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Hydrochlorothiazid (HCT): Dosierung & Wirkung | DrugBank

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DrugBank Open Data (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Hydrochlorothiazid (HCT) ist ein kardiovaskuläres Medikament aus der Klasse der Thiaziddiuretika. Laut dem pharmakologischen Profil der DrugBank beruht der Wirkmechanismus auf der Hemmung des Na+/Cl--Kotransporters im distalen Tubulus contortus der Niere. Dies führt zu einer Reduktion des Blutvolumens und des peripheren Widerstands. Die DrugBank-Datenbank weist darauf hin, dass der antihypertensive Effekt teilweise unabhängig von der reinen Diurese durch einen vaskulären Mechanismus zustande kommt.

Die Pharmakokinetik von Hydrochlorothiazid zeichnet sich laut Quelle durch eine orale Bioverfügbarkeit von 65 bis 75 % aus. Die Halbwertszeit wird mit 5,6 bis 14,8 Stunden angegeben. Gemäß DrugBank wird der Wirkstoff nicht metabolisiert, sondern zu über 95 % unverändert über die Nieren ausgeschieden. Der Wirkeintritt erfolgt nach etwa 2 Stunden, das Wirkmaximum wird nach 4 bis 6 Stunden erreicht und die Wirkdauer beträgt 6 bis 12 Stunden.

Empfehlungen

Gemäß der DrugBank-Datenbank wird Hydrochlorothiazid für verschiedene Indikationen eingesetzt. Zu den Hauptanwendungsgebieten zählen:

  • Arterielle Hypertonie
  • Ödeme
  • Nephrolithiasis (Kalziumsteine)
  • Nephrogener Diabetes insipidus

Hinsichtlich der Arzneimittelinteraktionen warnt das Profil vor mehreren relevanten Wechselwirkungen. So kann die gleichzeitige Gabe von Lithium laut DrugBank zu erhöhten Lithiumspiegeln durch eine reduzierte Clearance führen. Bei Digoxin erhöht eine HCT-induzierte Hypokaliämie das Toxizitätsrisiko. NSAR können den antihypertensiven Effekt von Hydrochlorothiazid reduzieren, während Kortikosteroide das Risiko einer Hypokaliämie verstärken. Zudem wird darauf hingewiesen, dass Colestyramin die Absorption von HCT vermindert.

Zu den dokumentierten Nebenwirkungen gehören laut Quelle Elektrolytstörungen wie Hypokaliämie, Hyponatriämie und Hyperkalzämie. Weitere unerwünschte Effekte umfassen Hyperurikämie (Gicht), Hyperglykämie, erektile Dysfunktion sowie Photosensibilität. Bei Langzeitanwendung besteht laut DrugBank zudem ein Risiko für Hautkrebs im Zusammenhang mit der Photosensibilität.

Dosierung

Die DrugBank-Datenbank gibt spezifische Dosierungshinweise für Hydrochlorothiazid vor. Es wird betont, dass bei der Behandlung der Hypertonie höhere Dosen lediglich die Nebenwirkungen verstärken, ohne einen zusätzlichen Nutzen zu bieten. Zudem wird ein Monitoring der Elektrolyte empfohlen.

IndikationDosierungsempfehlung laut DrugBank
Hypertonie12,5 - 25 mg einmal täglich (QD)
Ödeme25 - 50 mg ein- bis zweimal täglich (QD-BID)

Kontraindikationen

Das pharmakologische Profil der DrugBank listet klare Kontraindikationen für die Anwendung von Hydrochlorothiazid auf. Das Medikament darf bei folgenden Zuständen nicht eingesetzt werden:

  • Anurie
  • Schwere Niereninsuffizienz (eGFR < 30 ml/min - hier ist das Medikament laut Quelle ineffektiv)
  • Schwere Hyponatriämie oder Hypokaliämie
  • Schwere Leberinsuffizienz
  • Refraktäre Hyperkalzämie
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💡Praxis-Tipp

Laut den Dosierungshinweisen der DrugBank ist bei der Behandlung der Hypertonie zu beachten, dass Dosen über 25 mg täglich keinen zusätzlichen therapeutischen Nutzen bringen, sondern lediglich das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen. Zudem wird ein regelmäßiges Monitoring der Elektrolyte empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Laut DrugBank hemmt HCT den Na+/Cl--Kotransporter im distalen Tubulus. Der blutdrucksenkende Effekt entsteht durch eine Reduktion von Blutvolumen und peripherem Widerstand, wobei letzterer teilweise unabhängig von der Diurese über einen vaskulären Mechanismus wirkt.

Gemäß dem pharmakologischen Profil kann Hydrochlorothiazid zu einer Hypokaliämie (Kaliummangel) und einer Hyponatriämie (Natriummangel) führen. Ein Monitoring der Elektrolyte wird daher empfohlen.

Nein, die DrugBank listet eine schwere Niereninsuffizienz mit einer eGFR unter 30 als Kontraindikation, da das Medikament in diesem Stadium ineffektiv ist.

Laut Quelle führt die gleichzeitige Gabe zu erhöhten Lithiumspiegeln, da die Clearance von Lithium durch das Diuretikum reduziert wird.

Die DrugBank-Datenbank weist darauf hin, dass bei Langzeitanwendung aufgrund der Photosensibilität ein erhöhtes Risiko für Hautkrebs besteht.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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