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Metformin: Dosierung, Wirkung & Kontraindikationen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DrugBank Open Data (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Metformin ist ein orales Antidiabetikum aus der Klasse der Biguanide. Laut dem pharmakologischen Profil der DrugBank wird es primär in der Endokrinologie eingesetzt. Der Wirkmechanismus beruht gemäß der Datenbank auf drei Hauptsäulen: der Reduktion der hepatischen Glukoseproduktion, der Erhöhung der Insulinsensitivität in peripheren Geweben sowie der Verzögerung der intestinalen Glukoseabsorption. Zusätzlich wird der AMPK-Signalweg aktiviert. Da Metformin laut DrugBank die Insulinsekretion nicht stimuliert, verursacht es als Monotherapie keine Hypoglykämie. Die Pharmakokinetik zeichnet sich durch eine orale Bioverfügbarkeit von 50 bis 60 Prozent aus, wobei keine Proteinbindung und keine Metabolisierung stattfinden. Die Ausscheidung erfolgt unverändert renal, mit einer Halbwertszeit von 4 bis 8,7 Stunden.

Empfehlungen

Gemäß den Daten der DrugBank wird Metformin für verschiedene Indikationen eingesetzt.

Typ-2-Diabetes mellitus

Die Datenbank führt Metformin hier als Therapie der ersten Wahl (First-Line) auf.

Prädiabetes und Diabetesprävention

Auch hierfür wird der Einsatz beschrieben.

Polyzystisches Ovarsyndrom (PCOS)

Laut DrugBank erfolgt die Anwendung bei dieser Indikation im Off-Label-Use.

Bezüglich der Nebenwirkungen weist das Profil auf gastrointestinale Beschwerden (wie Diarrhö, Übelkeit und Bauchschmerzen) hin, die dosisabhängig und oft vorübergehend sind. Zudem wird ein metallischer Geschmack sowie bei Langzeiteinnahme ein möglicher Vitamin-B12-Mangel beschrieben. Die Laktatazidose wird als sehr seltenes Ereignis eingestuft, das meist bei Vorliegen von Kontraindikationen auftritt.

Dosierung

Die DrugBank macht folgende Angaben zur Dosierung und Einnahme von Metformin:

ParameterEmpfehlung laut DrugBank
Startdosis500 mg einmal (QD) bis zweimal (BID) täglich
EinnahmezeitpunktZu den Mahlzeiten (Nahrung verringert die Absorptionsrate, aber nicht das Ausmaß)
TitrationLangsame Steigerung auf 1000 mg zweimal täglich (BID)
Maximaldosis2550 bis 3000 mg pro Tag
DarreichungsformRetardpräparate (Extended-release) können zur Verbesserung der gastrointestinalen Verträglichkeit eingesetzt werden

Kontraindikationen

Das DrugBank-Profil listet klare Kontraindikationen und Warnhinweise auf, insbesondere im Zusammenhang mit der Nierenfunktion und dem Risiko einer Laktatazidose:

Niereninsuffizienz

Bei einer eGFR unter 30 mL/min ist Metformin absolut kontraindiziert. Bei einer eGFR zwischen 30 und 45 mL/min wird laut Datenbank von einer Neueinstellung abgeraten; eine bestehende Therapie kann unter Überwachung fortgeführt werden.

Akute Erkrankungen

Zustände mit einem Risiko für Laktatazidose (wie Schock, Sepsis oder akute Herzinsuffizienz) stellen eine Kontraindikation dar.

Weitere Kontraindikationen

Akute Alkoholintoxikation und Leberversagen.

Zudem warnt die DrugBank vor Wechselwirkungen:

Intravenöse Kontrastmittel

Es wird empfohlen, die Metformin-Gabe 48 Stunden vor und nach der Untersuchung zu pausieren (Risiko der Laktatazidose).

Alkohol

Erhöht das Risiko einer Laktatazidose.

Cimetidin

Reduziert die renale Clearance von Metformin.

Dolutegravir

Führt zu erhöhten Metformin-Spiegeln.

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💡Praxis-Tipp

Laut DrugBank-Profil kann die gastrointestinale Verträglichkeit von Metformin verbessert werden, indem die Therapie mit einer niedrigen Dosis zu den Mahlzeiten begonnen, langsam hochtitriert oder auf ein Retardpräparat (Extended-release) zurückgegriffen wird.

Häufig gestellte Fragen

Nein, laut DrugBank stimuliert Metformin die Insulinsekretion nicht und führt daher als Monotherapie nicht zu Hypoglykämien.

Gemäß dem pharmakologischen Profil wird Metformin im Körper nicht metabolisiert und unverändert über die Nieren ausgeschieden.

Die DrugBank gibt an, dass Metformin 48 Stunden vor und nach der Gabe von intravenösen Kontrastmitteln pausiert werden sollte, um das Risiko einer Laktatazidose zu minimieren.

Da die DrugBank bei Langzeiteinnahme auf das Risiko eines Vitamin-B12-Mangels hinweist, wird eine entsprechende Überwachung des Vitamin-B12-Spiegels empfohlen.

Laut DrugBank ist das Medikament bei einer eGFR unter 30 mL/min kontraindiziert. Bei Werten zwischen 30 und 45 mL/min wird von einer Neueinstellung abgeraten, eine bestehende Therapie kann jedoch unter Monitoring fortgesetzt werden.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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