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Levothyroxin: Dosierung, Indikation & Interaktionen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DrugBank Open Data (2026)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf dem pharmakologischen Profil der DrugBank-Datenbank. Levothyroxin ist eine synthetische Form des endogenen Schilddrüsenhormons Thyroxin (T4). Im peripheren Gewebe wird es in das aktive Trijodthyronin (T3) umgewandelt.

Das Hormon ist essenziell für die Regulation der Stoffwechselrate, des Wachstums, der Entwicklung sowie der Proteinsynthese. Die orale Bioverfügbarkeit liegt im nüchternen Zustand bei 40 bis 80 Prozent.

Die Halbwertszeit beträgt 6 bis 7 Tage, wobei der Wirkstoff zu 99,97 Prozent an Proteine gebunden ist. Ein Fließgleichgewicht (Steady State) wird nach 4 bis 6 Wochen erreicht.

Empfehlungen

Die DrugBank-Monographie beschreibt folgende klinische und pharmakologische Eigenschaften:

Indikationen

Levothyroxin wird laut Profil für folgende Anwendungsgebiete eingesetzt:

  • Hypothyreose

  • TSH-Suppression bei Schilddrüsenkarzinomen

  • Myxödemkoma (intravenöse Gabe)

Wichtige Arzneimittelinteraktionen

Es wird auf verschiedene Wechselwirkungen hingewiesen, die die Wirksamkeit beeinflussen können:

Medikamentenklasse / WirkstoffEffekt auf Levothyroxin / Interaktion
Calcium- und EisenpräparateVerminderte Absorption (Einnahmeabstand von 4 Stunden empfohlen)
Protonenpumpeninhibitoren (PPI)Verminderte Absorption
Cholestyramin / ColestipolVerminderte Absorption
WarfarinVerstärkte antikoagulatorische Wirkung
Carbamazepin / PhenytoinGesteigerter T4-Metabolismus

Nebenwirkungen

Unerwünschte Wirkungen treten meist im Rahmen einer Überdosierung auf. Dazu zählen Palpitationen, Tachykardie, Gewichtsverlust, Tremor, Schlaflosigkeit und Hitzeintoleranz. Bei chronischer Überdosierung wird zudem auf das Risiko einer Osteoporose hingewiesen.

Dosierung

Die Monographie gibt folgende Dosierungsrichtlinien für die orale Substitutionstherapie vor:

Patientengruppe / IndikationDosierungsempfehlung
Standard-Startdosis25 bis 50 µg einmal täglich
Ältere Patienten & kardiale VorerkrankungenNiedrigere Startdosis empfohlen
Vollständige SubstitutionCa. 1,6 µg/kg Körpergewicht pro Tag
DosisanpassungIn Schritten von 12,5 bis 25 µg alle 6 bis 8 Wochen (basierend auf TSH-Wert)

Es wird betont, dass die Einnahme nüchtern erfolgen soll. Als idealer Zeitpunkt werden 30 bis 60 Minuten vor dem Frühstück angegeben.

Kontraindikationen

Laut DrugBank bestehen folgende Kontraindikationen für die Gabe von Levothyroxin:

  • Unbehandelte Nebennierenrindeninsuffizienz (diese muss zunächst mit Hydrocortison behandelt werden)

  • Thyreotoxikose

  • Akuter Myokardinfarkt (als relative Kontraindikation eingestuft)

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei Patienten mit unbehandelter Nebennierenrindeninsuffizienz warnt die Monographie vor einer sofortigen Levothyroxin-Gabe, da dies eine Nebennierenkrise auslösen kann. Es wird darauf hingewiesen, zunächst eine Therapie mit Hydrocortison einzuleiten. Zudem wird ein Einnahmeabstand von mindestens 4 Stunden zu Calcium- und Eisenpräparaten empfohlen, um Resorptionsverluste zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Laut DrugBank wird ein Fließgleichgewicht (Steady State) im Blut erst nach 4 bis 6 Wochen erreicht. Dies liegt an der langen Halbwertszeit des Wirkstoffs von 6 bis 7 Tagen.

Es wird empfohlen, das Medikament nüchtern einzunehmen. Die Einnahme sollte etwa 30 bis 60 Minuten vor dem Frühstück erfolgen, um eine optimale Bioverfügbarkeit zu gewährleisten.

Die Monographie empfiehlt eine Dosisanpassung in Schritten von 12,5 bis 25 µg. Diese Anpassung sollte alle 6 bis 8 Wochen auf Basis der TSH-Werte erfolgen.

Die gleichzeitige Gabe kann den antikoagulatorischen Effekt von Warfarin verstärken. Es wird daher eine entsprechende Überwachung der Gerinnungswerte impliziert.

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Quelle: DrugBank: Levothyroxine - Pharmacological Profile (DrugBank Open Data, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

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