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Metoprolol: Dosierung (Tartrat/Succinat) und Indikation

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DrugBank Open Data (2026)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf der Kurzmonographie der DrugBank-Datenbank. Metoprolol ist ein kardioselektiver Beta-1-Rezeptorenblocker, der in der kardiovaskulären Medizin breit eingesetzt wird.

Der Wirkstoff blockiert selektiv die Beta-1-Adrenozeptoren am Herzen. Dies führt laut Quelle zu einer Reduktion der Herzfrequenz, der Kontraktilität und der atrioventrikulären (AV-)Überleitung.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Beta-1-Selektivität bei höheren Dosierungen abnimmt. Die orale Bioverfügbarkeit liegt bei etwa 50 Prozent, wobei ein ausgeprägter First-Pass-Metabolismus über das Cytochrom-P450-Enzym CYP2D6 stattfindet.

Empfehlungen

Die DrugBank-Monographie listet verschiedene etablierte Einsatzgebiete und klinische Eigenschaften für Metoprolol auf.

Indikationen

Der Wirkstoff wird für folgende Erkrankungen eingesetzt:

  • Arterielle Hypertonie und Angina pectoris

  • Herzinsuffizienz (NYHA-Stadium II bis III)

  • Supraventrikuläre Tachykardien

  • Sekundärprävention nach Myokardinfarkt

  • Migräneprophylaxe

Wichtige Interaktionen

Die Quelle warnt vor relevanten Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Eine Kombination mit Verapamil oder Diltiazem birgt das Risiko für schwere Bradykardien und AV-Blöcke.

Zudem wird beschrieben, dass CYP2D6-Inhibitoren wie Fluoxetin oder Paroxetin die Metoprolol-Spiegel erhöhen können. Bei Diabetikern unter Insulin oder oralen Antidiabetika können die Symptome einer Hypoglykämie verschleiert werden.

Wird eine Kombinationstherapie mit Clonidin beendet, droht eine Rebound-Hypertonie, falls der Betablocker nicht zuerst abgesetzt wird. Bei gleichzeitiger Gabe von MAO-Hemmern wird ein verstärkter blutdrucksenkender Effekt beschrieben.

Nebenwirkungen

Zu den typischen unerwünschten Wirkungen zählen laut Profil Bradykardie, Fatigue, kalte Extremitäten und Schwindel. Bei höheren Dosierungen kann es zu Bronchospasmen kommen.

Auch zentralnervöse Effekte wie Depressionen und Schlafstörungen werden als mögliche Nebenwirkungen aufgeführt.

Dosierung

Die Dosierung richtet sich nach der verwendeten Salzform und der Indikation. Bei Herzinsuffizienz wird ein einschleichender Beginn mit anschließender Auftitration beschrieben.

WirkstoffformDosierungEinnahmefrequenzHalbwertszeit
Metoprololtartrat50-100 mgZweimal täglich (BID)3-7 Stunden
Metoprololsuccinat (XL)25-200 mgEinmal täglich (QD)ca. 14 Stunden

Kontraindikationen

Laut DrugBank-Profil bestehen folgende Kontraindikationen für die Gabe von Metoprolol:

  • Dekompensierte Herzinsuffizienz und kardiogener Schock

  • AV-Block Grad II und III sowie Sick-Sinus-Syndrom

  • Schwere Bradykardie (Herzfrequenz unter 50 Schläge/Minute)

  • Hypotonie (systolischer Blutdruck unter 100 mmHg)

  • Unbehandeltes Phäochromozytom

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei einer Beendigung der Kombinationstherapie von Metoprolol und Clonidin besteht die Gefahr einer lebensbedrohlichen Rebound-Hypertonie. Es wird beschrieben, dass in diesem Fall zwingend zuerst der Betablocker abgesetzt werden muss, bevor die Clonidin-Gabe beendet wird. Zudem wird darauf hingewiesen, dass bei Diabetikern typische Warnsymptome einer Hypoglykämie durch die Betablockade maskiert werden können.

Häufig gestellte Fragen

Laut DrugBank-Profil wird bei Herzinsuffizienz ein vorsichtiger Therapiestart mit niedriger Dosis empfohlen. Anschließend erfolgt eine schrittweise Auftitration der Dosis.

Metoprololtartrat hat eine kürzere Halbwertszeit von 3 bis 7 Stunden und wird in der Regel zweimal täglich verabreicht. Metoprololsuccinat (XL) ist ein Retardpräparat mit einer Halbwertszeit von etwa 14 Stunden und wird nur einmal täglich eingenommen.

Die Quelle warnt vor der Kombination von Metoprolol mit Calciumkanalblockern vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ. Diese Kombination erhöht das Risiko für schwere Bradykardien und AV-Blöcke deutlich.

CYP2D6-Inhibitoren wie Fluoxetin oder Paroxetin können den Abbau von Metoprolol hemmen. Dies führt laut Monographie zu erhöhten Metoprolol-Spiegeln im Blut.

Das Profil nennt eine schwere Bradykardie mit einer Herzfrequenz von unter 50 Schlägen pro Minute als absolute Kontraindikation. Auch bei höhergradigen AV-Blöcken darf das Medikament nicht eingesetzt werden.

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Quelle: DrugBank: Metoprolol - Pharmacological Profile (DrugBank Open Data, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

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