Muskuloskelettale Schmerzen bei Kindern: Diagnostik

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Etwa die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen klagt im Laufe der körperlichen Entwicklung über anhaltende oder wiederkehrende Schmerzen im Bereich des Bewegungsapparates. Die AWMF-S2k-Leitlinie bietet einen strukturierten Algorithmus zur differenzialdiagnostischen Abklärung dieses häufigen Leitsymptoms in der pädiatrischen Praxis.

Das Spektrum der möglichen Ursachen ist breit und reicht von harmlosen Wachstums- oder Überlastungsbeschwerden bis hin zu schweren Systemerkrankungen. Eine onkologische Ursache für muskuloskelettale Schmerzen ist insgesamt selten, wird aber im klinischen Alltag häufig verzögert diagnostiziert.

Ziel der Leitlinie ist eine systematische und rationale Diagnostik. Dadurch sollen einerseits unnötige invasive und teure Maßnahmen vermieden und andererseits gefährliche Verläufe frühzeitig erkannt werden.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt ausdrücklich davor, dass ein unauffälliges peripheres Blutbild eine Leukämie nicht sicher ausschließt. Es wird betont, dass vor dem Einsatz von Glukokortikoiden bei Verdacht auf eine rheumatische Erkrankung zwingend ein Malignom ausgeschlossen werden muss. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die Diagnose "Wachstumsschmerzen" (benigne nächtliche Beinschmerzen) erst nach Ausschluss bösartiger Erkrankungen gestellt werden darf.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie ist an eine Leukämie zu denken, wenn chronische, diffuse und gelenkferne Schmerzen vorliegen, die oft nachts auftreten. Begleitsymptome wie Blässe, Fieber, Lymphadenopathie oder Hepatosplenomegalie erhärten den Verdacht.

Die Leitlinie ordnet Wachstumsschmerzen als benigne nächtliche Beinschmerzen ein. Vor dieser Diagnose wird eine sorgfältige Anamnese und Untersuchung zum Ausschluss von Malignomen oder entzündlichen Prozessen empfohlen.

Die Coxitis fugax tritt meist akut nach einem Infekt auf und remittiert spontan innerhalb von ein bis drei Wochen. Der Morbus Perthes zeigt sich durch eine längere Anamnese von über drei Wochen und erfordert eine frühzeitige MRT-Diagnostik.

Bei Verdacht auf Systemerkrankungen empfiehlt die Leitlinie unter anderem ein Blutbild mit Differenzialblutbild, CRP, BSG, LDH und Kreatinkinase. Die Bestimmung von ANA und Rheumafaktor wird erst nach Ausschluss infektiöser oder onkologischer Ursachen empfohlen.

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Quelle: Muskuloskelettale Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen – Ein Algorithmus zur differenzialdiagnostischen Abklärung eines häufigen Leitsymptoms in der Kinder- und Jugendmedizin (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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