank-Datenbank bestehen für Amlodipin folgende Kontraindikationen:
- Schwere Hypotonie
- Kardiogener Schock
- Schwere Aortenstenose
- Instabile Angina pectoris (ausgenommen Prinzmetal-Angina)
💡Praxis-Tipp
Laut DrugBank-Profil ist bei der Kombinationstherapie mit Statinen besondere Vorsicht geboten: Es wird darauf hingewiesen, die Dosis von Simvastatin bei gleichzeitiger Einnahme von Amlodipin auf maximal 20 mg zu begrenzen, um das Risiko von unerwünschten Wirkungen zu minimieren.
Häufig gestellte Fragen
Laut DrugBank hemmt Amlodipin den Calciumeinstrom in die Gefäßmuskulatur, was zu einer Vasodilatation führt und somit den peripheren Widerstand sowie den Blutdruck senkt.
Gemäß den Angaben der DrugBank ist bei einer Niereninsuffizienz keine Dosisanpassung für Amlodipin erforderlich.
Das pharmakologische Profil listet unter anderem dosisabhängige periphere Ödeme, Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Palpitationen und Flush (Hautrötung) auf.
Die DrugBank-Datenbank warnt davor, dass der Konsum von Grapefruitsaft die Amlodipin-Spiegel im Blut erhöhen kann.
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Quelle: DrugBank: Amlodipine - Pharmacological Profile (DrugBank Open Data, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.