Leitlinienprogramm Onkologie2024OnkologieUrologie

Prostatakarzinom: PSA-Screening, Biopsie und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Leitlinienprogramm Onkologie (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Prostatakarzinom ist die häufigste bösartige Tumorerkrankung bei Männern in Deutschland. Das Alter stellt den wichtigsten Risikofaktor dar, gefolgt von einer positiven Familienanamnese.

Die S3-Leitlinie Prostatakarzinom (2024) des Leitlinienprogramms Onkologie bietet evidenzbasierte Entscheidungshilfen für den gesamten Krankheitsverlauf. Ein zentrales Ziel ist es, die krebsspezifische Mortalität zu senken und gleichzeitig Überdiagnosen sowie Übertherapien zu vermeiden.

Aufgrund der demografischen Entwicklung wird ein weiterer Anstieg der Prävalenz erwartet. Die Leitlinie betont die Wichtigkeit einer risikoadaptierten und individualisierten Vorgehensweise in Diagnostik und Therapie.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Praxisaspekt der Leitlinie ist der Verzicht auf die digital-rektale Untersuchung (DRU) im Rahmen der Früherkennung. Zudem wird betont, dass bei unauffälligen MRT-Befunden (PI-RADS 1 und 2) auf eine Prostatabiopsie verzichtet werden soll. Dies dient der Vermeidung von Überdiagnostik und unnötigen Komplikationen.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt die Durchführung eines multiparametrischen MRTs ab einem bestätigten PSA-Wert von ≥ 3 ng/ml. Dies soll vor einer geplanten Biopsie erfolgen, um gezielte Gewebeentnahmen zu ermöglichen.

Für Patienten mit einem lokal begrenzten Prostatakarzinom des niedrigen Risikoprofils (ISUP-Gruppe 1) wird die Aktive Überwachung (Active Surveillance) als Standard empfohlen. Eine sofortige lokale Therapie ist in diesen Fällen laut Leitlinie nicht primär indiziert.

Ein PSMA-PET/CT wird zur Ausbreitungsdiagnostik bei Risikofaktoren für eine Fernmetastasierung (z.B. PSA ≥ 20 ng/ml, ISUP ≥ 3) empfohlen. Zudem ist es laut Leitlinie die primäre Bildgebung bei einem biochemischen Rezidiv nach kurativer Therapie.

Beim metastasierten, hormonsensitiven Prostatakarzinom (mHSPC) wird eine Androgendeprivationstherapie (ADT) in Kombination mit einem ARPI (wie Apalutamid oder Enzalutamid) oder Abirateron empfohlen. Bei geeigneten Patienten ist auch eine Dreifachtherapie unter Einschluss von Docetaxel indiziert.

Beim intermediären Risikoprofil wird eine begleitende Androgendeprivationstherapie für 4 bis 6 Monate empfohlen. Beim hohen Risikoprofil soll die Hormontherapie laut Leitlinie für 24 bis 36 Monate erfolgen.

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Quelle: S3-Leitlinie Prostatakarzinom v8.1 (2024) (Leitlinienprogramm Onkologie, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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