Bisoprolol: Dosierung, Wirkung & Kontraindikationen | DrugBank
Hintergrund
Bisoprolol ist ein hochselektiver Beta-1-Adrenozeptor-Antagonist. Laut der DrugBank-Datenbank weist der Wirkstoff eine höhere Beta-1-Selektivität auf als Metoprolol. Der pharmakologische Effekt beruht auf der Reduktion der Herzfrequenz, der myokardialen Kontraktilität sowie des Sauerstoffverbrauchs des Herzens. Gemäß dem pharmakologischen Profil zeichnet sich Bisoprolol durch eine orale Bioverfügbarkeit von etwa 90 Prozent aus und unterliegt nur einem minimalen First-Pass-Metabolismus. Die Halbwertszeit wird mit 10 bis 12 Stunden angegeben. Ein besonderes Merkmal ist die balancierte Clearance, bei der die Elimination zu jeweils 50 Prozent renal und hepatisch erfolgt.
Empfehlungen
Gemäß dem DrugBank-Profil wird Bisoprolol für verschiedene kardiovaskuläre Erkrankungen eingesetzt. Die Datenbank nennt folgende Hauptindikationen:
- Arterielle Hypertonie
- Chronische stabile Angina pectoris
- Herzinsuffizienz (basierend auf der CIBIS-II-Studie)
Hinsichtlich möglicher Arzneimittelinteraktionen warnt die Referenzdatenbank vor bestimmten Kombinationen:
- Bei gleichzeitiger Gabe von Verapamil oder Diltiazem besteht ein erhöhtes Risiko für AV-Blöcke und Bradykardien.
- Klasse-I-Antiarrhythmika können die kardiale Depression verstärken.
- Wird eine Kombinationstherapie mit Clonidin beendet, weist das pharmakologische Profil auf das Risiko einer Rebound-Hypertonie hin, falls der Betablocker zuerst abgesetzt wird.
- CYP2D6- und CYP3A4-Inhibitoren haben aufgrund der balancierten Clearance von Bisoprolol nur einen geringfügigen Effekt.
Als häufige Nebenwirkungen werden Bradykardie, Fatigue, Kopfschmerzen, Schwindel, kalte Extremitäten sowie gastrointestinale Beschwerden aufgelistet.
Dosierung
Die DrugBank-Datenbank gibt folgende Dosierungshinweise für Bisoprolol an:
| Indikation | Dosierungsempfehlung |
|---|---|
| Arterielle Hypertonie | 5 bis 10 mg einmal täglich (QD) |
| Herzinsuffizienz | Initial 1,25 mg einmal täglich (QD), anschließende Auftitration über mehrere Wochen bis auf 10 mg einmal täglich |
Kontraindikationen
Das pharmakologische Profil definiert klare Kontraindikationen für die Anwendung von Bisoprolol. Laut Datenbank darf der Wirkstoff bei folgenden Zuständen nicht eingesetzt werden:
- Akute Herzinsuffizienz
- Kardiogener Schock
- AV-Block Grad II und III
- Sick-Sinus-Syndrom
- Schwere Bradykardie
- Schweres Asthma bronchiale
- Schwere periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)
- Unbehandeltes Phäochromozytom
💡Praxis-Tipp
Laut den pharmakologischen Daten der DrugBank wird bei der Beendigung einer Kombinationstherapie mit Clonidin davor gewarnt, den Betablocker zuerst abzusetzen, da dies eine Rebound-Hypertonie auslösen kann.
Häufig gestellte Fragen
Gemäß dem DrugBank-Profil weist Bisoprolol eine balancierte Clearance auf, was bedeutet, dass die Elimination zu 50 Prozent über die Nieren und zu 50 Prozent über die Leber erfolgt.
Die Referenzdatenbank gibt die Halbwertszeit des Wirkstoffs mit 10 bis 12 Stunden an.
Laut DrugBank wird bei Herzinsuffizienz eine initiale Dosis von 1,25 mg einmal täglich empfohlen, die über Wochen auf bis zu 10 mg aufgetitriert wird.
Das pharmakologische Profil warnt davor, dass die Kombination von Bisoprolol mit Verapamil oder Diltiazem das Risiko für AV-Blöcke und Bradykardien erhöht.
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Quelle: DrugBank: Bisoprolol - Pharmacological Profile (DrugBank Open Data, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.