Psychische Störungen Kleinkind: Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-Leitlinie befasst sich mit der Diagnostik und Therapie psychischer Störungen im Säuglings-, Kleinkind- und Vorschulalter (0 bis 5;11 Jahre). In dieser Entwicklungsphase ist die psychische Gesundheit des Kindes eng mit der Beziehungsdynamik zu den primären Bezugspersonen verknüpft.

Es wird ein bio-psycho-soziales Störungsmodell zugrunde gelegt. Dieses berücksichtigt sowohl kindliche und elterliche Faktoren als auch umfeldbezogene und kulturelle Bedingungen.

Da traditionelle Klassifikationssysteme wie die ICD-10 für diese Altersgruppe oft unzureichend sind, stützt sich die Leitlinie maßgeblich auf die Diagnostische Klassifikation DC:0-5. Diese ermöglicht eine altersspezifische und beziehungsorientierte Einordnung der Symptome.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie hebt hervor, dass elterliche psychische Erkrankungen (wie postpartale Depressionen oder Angststörungen) einen massiven Risikofaktor für die kindliche Entwicklung darstellen. Es wird dringend empfohlen, die psychische Verfassung der Eltern stets mitzuerfassen und bei Auffälligkeiten eine eigene psychiatrische oder psychotherapeutische Anbindung der Bezugspersonen in die Wege zu leiten.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie stehen Beratung, Psychoedukation und Reizreduktion an erster Stelle. Bei persistierendem Schreien über den 3. Lebensmonat hinaus wird eine beziehungsfokussierte Psychotherapie unter Einbeziehung von Kind und Eltern empfohlen.

Die Leitlinie gibt an, dass eine ADHS-Diagnose frühestens ab einem Alter von 3 Jahren gestellt werden darf. Eine sichere Diagnosestellung wird jedoch erst ab dem Alter von 4 Jahren empfohlen.

Es wird primär eine entwicklungsorientierte Beratung zur Etablierung positiver Schlafroutinen empfohlen. Bei anhaltenden Problemen gelten verhaltenstherapeutische Interventionen, wie die graduierte Extinktion, als Mittel der Wahl.

Die Leitlinie rät von einer Psychopharmakotherapie im Vorschulalter grundsätzlich ab. Ausnahmen bilden lediglich schwere, therapieresistente Fälle von ADHS oder spezifische Schlafstörungen, die durch Spezialisten engmaschig betreut werden müssen.

Die DC:0-5 ist ein spezifisches Klassifikationssystem für seelische Gesundheit und Entwicklungsstörungen der frühen Kindheit (0 bis 5 Jahre). Die Leitlinie empfiehlt deren Nutzung ergänzend zur ICD-10, da sie altersspezifische Kriterien und den Beziehungskontext detailliert abbildet.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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