Ovarialkarzinom: Diagnostik, Therapie und Nachsorge

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-Leitlinie behandelt die Diagnostik, Therapie und Nachsorge maligner Ovarialtumoren. Das Ovarialkarzinom ist die häufigste tödliche gynäkologische Krebserkrankung, da es meist erst in fortgeschrittenen Stadien diagnostiziert wird.

Ein generelles Screening der Normalbevölkerung mittels transvaginalem Ultraschall oder CA-125-Bestimmung wird nicht empfohlen, da bisher keine Senkung der Mortalität nachgewiesen werden konnte. Auch bei Risikopopulationen zeigt ein Screening keine ausreichende Effektivität.

Für Patientinnen mit nachgewiesener deletärer Keimbahnmutation in einem Hochrisiko-Gen (wie BRCA1/2) stellt die prophylaktische bilaterale Salpingo-Oophorektomie die effektivste Methode zur Senkung des Erkrankungsrisikos dar.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie führt die routinemäßige Bestimmung des Tumormarkers CA 125 in der Nachsorge symptomfreier Patientinnen nicht zu einem Überlebensvorteil. Es wird darauf hingewiesen, dass ein alleiniger Tumormarkeranstieg ohne klinische Symptome keine Indikation für den Beginn einer Rezidivtherapie darstellt, da ein früherer Therapiebeginn die Lebensqualität verschlechtern kann.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt, auf eine Lymphonodektomie zu verzichten, wenn intraoperativ eine makroskopische Tumorfreiheit erreicht wird und die Lymphknoten klinisch unauffällig sind. Dies basiert auf Studiendaten, die keinen Überlebensvorteil, aber eine höhere Komplikationsrate zeigten.

Es wird empfohlen, bei Patientinnen im Stadium IA Grad 1 nach einem kompletten operativen Staging auf eine adjuvante Chemotherapie zu verzichten.

Laut Leitlinie können nach der Primärtherapie Bevacizumab oder PARP-Inhibitoren (wie Niraparib, Olaparib oder Rucaparib) als Erhaltungstherapie eingesetzt werden. Die Wahl hängt unter anderem vom BRCA-Mutationsstatus und der homologen Rekombinations-Defizienz (HRD) ab.

Bei einem unilateralen Tumor im Stadium FIGO I kann unter der Voraussetzung eines adäquaten Stagings ein fertilitätserhaltendes Vorgehen gewählt werden. Die Patientin muss jedoch über ein potenziell erhöhtes Rezidivrisiko aufgeklärt werden.

Bei einem platinresistenten Rezidiv wird eine nicht-platinhaltige Monotherapie empfohlen. Kombinationschemotherapien bieten in dieser Situation laut Leitlinie keinen Überlebensvorteil.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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