Pankreatitis: Orale, enterale und parenterale Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Sowohl die akute als auch die chronische Pankreatitis gehen mit einem erheblichen Risiko für eine Mangelernährung einher. Bei der akuten Pankreatitis (AP) kommt es insbesondere bei nekrotisierenden Verläufen zu einem starken Katabolismus, der eine frühzeitige Ernährungstherapie erfordert.

Die chronische Pankreatitis (CP) ist durch eine fortschreitende Fibrosierung gekennzeichnet. Schmerzen, eine reduzierte Nahrungsaufnahme sowie eine exokrine und endokrine Pankreasinsuffizienz begünstigen hier langfristig eine Mangelernährung und metabolische Störungen.

Die AWMF S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) definiert den aktuellen Standard für das Screening und die stadiengerechte Ernährungstherapie bei diesen Krankheitsbildern.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt vor einer routinemäßigen Fettrestriktion bei chronischer Pankreatitis. Es wird betont, dass der Fettgehalt der Nahrung nicht eingeschränkt werden sollte, solange keine Symptome einer Steatorrhoe auftreten. Eine unnötige Fettrestriktion birgt das Risiko einer negativen Energiebilanz und kann eine Mangelernährung weiter verschlechtern.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie ist bei einer leichten akuten Pankreatitis ein frühzeitiger oraler Kostaufbau möglich und sicher. Dieser sollte unabhängig vom Verlauf der Serumlipasekonzentration mit einer fettarmen Nahrung (z. B. angepasste Vollkost) begonnen werden.

Die Leitlinie empfiehlt eindeutig die enterale Ernährung, da sie der parenteralen Ernährung überlegen ist. Sie senkt das Risiko für Infektionen, Multiorganversagen und Mortalität signifikant.

Primär wird eine nasogastrale Sonde empfohlen, da diese einfacher zu platzieren und gut verträglich ist. Nur bei Unverträglichkeit oder einer verzögerten Magenentleerung sollte gemäß Leitlinie auf eine nasojejunale Sonde ausgewichen werden.

Es wird empfohlen, den Ernährungszustand anhand der validierten GLIM-Kriterien zu beurteilen. Der Body-Mass-Index (BMI) allein ist nicht ausreichend, da auch übergewichtige Patienten eine Sarkopenie oder Mangelernährung aufweisen können.

Eine blinde Supplementierung wird nicht empfohlen. Die Leitlinie rät zu einer Substitution von fett- und wasserlöslichen Vitaminen sowie Spurenelementen erst bei Vorliegen klinischer Mangelsymptome oder nachgewiesenen Defiziten.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: Klinische Ernährung bei Pankreaserkrankungen (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.