American Academy of Family Physicians (AAFP)2024AllgemeinmedizinInnere Medizin

Präventivmedizin: Screening-Empfehlungen & Prophylaxe

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: American Academy of Family Physicians (AAFP) (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Leitlinie der American Academy of Family Physicians (AAFP) fasst evidenzbasierte Empfehlungen zu klinischen Präventivmaßnahmen zusammen. Sie basiert maßgeblich auf den Analysen der United States Preventive Services Task Force (USPSTF).

Das Dokument deckt ein breites Spektrum an Screening-Untersuchungen, präventiven Medikationen und Beratungsangeboten für verschiedene Bevölkerungsgruppen ab. Es dient als fundierte Entscheidungshilfe für die hausärztliche Praxis.

Die Empfehlungsgrade reichen von A (hohe Sicherheit für substanziellen Nutzen) bis D (Abraten von der Maßnahme aufgrund fehlenden Nutzens oder überwiegendem Schaden). Zudem wird bei unzureichender Evidenz ein I-Grad (Insufficient) vergeben.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie rät explizit davon ab, Frauen die Brustselbstuntersuchung (BSE) zur Krebsfrüherkennung beizubringen, da dies keinen nachgewiesenen Nutzen hat. Zudem wird betont, dass beim Lungenkrebs-Screening mittels Low-Dose-CT eine sorgfältige Aufklärung über die hohe Rate an falsch-positiven Befunden und die potenziellen Schäden durch nachfolgende invasive Diagnostik erfolgen sollte.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt ein routinemäßiges, zweijährliches Mammographie-Screening für Frauen zwischen 50 und 74 Jahren. Bei Frauen zwischen 40 und 49 Jahren wird eine individuelle Entscheidungsfindung basierend auf dem Risikoprofil und der Patientenpräferenz empfohlen.

Es wird empfohlen, dass Erwachsene zwischen 50 und 59 Jahren mit einem kardiovaskulären 10-Jahres-Risiko von mindestens 10 % Aspirin einnehmen. Voraussetzung ist ein geringes Blutungsrisiko und eine Lebenserwartung von mindestens 10 Jahren.

Laut Leitlinie wird vom routinemäßigen PSA-basierten Screening auf Prostatakrebs bei asymptomatischen Männern abgeraten. Der potenzielle Schaden durch Überdiagnostik und Übertherapie wird als höher eingeschätzt als der Nutzen.

Es wird ein Zytologie-Screening (Pap-Abstrich) alle drei Jahre für Frauen zwischen 21 und 65 Jahren empfohlen. Alternativ kann bei Frauen ab 30 Jahren ein Kombinationstest aus Zytologie und HPV-Test alle fünf Jahre durchgeführt werden.

Die Leitlinie empfiehlt ein Screening für Personen mit hohem Infektionsrisiko. Zusätzlich wird ein einmaliges Screening für alle Erwachsenen der Geburtsjahrgänge 1945 bis 1965 empfohlen.

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Quelle: Clinical Preventive Service Recommendations (AAFP/USPSTF Summary) (American Academy of Family Physicians (AAFP), 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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