Nicht-hormonelle Kontrazeption: Leitlinien-Empfehlung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-Leitlinie zur nicht-hormonellen Empfängnisverhütung adressiert den zunehmenden Wunsch vieler Anwenderinnen nach Alternativen zur hormonellen Kontrazeption. Dabei wird die Wichtigkeit einer individuellen ärztlichen Beratung betont.

Ein zentrales Auswahlkriterium für die geeignete Methode ist die kontrazeptive Effektivität. Hierbei wird strikt zwischen der Methodensicherheit bei optimaler Anwendung (perfect use) und der Gebrauchssicherheit im Alltag (typical use) unterschieden.

Zusätzlich zur reinen Schwangerschaftsverhütung spielen Aspekte wie der Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen (STI), mögliche Auswirkungen auf die Sexualität sowie die Reversibilität der Methode eine entscheidende Rolle bei der Entscheidungsfindung.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie ist eine routinemäßige Gabe von Misoprostol zur Erleichterung der IUP-Einlage nicht belegt und wird nicht generell empfohlen, da sie häufiger zu Schmerzen führt. Lediglich nach einem zuvor frustranen Einlageversuch kann die Anwendung von Misoprostol erwogen werden. Zudem wird betont, dass eine generelle Antibiotikaprophylaxe bei der IUP-Einlage nicht erfolgen soll.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie rät von Prognose-Apps und reinen Temperatur-Computern zur sicheren Kontrazeption ab. Lediglich zertifizierte symptothermale Methoden (wie Sensiplan) weisen eine hohe Effektivität auf.

Ja, die Leitlinie empfiehlt ausdrücklich, auch jungen Frauen und Nulliparae eine intrauterine Verhütung anzubieten. Das Alter oder die fehlende Parität stellen keine Kontraindikation dar.

Es wird empfohlen, auf eine generelle Antibiotikaprophylaxe bei der Einlage eines IUP zu verzichten. Bei einem erhöhten STI-Risiko sollte stattdessen vorab ein gezieltes Screening auf Chlamydien erfolgen.

Das Kupfer-IUP gilt als effektivste Methode der Notfallkontrazeption. Es kann laut Leitlinie bis zu 5 Tage nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingelegt werden.

Das erste Kontrollspermiogramm kann ab 8 Wochen nach der Vasektomie durchgeführt werden. Bis zum Nachweis einer Azoospermie wird die Fortführung einer anderweitigen Kontrazeption empfohlen.

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Quelle: Nicht-hormonelle Empfängnisverhütung (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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