Losartan: Wirkung, Dosierung & Indikationen | DrugBank
Hintergrund
Losartan ist ein Angiotensin-II-Rezeptorblocker (Sartan) aus der Kategorie der kardiovaskulären Medikamente. Laut den Daten der DrugBank-Datenbank handelt es sich um den ersten entwickelten Arzneistoff dieser Klasse. Der Wirkmechanismus beruht auf einer selektiven Blockade des AT1-Rezeptors.
Ein besonderes Merkmal, das in der DrugBank-Datenbank hervorgehoben wird, ist der aktive Metabolit EXP3174, welcher eine 10- bis 40-fach höhere Potenz als die Muttersubstanz aufweist. Die orale Bioverfügbarkeit liegt bei 33 %. Die Halbwertszeit beträgt 2 Stunden für Losartan und 6 bis 9 Stunden für den aktiven Metaboliten. Zudem beschreibt das pharmakologische Profil einen einzigartigen urikosurischen Effekt unter den Sartanen, der durch die Hemmung des URAT1-Transporters zustande kommt.
Empfehlungen
Gemäß dem pharmakologischen Profil der DrugBank wird Losartan für verschiedene kardiovaskuläre und renale Indikationen eingesetzt. Zu den Hauptindikationen zählen:
- Arterielle Hypertonie
- Diabetische Nephropathie (bei Typ-2-Diabetes, basierend auf der RENAAL-Studie)
- Schlaganfallprävention bei linksventrikulärer Hypertrophie (LVH, basierend auf der LIFE-Studie)
- Herzinsuffizienz (als Alternative, wenn ACE-Hemmer nicht toleriert werden)
Hinsichtlich der Arzneimittelinteraktionen warnt die DrugBank-Datenbank vor mehreren relevanten Wechselwirkungen:
Kaliumsparende Diuretika
Es besteht ein erhöhtes Risiko für Hyperkaliämie.
NSAR
Diese können die Wirksamkeit von Losartan reduzieren und das renale Risiko erhöhen.
Lithium
Die Lithiumspiegel können ansteigen.
CYP-Inhibitoren
CYP2C9-Inhibitoren (wie Fluconazol) erhöhen die Losartan-Spiegel, während CYP3A4-Inhibitoren die Bildung des aktiven Metaboliten reduzieren.
Rifampicin
Kann zu einer reduzierten Wirksamkeit führen.
Als mögliche Nebenwirkungen listet die Quelle Schwindel, Hyperkaliämie, Hypotonie und Nierenfunktionsstörungen auf. Husten tritt laut DrugBank selten auf und wird seltener beobachtet als bei der Einnahme von ACE-Hemmern.
Dosierung
Die DrugBank-Datenbank gibt folgende Dosierungshinweise für Losartan an:
| Patientengruppe / Situation | Empfohlene Dosierung |
|---|---|
| Standarddosierung | 50 bis 100 mg einmal (QD) oder zweimal (BID) täglich |
| Volumenmangel | Startdosis von 25 mg |
| Leberfunktionsstörung | Startdosis von 25 mg |
Kontraindikationen
Laut DrugBank-Profil bestehen für Losartan folgende Kontraindikationen und Warnhinweise:
Schwangerschaft
Die Einnahme ist kontraindiziert.
Beidseitige Nierenarterienstenose
Gilt als Kontraindikation.
Schwere Leberfunktionsstörung
Hier wird eine Dosisreduktion empfohlen.
💡Praxis-Tipp
Laut DrugBank-Datenbank weist Losartan einen unter den Sartanen einzigartigen urikosurischen Effekt auf, von dem Patienten profitieren können, die gleichzeitig an Gicht und arterieller Hypertonie leiden.
Häufig gestellte Fragen
Laut DrugBank blockiert Losartan selektiv den AT1-Rezeptor. Zudem wird es über CYP2C9 und CYP3A4 in den aktiven Metaboliten EXP3174 umgewandelt, der eine 10- bis 40-fach höhere Potenz aufweist.
Das pharmakologische Profil gibt an, dass Losartan bei Herzinsuffizienz indiziert ist, wenn ACE-Hemmer vom Patienten nicht toleriert werden.
Die DrugBank warnt davor, dass nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) die Wirksamkeit von Losartan reduzieren und das Risiko für Nierenfunktionsstörungen erhöhen können.
Gemäß der Quelle tritt Husten unter Losartan nur selten auf und wird seltener beobachtet als bei der Einnahme von ACE-Hemmern.
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Quelle: DrugBank: Losartan - Pharmacological Profile (DrugBank Open Data, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.