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Adipositas-Management: NICE-Leitlinie 2025

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf NICE Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Vor jeder Gewichtsdiskussion oder Messung muss zwingend die Erlaubnis des Patienten eingeholt werden.
  • Bei einem BMI < 35 kg/m² wird die Waist-to-Height-Ratio (WHtR) zur Risikostratifizierung empfohlen.
  • Für bestimmte ethnische Minderheiten gelten niedrigere BMI-Grenzwerte für Übergewicht (ab 23 kg/m²) und Adipositas (ab 27,5 kg/m²).
  • Komorbiditäten müssen sofort behandelt werden; es darf nicht auf einen Gewichtsverlust gewartet werden.
  • Bei Kindern unter 12 Jahren liegt die Hauptverantwortung für Verhaltensänderungen bei der Familie.
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Hintergrund

Die NICE-Leitlinie (2025) zum Management von Übergewicht und Adipositas betont einen ganzheitlichen, patientenzentrierten Ansatz. Im Fokus stehen die sensible Kommunikation, die Vermeidung von Stigmatisierung und die Berücksichtigung individueller Risikofaktoren.

Kommunikation und Grundprinzipien

  • Erlaubnis einholen: Vor jeder Diskussion über das Gewicht oder vor Messungen muss zwingend die Erlaubnis des Patienten (bzw. der Eltern bei Kindern) eingeholt werden.
  • Sprache: Es ist eine non-stigmatisierende Sprache zu verwenden (z. B. "leben mit Adipositas" statt "adipös").
  • Ganzheitlicher Ansatz: Der Fokus sollte auf der Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens liegen, nicht auf reiner Gewichtsreduktion.

Diagnostik und Klassifikation bei Erwachsenen

Der BMI dient als praktisches Maß, sollte jedoch bei hoher Muskelmasse oder bei Personen über 65 Jahren mit Vorsicht interpretiert werden. Für bestimmte ethnische Minderheiten (u. a. südasiatisch, chinesisch, nahöstlich, schwarzafrikanisch) gelten niedrigere Grenzwerte, da hier das kardiometabolische Risiko bereits bei einem geringeren BMI steigt.

KlassifikationStandard-BMI (kg/m²)BMI für ethnische Minderheiten (kg/m²)
Normalgewicht18,5 - 24,9< 23,0
Übergewicht25,0 - 29,923,0 - 27,4
Adipositas Grad I30,0 - 34,9≥ 27,5
Adipositas Grad II35,0 - 39,9≥ 32,5
Adipositas Grad III≥ 40,0≥ 37,5

Waist-to-Height-Ratio (WHtR)

Bei Erwachsenen mit einem BMI < 35 kg/m² soll zusätzlich die WHtR zur Bestimmung der zentralen Adipositas berechnet werden.

WHtRInterpretationGesundheitsrisiko
0,4 - 0,49Gesunde zentrale AdipositasNicht erhöht
0,5 - 0,59Erhöhte zentrale AdipositasErhöht
≥ 0,6Hohe zentrale AdipositasStark erhöht

Diagnostik bei Kindern und Jugendlichen

Bei Kindern und Jugendlichen wird der BMI anhand von alters- und geschlechtsspezifischen Perzentilen bewertet. Auch hier kann die WHtR zur Einschätzung des Risikos herangezogen werden.

KlassifikationKriterium
ÜbergewichtBMI ≥ 91. Perzentile + 1,34 SD
Klinische AdipositasBMI ≥ 98. Perzentile + 2,05 SD
Schwere AdipositasBMI ≥ 99,6. Perzentile + 2,68 SD

Therapie und Management

  • Komorbiditäten: Begleiterkrankungen müssen sofort behandelt werden. Es darf nicht gewartet werden, bis der Patient an Gewicht verloren hat.
  • Verhaltensbasierte Interventionen: Empfohlen werden individuell angepasste Multikomponenten-Programme, die Ernährung, körperliche Aktivität und Verhaltensänderungen umfassen.
  • Kinder und Jugendliche: Die Familie und Betreuer müssen die Hauptverantwortung für Verhaltensänderungen übernehmen, insbesondere bei Kindern unter 12 Jahren.

💡Praxis-Tipp

Nutzen Sie bei Patienten mit einem BMI < 35 kg/m² routinemäßig die Waist-to-Height-Ratio (WHtR). Raten Sie Patienten als Faustregel: Der Taillenumfang sollte weniger als die Hälfte der Körpergröße betragen.

Häufig gestellte Fragen

Ein Wert von 0,4-0,49 gilt als gesund. Werte von 0,5-0,59 zeigen ein erhöhtes und Werte ≥ 0,6 ein stark erhöhtes kardiometabolisches Risiko an.
Für Personen mit u.a. asiatischem, nahöstlichem oder afrikanischem Hintergrund. Hier beginnt Übergewicht bereits bei einem BMI von 23 kg/m² und Adipositas bei 27,5 kg/m².
Übergewicht beginnt ab der 91. Perzentile (+ 1,34 SD), klinische Adipositas ab der 98. Perzentile (+ 2,05 SD).
Sofort nach der Diagnose. Es sollte nicht gewartet werden, bis der Patient an Gewicht verloren hat.

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